Klinikum macht auf Demenz aufmerksam

Mit einer wunderbaren Aktion unter dem Motto "Wir müssen reden" rückte das demenzsensible Klinikum Görlitz gemeinsam mit der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V. am Weltalzheimertag die Situation der Betroffenen und Angehörigen von Demenz in den Mittelpunkt.

Klinikum Görlitz macht auf Demenz aufmerksam

"Wir müssen reden" - das war Motto des diesjährigen Weltalzheimertages am 21. September. Rund um den Globus fanden Aktionen und Aktivitäten zum Thema Demenz statt. Ziel war es, die Erkrankung und die Situation der Betroffenen und Angehörigen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Auch das Städtische Klinikum Görlitz hat auf die Erkrankung und die Situation der Betroffenen und Angehörigen aufmerksam gemacht.

Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch, Oberbürgermeister Octavian Ursu, Bärbel Schuster (Geschäftsführernder Vorstand der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V.) und Günter Püschel von der Selbsthilfegruppe Demenz richteten kurze und eindrucksvolle Worte an den (coronabedingt kleinen) Teilnehmerkreis.

Doch mehrere große Zeichen konnten gesetzt werden: 100 Brieftauben wurden auf den Weg geschickt (passend zum Motto "Wir müssen reden"), ein Gingko-Baum gepflanzt, Wünsche vorgelesen - alles, um das Thema in die Öffentlichkeit und ins Bewusstsein zu rücken. Das ist so wichtig, denn 47 Millionen Menschen weltweit sind von Demenzerkrankungen betroffen. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Information und Aufklärung über die Erkrankung und die Situation der Betroffenen tragen dazu bei, dass die Akzeptanz für Menschen mit Demenz steigt.

 

Das Klinikum trägt als demenzsensibles Krankenhaus eine besondere Verantwortung. Es hat sich bereits 2013 auf die speziellen Anforderungen dieser Patientengruppe eingestellt. Denn diese braucht in einem Krankenhaus eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Die Patient:innen sind nicht wegen ihrer Demenz im Klinikum. Sie haben eine andere Erkrankung, z.B. einen Knochenbruch oder ein Herzleiden, weswegen sie stationär behandelt werden müssen. Die Demenz ist dann „nur“ eine Nebendiagnose, die sich jedoch auf den  gesamten Behandlungsverlauf auswirkt. Nicht nur, dass die Patient:innen krank werden und vielleicht operiert werden müssen. Sie sind aus ihrem gesamten Umfeld gerissen. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ist das eine kaum aushaltbare Situation. Deshalb hat das Klinikum in den vergangenen Jahren viel auf die Beine gestellt.

Zum Beispiel wurden 34 demenzbeauftragte Pflegekräfte auf den Stationen speziell geschult. Das Klinikum hat Orientierungshilfen geschaffen, damit sich die Patientinnen und Patienten besser zurecht finden. Alltagsgegenstände zur Beschäftigung in so genannten Demenzboxen stehen zur Verfügung. Die Angehörigen haben die Möglichkeit des RoomingIn, das heißt, sie können bei ihren Lieben bleiben. Es gibt besondere Maßnahmen und Pflegetherapien, spezielle Demenzkost sowie besonderes Schmerzmanagement. Das Klinikum bietet zudem auch für die Diagnostik von Demenz und die Versorgung von Demenzpatient:innen ausgezeichnete Bedingungen: In der Neurologie und der Psychiatrie/Gerontopsychiatrie sowie der Klinik für Geriatrie. "Wir wollen damit den Patient:innen und auch unserem Personal helfen", sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch.

Organisiert haben die Aktion zum Weltalzheimertag die Demenzkoordinatorin des Klinikums, Mechthild Guthke, mit Unterstützung der Ehrenamtskoordinatorin Monika Gales. Mitveranstalter war die Landesinitiative Demenz Sachsen e.V., die die Veranstaltung finanzierte. Nicht nur die heutige Aktion, sondern auch entsprechend gestaltete Schaufenster in der Thalia Buchhandlung auf der Berliner Straße machen auf das Thema "Demenz" aufmerksam.

Görlitz, 21. September 2020.

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Katja Pietsch, M. A.

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