Palliativbetreuung lindert das Leiden schwerstkranker Patienten

Diana Fröhlich und Janine Dolezel stellen am 19. Juni im Klinikum Görlitz praxisnah die palliative Pflege vor. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte und pflegende Angehörige.

Palliativmedizin und Palliativtherapie gehen in der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Strahlentherapie und Palliativmedizin (kurz KOSP) im Städtischen Klinikum Görlitz Hand in Hand. „Wir möchten die Lebensqualität von Patienten und Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind, verbessern“, sagt Diana Fröhlich. Die erfahrene Pflegekraft leitet die Station der KOSP. In der Praxis bedeutet diese Herangehensweise, dass die Behandlung individuell auf jeden einzelnen Patienten ausgerichtet ist.

Blick in ein Patientenzimmer.

Besonders eingerichtete Palliativzimmer sorgen im Klinikum für eine würdevolle Atmosphäre.

Drei Hände berühren sich.

Aromapflege und Einreibung unterstützen das Wohlbefinden bei Palliativpatienten. Foto: N. Wittig

Patienten, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, können dank moderner Medizin oft länger leben und älter werden. Doch gehen mit den Leiden begleitende Beschwerden einher. Die Patienten haben Schmerzen, Übelkeit, Angst, Atemnot, Unruhe. Ziel der Palliativmedizin ist es, diese Begleiterscheinungen zu lindern. „Palliativmedizin ist lebensbejahend“, sagt Dr. Rüdiger Karbaum, Chefarzt der KOSP. „Wir geben nicht einfach nur Schmerzmittel. Wir lassen die Patienten auch an allen anderen Möglichkeiten, die Symptome zu lindern, teilhaben.“ So könne manchmal eine kurzzeitige Bestrahlung schmerzhafter Knochenmetastasen die beste Schmerztherapie sein.

Palliativmedizinisch ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte kümmern sich im Städtischen Klinikum Görlitz fachübergreifend um die Patienten. Sie lindern ihre Schmerzen mit gezielten Therapien. Die Palliativtherapie respektiert die Wünsche der schwerstkranken Patienten: Was tut ihnen gut? Was ist für den Patienten hilfreich und unterstützend?
„Der Verlust der Gesundheit und das Wissen darum, dass das Leben zu Ende geht, ist für alle Beteiligten schwierig. Palliative Betreuung versucht, diese Zeit würdevoll zu gestalten und vor allem das Recht auf Selbstbestimmung des Patienten zu fördern“, sagt Pflegedienstleiterin Janine Dolezel. Gemeinsam mit Diana Fröhlich spricht sie am 19. Juni ab 17:30 Uhr zur palliativen Pflege. Der Vortrag gibt viele praktische Tipps auch für pflegende Angehörige.

Vortrag: „Pflege in der Palliativtherapie – Den Tagen Leben geben!“ 19. Juni 2019, 17:30 Uhr, Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz gGmbH, Girbigsdorfer Str. 1-3, 02828 Görlitz.

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Katja Pietsch, M.A.

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