Klinikum geht nächsten Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung

Pflegekräfte erfassen mit modernen Vitalzeichenmonitoren automatisch eine komplette Reihe von Vitalwerten der Patienten. In nur einer Minute ermitteln sie so den Early Warning Score.

Pflegekräfte im Städtischen Klinikum Görlitz nutzen jetzt Connex Spot Monitore. Das sind moderne Vitalzeichenmonitore, die elektronisch die Messung eine Reihe von Vitalwerten am Patienten effektiv, schnell und präzise vornehmen. Je nach Konfiguration werden Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Pulsfrequenz und Temperatur ermittelt. Darüber hinaus lassen sich bis zu 20 weitere Parameter wie Größe, Gewicht, Ruhe- und Belastungsschmerz sowie Atmung eingeben.

Die Pflegekräfte wissen so innerhalb einer Minute, wie es dem Patienten geht. Der ermittelte Early Warning Score dient der Einschätzung der Dringlichkeit und Intensität medizinischer Maßnahmen. Anschließend können die Werte auf Knopfdruck direkt und ohne Verzögerung an die elektronische Patientenakte übermittelt werden. Dadurch kommt es zu einer effektiveren Dokumentation sowie einer Reduktion von Fehlern und Zeitaufwand.

Eine Krankenschwester misst die Vitalwerte bei einem Patienten.

Stationsleiterin Diana Fröhlich misst mit dem neuen Connex Spot Monitor die Vitalwerte des Patienten. Foto: Paul Glaser

Die 15 Connex Spot Monitore im Wert von ca. 100.000 Euro wurden mit Fördermitteln vom Freistaat Sachsen zur Digitalisierung der Patientendaten am Bett angeschafft. Die Einführung der Monitore ist ein weiterer Schritt der Digitalisierung im Görlitzer Klinikum, welches seit 2017 schrittweise die elektronische Patientenakte einführt. Sie soll die Papierakte ersetzen und enthält alle Befunde und Auskünfte, die zu den Patienten des Klinikums erhoben und gespeichert werden. Neben personenbezogenen Daten (Alter, Geschlecht, Gewicht etc.), beinhaltet die e-Akte Informationen über die Medikamente, die der Patient einnimmt, über Vorerkrankungen, Allergien sowie weitere Erkrankungen oder Beeinträchtigungen, die bei der Behandlung berücksichtigt werden müssen. Außerdem werden alle rechtlich geforderten Dokumentationen im Behandlungsverlauf der Patienten elektronisch abgebildet und lösen nach und nach die Erfassungsgrundlagen in Papierform ab.

Das Klinikum investiert für die Einführung der e-Akte ca. 500.000 Euro in die Anschaffung mobiler PC-gestützter Arbeitsplätze (elektronische Visitenwagen, leistungsfähige Laptops, Barcodescanner), Entwicklung und Implementierung verschiedener Software in allen Kliniken und Bereichen. Hinzu kommen Kosten für Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die personelle Betreuung der neuen Softwarelösung im Haus. Die Einführung der elektronischen Patientenakte erfolgt in mehreren Stufen. „Die Vorteile sind enorm. Die elektronische Patientenakte ist von jedem PC-gestützten Arbeitsplatz im Klinikum aufrufbar“, sagt René Mönnich. Der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger/Case Manager arbeitet in der IT-Abteilung und ist für die Einführung des Systems im Klinikum zuständig. Seit Anfang 2017 bringt er seine Stations- und Klinikerfahrungen in die Entwicklung und Umsetzung der e-Akte ein. „Alles ist gut lesbar, transparent und hat eine klare einheitliche Struktur“, beschreibt Pflegedirektorin Birgit Bieder die Vorteile. Sie begleitet die Einführung der elektronischen Patientenakte als Projektleitung von Seiten der Krankenhausleitung. Der Prozess soll voraussichtlich im Jahr 2020 abgeschlossen sein.

 

Görlitz, 14. Oktober 2019

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