Schenkelhalsbruch – Der Anfang vom Ende?

Alterstraumatologie: Unfallchirurgen und Altersmediziner (Geriater) kümmern sich im Klinikum Görlitz gemeinsam um die Versorgung altersbedingter Knochenbrüche. Vortrag am 20.3., 17:30.

Chirurgen können heutzutage die schwierigsten Knochenbrüche „reparieren“. Dafür nutzen sie verschiedene Operationsmethoden und setzen modernste Endoprothesen ein. Zu einem Schenkelhalsbruch kommt es besonders häufig im Alter, wenn die Knochen durch Osteoporose nicht mehr so fest sind. Solch ein Bruch sollte idealerweise innerhalb von 24 Stunden operiert und die Patienten altersgemäß versorgt werden. „Nicht selten sind die Stürze Folgen von altersbedingten Erkrankungen wie Demenz oder Sehschwäche“, sagt Dr. Uwe-Karsten Schöbel, Chefarzt der Unfallchirurgie im Klinikum Görlitz. Deshalb kümmern sich die Unfallchirurgen gemeinsam mit den Altersmedizinern im Klinikum um die Senioren.

Dr. med. Uwe-Karsten Schöbel

Das Klinikum Görlitz hat für eine noch bessere Betreuung der Patienten ein geriatrisches Screening eingeführt. „Bei diesem werden Patienten über 75 Jahre anhand einer Checkliste nach typischen, altersbedingten Problem- und Risikokonstellationen eingeschätzt, die für die weitere Behandlungsplanung wichtig sein können“, erläutert Dr. Stefan Zeller, Chefarzt der Klinik für Geriatrie.

Dieses Screening wird in der Notaufnahme und bereits auch auf der unfallchirurgischen Station A3 des Klinikums eingesetzt. „Unsere geriatrischen Patienten brauchen mehr Betreuung“, sagt Stationsleiterin Ute Pietsch. Anhand des Screening-Ergebnisses setzt sich ein Arzt aus der Geriatrie mit dem Patienten und gegebenenfalls auch Angehörigen zusammen, um über die weitere Behandlung zu beraten. Patienten, bei denen es aus medizinischer Sicht zum Genesungsprozess beiträgt, werden nach der Operation in die Geriatrie verlegt. Dort erhalten sie eine altersgemäße Betreuung ihrer zum Teil verschiedenen altersbedingten Erkrankungen wie z.B. Demenz, Immobilität, Sturzneigung, gestörtes Essverhalten usw. „Viele Patienten sind froh darüber, weil sie hier in der Nähe ihres Zuhauses rehabilitiert werden und nicht unbedingt zur Kur müssen“, sagt Schwester Ute Pietsch weiter.

Die professionelle Rehabilitation ist nach einem Schenkelhalsbruch ein wesentlicher Baustein, um die Patienten schnell wieder fit und mobil zu machen. „Früher starben zirka 50 Prozent der Patienten mit einem Oberschenkelhalsbruch, aber nicht an der Fraktur“, sagt Dr. Schöbel. Vielmehr führen - auch heute noch - Herzkreislauferkrankungen, Harnwegsinfekte, Thrombosen oder Lungenentzündungen zum Versterben. „Die hüftgelenksnahen Frakturen sind bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren die häufigsten und schwerwiegendsten“, sagt Oberarzt Dr. Steffen Weihrauch, der gemeinsam mit Dr. Schöbel und Physiotherapeutin Kristin Hohenberger am 20. März erklärt, wie die Ärzte im Städtischen Klinikum Görlitz Oberschenkelhalsbrüche behandeln, so dass die Patienten schnellstmöglich wieder mobilisiert werden können.

Vortrag: „Schenkelhalsbruch – der Anfang vom Ende?“ Mittwoch, 20. März 2019 um 17:30 im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz. Eintritt ist frei.

 

Görlitz, 13. März 2019

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