Görlitzer Aortenscreeningtag am 11. Mai von 9 bis 11 Uhr im Städtischen Klinikum Görlitz

Tickende Zeitbombe rechtzeitig erkennen! Die Hauptgefahr eines Aneurysmas– einer Aussackung der Bauchschlagader – besteht darin, dass es plötzlich platzt und es zur inneren Verblutung kommt. Das rechtzeitige Erkennen kann Leben retten.

Am 11. Mai lädt das Städtische Klinikum zum 4. Görlitzer Aortenscreening-Tag ins Klinikum ein. Hier können Männer und Frauen ab 65 Jahren abklären lassen, ob sie an einem Aneurysma, also einer Erweiterung der Bauchschlagader, leiden. Das rechtzeitige Erkennen eines Aneurysmas kann Leben retten. Die Hauptgefahr besteht darin, dass es plötzlich platzt und es zur inneren Verblutung kommt. Gefäßspezialisten führen dafür am Aktionstag eine Vorsorgeuntersuchung mittels Ultraschall (Screening) durch. Diese Untersuchung ist komplett schmerzlos und strahlenfrei. „Wir können hiermit ein Aneurysma frühzeitig erkennen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen“, sagt Dr. Marco Krahl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Klinikum. Das Team um Dr. Krahl behandelt im Jahr ca. 50 Patienten mit einem Aortenaneurysma. Dabei wird bei etwa 20 Patienten eine operative Ausschaltung des Aneurysmas durchgeführt.

Sechs Personen stehen in einem Gang und schauen in die Kamera.

Gefäßspezialisten (v.l.n.r.): Dr. Hans-Steffen Gabel, Chefarzt Dr. Marco Krahl, Chefarzt Dr. Stefan Zeller, Oberärztin Dr. Daniela Zeller, Bernhard Fankhänel und Oberarzt Dr. Jörg Richter Foto (Klinikum Görlitz)

Die Experten wenden überwiegend ein minimal invasives Operationsverfahren mit einer endovaskulären Aneurysmaausschaltung (Stent) an. Aber auch die offene chirurgische Versorgung hat weiterhin ihren Stellenwert. Im Gefäßteam des Klinikums arbeiten drei Gefäßchirurgen, ein Assistent in fortgeschrittener Weiterbildung sowie ein Angiologe zusammen. Wir kooperieren eng mit den niedergelassenen Gefäßmedizinern Dr. Hans-Steffen Gabel und Dr. Wolfram Oettler sowie den Kardiologen Dipl.-Med. Peter Ullrich und Dr. Carsten Rodewald.

Aufgrund der guten strukturellen Voraussetzungen können im Görlitzer Klinikum alle Arten von arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen rund um die Uhr behandelt werden. Dazu gehören neben der Versorgung des abdominellen Aortenaneurysmas:

wiederherstellende Operationen an den Schlagadern durch offene, endovaskuläre oder Kombinationseingriffe
Anlegen von künstlichen Blutgefäßen zur Überbrückung von Verschlüssen im Becken-Bein-Bereich
Krampfader-Operationen
Behandlung diabetischer Fußerkrankungen
Anlegen aller Arten von Dialysezugängen
Durchführung medikamentöser Behandlungen zur Verbesserung der Durchblutung und Auflösung von Blutgerinnseln durch Katheterverfahren
operative Korrektur von Gefäßmissbildungen

4. Görlitzer Aortenscreening-Tag am 11. Mai von 9-11 Uhr

Screening: (9-11 Uhr) im Haus A – Raum E 239-241 (nahe der Magistrale, der Ort ist ausgeschildert). Das Screening führen durch: Dr. Hans-Steffen Gabel, Dr. Marco Krahl, Dr. Stefan Zeller

Vortrag: (9:30 Uhr) „Tückische Falle Aortenaneurysma“ im Konferenzzentrum (über dem Haupteingang) von Dr. Daniela Zeller.