Görlitz, 14.04.2026. Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten und zeigt sich sehr unterschiedlich. Nicht immer stehen große Krampfanfälle im Vordergrund – auch kurze Aussetzer, ungewöhnliche Bewegungen oder Phasen von Verwirrtheit können Anzeichen sein.
Für viele Betroffene lässt sich die Erkrankung gut behandeln. In einem Teil der Fälle bleibt der Verlauf jedoch komplex oder die Anfälle sind trotz Therapie nicht ausreichend kontrolliert. Dann ist eine eng abgestimmte, fachübergreifende Betreuung besonders wichtig.
Seit Anfang des Jahres gibt es am Städtischen Klinikum Görlitz eine Spezialambulanz für Menschen mit Epilepsie. Sie ist Teil der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV).
„Mit der ASV-Ambulanz schaffen wir ein strukturiertes Angebot für Patientinnen und Patienten mit komplexen epileptischen Erkrankungen. Wir möchten damit die Behandlung besser koordinieren und bei Bedarf verschiedene fachliche Kompetenzen einbeziehen“, sagt Dr. med. Kersten Guthke, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der Ambulanz.
Die ASV-Ambulanz befindet sich derzeit im Aufbau und wird schrittweise weiterentwickelt. Entsprechende Angebote sind bislang vor allem in größeren Städten – insbesondere in Westdeutschland – zu finden. Mit der Ambulanz in Görlitz entsteht erstmals auch in Ostdeutschland ein entsprechendes Angebot in der Fläche. Vergleichbare Standorte finden sich bislang vor allem in Berlin und Potsdam.
Kontakt Epilepsie Spezialambulanz: +49 3581 37-1678
