Kommunikation bei Menschen mit Demenz

Pflegeexpertin Mechthild Guthke spricht am 19.09. ab 17:30 Uhr über die Herausforderungen im Umgang mit dementen Patienten.

Die Merkfähigkeit nimmt ab, das Sprachvermögen verschlechtert sich, der Tag-Nacht-Rhythmus ist gestört, die Sturzgefahr nimmt zu und die Selbstständigkeit nimmt ab. Je nach Schweregrad beziehungsweise Stadium der Demenzerkrankung verändert sich das Verhalten des betroffenen Patienten. Das ist sowohl für pflegende Angehörige als auch für Pflegepersonal eine enorme Herausforderung.

Aber auch für den Demenzkranken wird es nicht einfacher. Demente Patienten registrieren durchaus, dass selbst einfache Abläufe nur mit fremder Hilfe bewältigt werden können. Das Selbstwertgefühl der Patienten sinkt und Gefühle wie Angst, Unruhe, Ärger, Unzufriedenheit und Misstrauen verstärken sich. Als Schutzstrategie leugnen viele demente Patienten ihr Fehlverhalten, beschuldigen andere oder isolieren sich.

Mechthild Guthke

Mit der richtigen Ansprache und Kommunikation kann das Selbstwertgefühl von dementen Patienten auch wieder gestärkt, Vertrauen aufgebaut und Ängste abgebaut werden. Wiedersprechen und berichtigen verunsichert den Dementen. Besser ist es, in ruhiger Art und Weise zu sprechen, die gleichen Worte zu wiederholen und Zustimmung sowie Verbundenheit zu bekunden. Denn auch wenn sich viele Fähigkeiten bei einer Demenzerkrankung verschlechtern, die Fähigkeit Gefühle zu erkennen und auszudrücken bleibt.

Worauf es darüber hinaus bei der Kommunikation mit Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, zu achten ist, erklärt Mechthild Guthke in ihrem Vortrag „Kommunikation bei Menschen mit Demenz“. Start: 19. September 2018 um 17:30 Uhr im Konferenzzentrum über dem Haupteingang. Städtisches Klinikum Görlitz‚ Girbigsdorfer Str. 1-3.