Klinikums Psychiatriechefarzt geht in den Ruhestand

Privatdozent Dr. med. habil. Thomas Reuster (Foto) leitete die Klinik elfeinhalb Jahre. Sein Nachfolger ist Dr. Dirk Schmoll. Er beginnt am 1. Januar 2021 seine Tätigkeit als Chefarzt.
Thomas Reuster

Görlitz, 22.12.2020. Der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Städtischen Klinikums Görlitz, Privatdozent Dr. med. habil. Thomas Reuster, verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand. Dr. Reuster leitete die Klinik seit 1. Juli 2009. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Diagnostik und Therapie von Suchterkrankungen und affektiven Störungen (Depressionen, Bipolare Störungen). Besonders verdient gemacht hat er sich im Bereich der Gerontopsychiatrie, also der Behandlung von älteren Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sein Nachfolger, Dr. Dirk Schmoll, bringt ebenfalls auf allen diesen Gebieten eine hohe fachliche Expertise mit. Dr. Schmoll übernimmt am 1. Januar 2021 die Leitung der Klinik. „Ich freue mich sehr, dass das Klinikum einen so versierten Kollegen gewonnen hat“, sagt Dr. Reuster.

Mit Blick auf die Zukunft sieht Dr. Reuster weiterhin die Suchtproblematik und vor allem alterspsychiatrische Erkrankungen als Schwerpunkte in Görlitz. Drogen, insbesondere Amphetamine wie Speed, Extasy und Crystal Meth sind ein großes Problem in der Grenzregion. Zudem gibt es auf Grund der demografischen Entwicklungen immer mehr Patient:innen mit Altersdepression, Demenzen unterschiedlicher Art und/oder Durchblutungsstörungen des Gehirns mit der Folge von Wahrnehmungs- und Verhaltensstörungen. „Die psychiatrische Behandlung älterer und alter Menschen unterscheidet sich deutlich von der Behandlung jüngerer. Hören, Sehen und Bewegungsfähigkeit sind oft eingeschränkt, das Denktempo reduziert und die Stoffwechselprozesse verlangsamt. Letzteres erfordert zum Beispiel eine sehr sorgfältige Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln“, beschreibt Dr. Reuster die Besonderheiten der Gerontopsychiatrie.

Nicht nur in der Psychiatrie sondern fachübergreifend hat sich das Klinikum Görlitz auf die Betreuung von Menschen mit demenziellen Veränderungen ausgerichtet. Neben der Diagnostik in der Psychiatrie und der Neurologie bietet die Akutgeriatrie die notwendigen Bedingungen für die Betreuung.

Einen besonderen Plan für seinen Ruhestand hat Dr. Reuster nicht. Im Gegenteil, derzeit arbeitet er zusammen mit dem Springer-Verlag an der Herausgabe eines Buches. „Das ist das Ergebnis des Symposiums, welches wir im Herbst hier durchgeführt haben“, sagt der Arzt. Teilnehmer aus ganz Deutschland tauschten sich in Görlitz zu dem Thema „Brücken zwischen Philosophie und Psychiatrie“ aus. „Diese Veranstaltung ist außerordentlich gut angekommen, so dass alle Vorträge nun in einem Buch veröffentlicht werden sollen.“ Insofern ist Dr. Reuster mindestens bis Mitte 2021 ausgebucht.

„Wir danken Dr. Reuster für seine hervorragende Arbeit. Mit seiner Hilfe und der seines Teams konnten viele Menschen wieder neuen Lebensmut finden. Er hat durch sein Wirken und die Zusammenarbeit mit den Kliniken im Haus sowie mit Einrichtungen außerhalb dafür gesorgt, dass die Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Bevölkerung größer geworden ist“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch.

Mehr zur Klinik: psychiatrie.klinikum-goerlitz.de

 

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