Wenn die Gefäße eng werden - koronare Herzkrankheit früh erkennen, Herzinfarkt vermeiden

Am Dienstag, den 25.11. informiert Privatdozent Dr. med. habil. Christian Pflücke im Rahmen der Herzwochen über koronare Herzkrankheit und moderne Behandlungsmöglichkeiten.

Görlitz, 13.11.2025. Druckgefühl in der Brust, Atemnot, Enge bei Belastung – hinter solchen Symptomen kann eine koronare Herzkrankheit (KHK) stecken. Sie zählt zu den häufigsten Herz- und Gefäßerkrankungen in Deutschland und kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen. 

Wie man Warnsignale erkennt, welche Diagnoseverfahren und modernen Behandlungsmöglichkeiten es gibt, darüber informiert PD Dr. med. habil. Christian Pflücke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I + Kardiologie und Leiter des Kardiologischen Zentrums am Städtischen Klinikum Görlitz, in einem Vortrag am 25. November 2025 um 17:30 Uhr im Klinikum.

Im Mittelpunkt steht die Früherkennung der koronaren Herzkrankheit. Neben bewährten Methoden kommen im Kardiologischen Zentrum heute hochauflösende Herz-CTs (Computertomographien) und Herz-MRTs (Magnetresonanztomographien) zum Einsatz. Diese bildgebenden Verfahren zeigen das Herz und seine Gefäße sehr genau – ganz ohne Operation oder Katheter. Die Kardiologie und Radiologie am Klinikum arbeiten dabei eng zusammen, um eine präzise und schonende Diagnostik zu ermöglichen.

Auch in der Behandlung verfügt das Klinikum über modernste Technik: In den sogenannten Herzkatheter-Arbeitsplätzen werden feine Schläuche über die Blutgefäße bis zum Herzen geführt, um Engstellen direkt zu behandeln. Je nach Befund können die Gefäße mit einem kleinen Ballon erweitert werden – das nennt man Ballondilatation (PTCA) – und anschließend mit feinen Metallstützen, sogenannten Stents, offengehalten werden.

Bei besonders starken oder verkalkten Engstellen kommen spezialisierte Verfahren zum Einsatz: Bei der „Rotablation“ wird der Kalk mit einem winzigen rotierenden Bohrkopf abgetragen, bei der „Lithotripsie“ mit feinen Ultraschallwellen aufgesprengt. Diese Verfahren ermöglichen eine besonders schonende und sichere Behandlung der Herzkranzgefäße. 

Auch Herzrhythmusstörungen können im Zusammenhang mit einer koronaren Herzkrankheit auftreten, wenn die Durchblutung des Herzmuskels gestört ist. Deshalb wird im Kardiologischen Zentrum am Klinikum Görlitz derzeit auch der Bereich Rhythmologie gezielt ausgebaut. Dieser Teilbereich der Kardiologie beschäftigt sich mit der elektrischen Steuerung der Herzfunktion und umfasst die Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen – also Störungen des regelmäßigen Herzschlags. 

„Unser Ziel ist es, Herzerkrankungen früh zu erkennen und mit moderner Technik sicher zu behandeln – wohnortnah und auf hohem fachlichen Niveau“, betont PD Dr. Pflücke.