Palliativmedizin im Klinikum Görlitz geht über Grenzen

Eine Delegation tschechischer Ärzte, Pflegekräfte und weiterer Mitarbeiter eines Prager Krankenhauses besucht das Klinikum. Sie tauschen Erfahrungen zur Palliativmedizin aus.

Vom 7. bis zum 9. Juni wird eine Delegation tschechischer Ärzte, Pflegekräfte und weiterer Mitarbeiter eines Prager Krankenhauses die Klinik für Onkologie/Hämatologie, Strahlentherapie und Palliativmedizin des Görlitzer Klinikums besuchen. Grund dafür ist ein Erfahrungsaustausch über palliativmedizinische Themen. Es sollen aber insbesondere auch die unterschiedlichen Sozialsysteme beider Länder mit ihren Auswirkungen auf das individuelle Patientenschicksal am Lebensende diskutiert werden. Geplant sind gemeinsame Gespräche, Diskussionen, Vorträge und Visiten. Eingebunden sind neben Ärzten und Pflegekräften auch Mitarbeiter des Sozialdienstes.                  

Das Städtische Klinikum Görlitz verfügt über eine hohe Kompetenz in der Palliativmedizin. Es ist mit mehreren palliativmedizinisch ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften in verschiedenen Abteilungen sowie speziell ausgestatteten Räumlichkeiten in der Onkologie ein wichtiges Zentrum für palliativmedizinische Belange in unserer Region. Der Leiter der tschechischen Delegation, MUDr. Josef Valchar, kennt diese Kompetenz, denn er war bis vor etwa einem Jahr als Facharzt für Strahlentherapie am Städtischen Klinikum Görlitz tätig. Jetzt, als Chefarzt in Prag, sieht er große Unterschiede auf dem Gebiet der Palliativmedizin zwischen beiden Ländern: „Meine Mitarbeiter sollen ein Gefühl dafür bekommen, welche spezifischen Maßnahmen in Deutschland vom Krankenhaus aus eingeleitet werden, damit auch schwerkranke und sterbende Patienten optimal in der für sie geeigneten Umgebung versorgt werden können“. Er selbst möchte seine Erfahrungen auffrischen.

Dr. med. Rüdiger Karbaum

MUDr. Josef Valchar

Die Kolleginnen und Kollegen in Görlitz versprechen sich ebenfalls einen wichtigen Erkenntnisgewinn. Chefarzt Dr. Rüdiger Karbaum formuliert es so: „Welche Erfahrungen können wir von der tschechischen Seite übernehmen? Sind unsere oftmals komplizierten und bürokratischen Regelungen wirklich immer optimal? Wie machen andere das? Und nicht zuletzt – wofür müssen wir uns vielleicht in unseren jeweiligen Heimatländern besonders engagieren, um bestehende Defizite beseitigen zu können?“ Die Vorfreude auf das Treffen verbindet Dr. Karbaum mit dem Dank an Dr. Karen Brandt. Sie vertritt seit Jahren die Palliativmedizin im Klinikum maßgeblich und hat auf deutscher Seite die Organisation des Treffens übernommen.

 

Görlitz, 4. Juni 2018

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