Immer mehr Patienten brauchen dringend medizinische Hilfe – Klinikum Görlitz handelt

Stabile Infektionszahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Durch den Aufnahmestopp im März steigt die Zahl dringend zu behandelnder Patienten.

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patient:innen im Landkreis Görlitz und auch in Sachsen ist weitgehend stabil. „Wir sind darüber sehr erleichtert“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. Im Klinikum selbst wird derzeit kein Covid-19 Patient betreut. Es gibt immer wieder viele Verdachtsfälle, deren Testergebnisse zum Glück negativ sind.

„Offenbar haben die Beschränkungen des Alltagslebens und der besonnene Umgang der Bevölkerung mit dieser Ausnahmesituation Wirkung gezeigt“, so die Geschäftsführerin. Das Klinikum musste im März wie alle Krankenhäuser, angesichts der prognostizierten Infektionszahlen und der dramatischen Bilder aus stark von Corona betroffenen Ländern, Kapazitäten für Covid-19 Patient:innen schaffen und vorhalten. Das ging nur mit einem Aufnahmestopp für alle anderen Patient:innen, bei denen ein zeitlicher Aufschub der Behandlungen medizinisch vertretbar war. Notfälle und schwere Erkrankungen, wie z.B. Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Krebserkrankungen, wurden unverändert im Klinikum versorgt.

Durch die Verschiebung von Therapien entwickeln sich nun aber zunehmend medizinische Problemsituationen. „Bei einigen dieser Patienten hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert und ein Aufschub der Behandlung ist nicht mehr vertretbar“, sagt der Medizinische Direktor des Klinikums, Dr. Eric Hempel. Das bedeutet, die Zahl an Patient:innen, die eine dringende medizinische Versorgung brauchen, wächst ständig an. Deshalb und angesichts des stabilen Infektionsgeschehens ist es an der Zeit, dass das Klinikum diesem wachsenden Bedarf an hochwertigen medizinischen Behandlungsleistungen entspricht. „Unsere Patientinnen und Patienten brauchen uns und unsere medizinisch-pflegerischen Leistungen. Deshalb müssen wir jetzt handeln.“ Das Klinikum wird schrittweise größere Teile seiner bisher für Covid-19 Patienten reservierten Kapazitäten den jetzt bedürftigen Patient:innen zukommen lassen. Alle diese Maßnahmen erfolgen in Einklang mit den Regelungen des Freistaates Sachsen für seine Krankenhäuser.

Sollte sich die Lage ändern und die Infektionserkrankungen dramatisch zunehmen, ist das Klinikum jederzeit vorbereitet. „Wir können innerhalb kürzester Zeit wieder eine Vollbremsung hinlegen, um Patientinnen und Patienten mit Covid-19 zu behandeln“, so die Geschäftsführerin. Das strenge Hygieneregime, der Besucherstopp, das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen und die Aufforderung zum Abstand halten, bleiben bestehen. Bei allen Handlungen orientiert sich das Krankenhaus an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes. „Es ist eine Herausforderung, aber wir möchten und müssen jetzt die stabile Lage nutzen, um auch die anderen Patientinnen und Patienten zu versorgen, die unsere dringende Hilfe brauchen“, so Frau Holtzsch. 

Mehr Informationen: www.klinikum-goerlitz.de/corona

Görlitz, 24. April 2020.

Katja Pietsch, M.A.

Pressesprecherin & Leiterin Unternehmenskommunikation

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