Ministerpräsident besichtigt Frauen-Mutter-Kindzentrum im Städtischen Klinikum Görlitz

Mit knapp 20 Millionen Euro fördert der Freistaat das Projekt für die Menschen in der Region. Michael Kretschmer überzeugte sich vor Ort vom Baufortschritt.

Im Städtischen Klinikum Görlitz entsteht derzeit das modernste Frauen-Mutter-Kindzentrum in Sachsen. Ministerpräsident Michael Kretschmer besichtigte heute den Baufortschritt. Künftig werden in dem dreigeschossigen Gebäude alle medizinischen Leistungen für Frauen, Mütter und Kinder fachübergreifend an einem Ort gebündelt. „Ich freue mich sehr auf das neue Frauen-Mutter-Kindzentrum. Es ist ein Meilenstein für unser Krankenhaus und es macht es zukunftssicher. Es gibt zugleich die Richtung für die weitere Entwicklung dieses historischen Areals vor“, sagte Michael Kretschmer im Anschluss. Während der Besichtigung nutzte er die Gelegenheit, mit Ärzten und Pflegekräften über ihre Arbeit ins Gespräch zu kommen. Er holte sich dabei Informationen zu aktuellen Themen wie Fachkräftemangel und Bürokratie im Gesundheitswesen aus erster Hand ein.

Im Frauen-Mutter-Kindzentrum im Görlitzer Klinikum werden die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie unter modernsten medizinischen und pflegerischen Bedingungen für die Patienten da sein. Insgesamt stehen auf einer Nutzfläche von 4.042,83 Quadratmetern 73 Betten, 63 Patientenzimmer und drei Operationsräume zur Verfügung. Dazu wurde der denkmalgeschützte, u-förmige Altbau (C-Flügel) vollständig saniert und mit einem Neubau als Querriegel geschlossen. Neu- und Altbau sind miteinander verbunden, was für kurze Wege, günstige Arbeitsabläufe und moderne Bedingungen für Personal und Patienten sorgt.

Sieben Personen und ein Fotograf stehen in einem Raum und unterhalten sich.

Michael Kretschmer im Gespräch mit den Chefärzten, deren Kliniken in das Frauen-Mutter-Kindzentrum einziehen. (Auf dem Foto zu sehen sind: v.l.n.r. SZ-Fotograf, Uwe Kellert (Planungsbüro LPA), dr. Katalin Müller (Chefärztin Kinderklinik), Dr. Torsten Nadler (Chefarzt Frauenklinik, Leiter Mammazentrum) Ulrike Holtzsch (Geschäftsführerin des Klinikums), Michael Kretschmer, Thomas Lieberwirth (Kaufmännischer Direktor), Dr. Steffen Handstein (Chefarzt Plastische Chirurgie, Leiter Mammazentrum)

Ein Mann und eine Frau stehen an einem Stehtisch und unterhalten sich.

Ministerpräsident Michael Kretschmer im Gespräch mit der Klinikums-Chefin Ulrike Holtzsch. Neben dem Bau waren auch Fachkräftemangel und Bürokratie im Gesundheitswesen Thema des Besuchs.

Derzeit werden Restarbeiten an Rohbau sowie Estrich- und Trockenbauarbeiten durchgeführt. Elektriker, Haustechniker, Fußboden- und Fliesenleger, Maler, Fensterbauer und Innenhofgestalter sind emsig mit der Fertigstellung beschäftigt. „Den Bauverzug aus dem vergangenen Jahr konnten wir leider nicht aufholen“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. Weitere baubedingte Verzögerungen durch ausführende Firmen haben das Klinikum im Zeitplan ebenfalls zurückgeworfen. Mit der bautechnischen Fertigstellung ist daher voraussichtlich im November 2019 und mit der Inbetriebnahme Anfang des nächsten Jahres zu rechnen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt ca. 32,6 Mio. Euro. Das sind auf Grund von konjunkturbedingten Baukostensteigerungen knapp 4,3 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant, die das Klinikum aus eigener Kraft stemmen muss.

Hintergrund & Geschichte Dieses Projekt ist Folge einer unglücklichen baulichen Entwicklung im Klinikum. Mit dieser Maßnahme soll der Wegfall eines großen Gebäudekomplexes (Haus H) kompensiert werden. Ursprünglich sollte im Haus H die Kinderklinik saniert werden. Dafür hatte das Ministerium bereits 4,2 Mio. Euro Förderung bewilligt. Im Zuge der Vorbereitung zur Sanierung wurden Anfang 2014 Bestandsuntersuchungen des H-Hauses durchgeführt. Diese ergaben erhebliche Sicherheitsdefizite. Die Bauaufsicht entschied, dass das Gebäude nicht weiter betrieben werden durfte. Die Standsicherheit war nicht mehr gewährleistet. Das Klinikum musste innerhalb kürzester Zeit Lösungen finden, um die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten, den Verlust von mehr als 5.700 Quadratmetern Nutzfläche zu kompensieren und die Patientenversorgung weiterhin zu sichern.

Görlitz, 13. Juni 2019

Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Katja Pietsch, M.A.

Pressesprecherin & Leiterin Unternehmenskommunikation

Telefon
+49 3581 37-3510
E-Mail-Adresse
E-Mail