Der "alte" Mensch als Notfallpatient

Welche Herausforderungen bringen betagte Patienten für die notfallmedizinische Versorgung? Was müssen Ersthelfer und alle anderen besonders beachten? Referent: Dr. Mark Frank, Leiter der Notaufnahme des Klinikums.

Görlitz, 03. Februar 2020. Die Zahl der älteren Menschen steigt, auch die Notaufnahmen und Rettungsdienste müssen sich darauf einstellen. Ältere Menschen haben oft mehrere Erkrankungen zugleich. Der Notfall, wegen dem sie behandelt werden müssen, ist meist nur eines von verschiedenen Leiden. Ebenso spielen Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten in der Akutversorgung eine Rolle. Wenn schwere Vorerkrankungen vorliegen und der Patient bereits verschiedene Medikamente einnimmt, ist die Notfallversorgung besonders anspruchsvoll – sowohl am Unfallort als auch in der Klinik. Neben der dringlich medizinischen Versorgung ist vor allem menschliche Zuwendung bei Notfallpatienten wichtig. Wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt – ein Unfall zu Hause oder eine plötzliche Erkrankung – bedeutet das für jeden ein hohes Maß an Stress. Für ältere Menschen, die darüber hinaus häufig an demenziellen Erscheinungen leiden, sind das Ausnahmesituationen. Sie sind verwirrt und ängstlich. Hier ist viel Einfühlungsvermögen von allen Beteiligten gefragt – und das unter dem hohen Druck der Notfallversorgung.
 

Mark D. Frank

Dr. Mark D. Frank

Das Städtische Klinikum Görlitz ist als demenzsensibles Krankenhaus besonders gut auf die Behandlung und Versorgung älterer Patienten eingestellt, denn sie nehmen im klinischen und stationären Alltage eine wichtige Rolle ein. Auch die Akutversorgung in der Notaufnahme und durch die Notärzte vor Ort ist darauf ausgerichtet

Dr. Mark Frank, Leiter der interdisziplinären Notaufnahme des Klinikums, spricht am Mittwoch, dem 5. Februar, ab 17:30 Uhr im Konferenzzentrum über den „alten“ Mensch als Notfallpatient und darüber, welche Herausforderung das für alle ist und wie man diese meistern kann.