Der computergestützte 3D-Druck von Metallen wie Titan funktioniert mit dem Verfahren des Selektiven Laserschmelzens (SLM). Hersteller des Implantatsystems ist ein junges Unternehmen aus Wurmlingen in Baden-Württemberg, das sich auf das Thema 3D-gedruckte Wirbelsäulenimplantate spezialisiert hat. „Die 3-D Drucktechnologie eignet sich sehr gut für medizinische Implantate. Ich gehe davon aus, dass es auf diesem Gebiet in kurzer Zeit noch beeindruckende Entwicklungen geben wird“, sagt Dr. Eif.
Seine Görlitzer Klinik hat sich auf dem Gebiet der Bandscheibenoperationen bzw. des Bandscheibenersatzes bereits in der Vergangenheit einen Namen gemacht. Dr. Eif arbeitet mit seinem Team seit mehreren Jahren erfolgreich mit speziellen Implantaten, die die Wirbelsäule stabilisieren und gleichzeitig beweglich halten. Er betont, dass eine Operation aber immer der letzte Weg ist. Zuvor müssen alle anderen konservativen Methoden ausgereizt sein. Erst wenn diese Maßnahmen nicht mehr helfen, wird eine Operation angeraten. Dr. Eif ist international gefragter Lehroperateur und gründete Ende 2013 das Wirbelsäulenzentrum Ostsachsen. „Wichtig ist uns bei der Behandlung unserer Patienten, dass sie mobil bleiben, ihre Alltagsaktivitäten und ihre Lebensqualität behalten oder wiedererlangen“, sagt Dr. Eif. Da er hierbei selbst ständig auf der Suche nach Verbesserungen ist, hatte er vor zweieinhalb Jahren die Idee für dieses funktionelle Implantat. „Ich freue mich sehr, dass aus dieser Idee nun ein Produkt für die Versorgung der Patienten geworden ist.“ Er selbst profitiert nicht finanziell oder materiell davon, wenn er das Implantat einsetzt. „Hierfür gibt es strenge und sinnvolle Richtlinien zum Schutz der Patienten“, sagt der Chirurg.
Eine solche Operation dauert zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Die Patienten werden am Abend oder am Tag nach dem Eingriff durch die Physiotherapeuten wieder mobilisiert. Nach einem Aufenthalt von ca. fünf bis sechs Tagen können sie wieder nach Hause entlassen werden.
Die neurochirurgische Kompetenz des Görlitzer Klinikums kommt Patienten aus einem Einzugsgebiet zugute, das sich von Hoyerswerda bis Zittau, von Görlitz über Bautzen bis Sebnitz und inzwischen auch bis nach Thüringen erstreckt.
Görlitz, 14.02.2018
