Millionenförderung für Neubau Geriatrisches Zentrum

Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sozialministerin Petra Köpping überreichten heute einen Förderbescheid von 23,5 Millionen Euro für den geplanten Neubau des Geriatrischen Zentrums am Städtischen Klinikum Görlitz.

Geschäftsführerin Ines Hofmann, Staatsministerin Petra Köpping, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Chefarzt Prof. Dr. Stefan Zeller mit dem Förderbescheid. Foto: Paul Glaser

So wird das neue Geriatrische Zentrum aussehen: ein kompakter U-förmiger Baukörper mit viel Platz für 60 stationären und 20 Tagesklinischen Betten. Visualisierung: SKG/LPA

Görlitz, 18. Januar 2024. Ein bedeutender Schritt für die Gesundheitsversorgung älterer Menschen in Görlitz und der Region: Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sozialministerin Petra Köpping überreichten heute einen Förderbescheid von 23,5 Millionen Euro für den geplanten Neubau des Geriatrischen Zentrums am Städtischen Klinikum Görlitz. Die Gesamtinvestition von 30,3 Millionen Euro wird zu 80% vom Freistaat Sachsen getragen. Voraussichtlich 7 Millionen wird das Görlitzer Klinikum selbst stemmen.

Der Neubau ist dringend notwendig. Der aktuelle Zustand des bestehenden, denkmalgeschützten Gebäudes trägt der ausgezeichneten Arbeit, die das geriatrische Team leistet, nicht mehr Rechnung. Um zeitgemäße Standards in der Altersmedizin zu gewährleisten, entsteht am ehemaligen Standort der Kinderklinik ein modernes, viergeschossiges Gebäude. Der Neubau wird nicht nur die Behandlung der Patienten verbessern, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden. 

Das Projekt ist für die gesamte Region wichtig und findet breite Unterstützung. Unter den Gästen befanden sich daher u. a. Landrat Dr. Stephan Meyer, Oberbürgermeister Octavian Ursu, Gesundheitsdezernentin Martina Weber, Vertreter umliegender Krankenhäuser, Steffen Thiele für Zittau/Eberbach und Weißwasser sowie Herrn Dr. Ralf Schönherr für Niesky. Mit diesen besteht seit vielen Jahren neben anderen wichtigen Kooperationsverträgen auch eine gelebte Kooperation für die geriatrische Versorgung und das geriatrische Netzwerk. Geschäftsführerin Ines Hofmann begrüßte weiterhin Vertreter der Krankenkassen, Aufsichtsratsmitglieder, Planer, Chefärzte und Kollegen angrenzender Fachrichtungen und Bereiche und vor allem „das geriatrische Team unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Stefan Zeller, welches zukünftig die Mauern des neuen Gebäudes mit ihrem Tun, ihrem Knowhow, ihrem Können und ihrer Empathie beleben wird“.

Ministerpräsident Michael Kretschmer hob die positive Auswirkung auf die Gesundheitsinfrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung hervor und ist sich sicher „wenn wie hier am Klinikum Görlitz die medizinischen Angebote stetig ausgebaut werden, profitieren davon alle, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Projekt wird dazu beitragen, die Versorgung älterer Menschen weiter zu verbessern und die Attraktivität der Region zu steigern.“ Staatsministerin Petra Köpping betonte, dass der Neubau des Geriatrischen Zentrums ein Meilenstein für die Versorgung älterer Menschen in unserer Region ist. „Die Fördermittel ermöglichen ein zeitgemäßes und bedarfsgerechtes Gebäude, die den höchsten medizinischen Standards entspricht.“

Fakten zu Bau:

Der Standort des neuen Zentrums in unmittelbarer Nähe zu anderen Einrichtungen, ermöglicht eine enge Zusammenarbeit und kurze Wege für Patienten und Angehörige. Der Neubau ist am ehemaligen Standort der Kinderklinik (vormals Haus H) in räumlicher Nähe zum Zentralbau/Funktionstrakt (Haus A) sowie zur Psychiatrie (Haus P) geplant. Die Fördermaßnahme ist eingebettet in die umfassende Sanierung und Strukturverbesserung des Städtischen Klinikums.

Der neue Bau ist als kompakter U-förmiger Baukörper geplant, bestehend aus einem langen Hauptbau (65 m x 20 m) in Ost-West-Richtung und zwei Seitenflügeln (20 m x 15 m) in Nord-Süd-Richtung. Die Architektur wird modern und eigenständig mit einheitlich gestalteten Fassaden sein. Der Bau strahlt Ruhe und Natürlichkeit aus, mit klar definierten geometrischen Linien. Durch eine sorgfältige Auswahl von Farben und Materialien sowie großzügigem Tageslichteinfall wird dem Gebäude ein warmer und freundlicher Charakter verliehen. Diese Gestaltung vermeidet jegliche klinische Atmosphäre und trägt dazu bei, eine patientenfreundliche Umgebung zu schaffen.

Das Geriatrische Zentrum in Görlitz wird durch eine einladende Hauptzufahrt an der Girbigsdorfer Straße erschlossen. Der Haupteingang an der nördlichen Hauptfassade führt zu einem freundlichen Wartebereich und einer effizienten Patientenanmeldung. Für den Zugang zu verschiedenen Etagen und Gebäudeteilen werden zentrale Aufzüge und Treppenhäuser genutzt, während übersichtliche Längsflure eine klare horizontale Struktur im Gebäude schaffen.

Im Erdgeschoss des Geriatrischen Zentrums in Görlitz befinden sich ein einladendes Foyer, die zentrale Patientenanmeldung, die Tagesklinik (20 Betten) mit verschiedenen Räumen für Untersuchungen, Behandlungen und Ruhe, sowie Bereiche für Physio- und Ergotherapie. Zudem gibt es einen Schulungsraum für Klinikmitarbeiter, Versorgungs- und Technikräume. Die oberen Stockwerke beherbergen zwei Pflegestationen mit insgesamt 60 Betten, ausgestattet mit Untersuchungs-, Behandlungs- und Therapieräumen. Das dritte Stockwerk beinhaltet Funktionsdiagnostik und Arztdienst. Im Untergeschoss sind Umkleideräume, Bettenaufbereitung, ein Abschiedsraum, ein Zentrallager und die zentrale Betriebstechnik geplant. Das Dachgeschoss wird für die zentrale Betriebstechnik der Lüftungsanlage genutzt. Der Neubau wird barrierefrei mit elektromotorisch betriebenen Eingängen, barrierefreien Stellplätzen, Aufzügen, Toiletten und breiten Fluren.

Zeitplanung: Baubeginn: 1. Quartal 2024 Fertigstellung: Ende 2026 Gesamtbauzeit: 3 Jahre
Kostenplanung: Gesamtkosten: rd. 30.300.000 € Förderung: 23.547.162,00 € Eigenmittelanteil: rd. 6.750.000 €