Der Oktober ist internationaler Brustkrebsmonat. Das Mammazentrum startet erneut gemeinsam mit regionalen Geschäften und Gesundheitseinrichtungen eine Aufklärungskampagne.

Auch in diesem Jahr hängen wieder die rosa-blau-farbenen Anhänger in Arztpraxen, Physiotherapien, Apotheken, Sanitätshäusern, in Boutiquen für Bekleidung, Miederwarengeschäften, bei Friseuren und an vielen anderen Orten. Darauf stehen die Worte: „Eine von Neun“. Auf der Rückseite des Anhängers steht ein Aufruf: „Nehmen Sie sie selbst in die Hand!

Statistisch gesehen erkrankt eine von neun Frauen an Brustkrebs. Ein wichtiges Mittel, den Krebs so früh wie möglich zu erkennen, ist die Selbstvorsorge. „Es ist unser Ziel, Frauen für das Thema Selbstvorsorge durch Selbstuntersuchung ihrer Brust und durch Vorsorgeuntersuchungen zu sensibilisieren“, sagt Manuela Böttcher, Koordinatorin des Mammazentrums. Das frühe Erkennen kann entscheidend für den Verlauf und die Heilung des Brustkrebses sein. „Wir konnten weit über 1.000 Anhänger verteilen. Danke für die tolle Unterstützung der Geschäfte und Einrichtungen.“

Die seit 2014 immer im Brustkrebsmonat Oktober durchgeführte Kampagne widmet sich der Aufklärung der Erkrankung selbst, der Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen und der Diagnostik und Therapie. Besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem familiären Brustkrebsrisiko. Außerdem ist am 17.10.2018 internationaler Bra-Day (internationaler Tag zur Aufklärung über die Möglichkeiten der Brustrekonstruktion) und so informiert das Mammazentrum auch über die Möglichkeiten hier bei uns in Görlitz. Am 16.03.2019 lädt das Mammenzentrum zum 4. Deutschen Lymphtag ein, Beratung über Therapie und Prophylaxe sowie unterstützende Kleidung u.v.m.

Bereits zum sechsten Mal in Folge steht Dr. Steffen Handstein auf der Focus-Liste für Top Mediziner in Deutschland. Lesen Sie mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Regelmäßig organisieren wir unser Mammacafé zum gemeinsamen Gedankenaustausch und Krafttanken.

Der nächste Termin ist am 15. November 2018 um 15 Uhr in unserem Konferenzzentrum.

Kontakt für Rückfragen:

Manuela Böttcher
Koordinatorin Mammazentrum Ostsachsen
+49 3581 37-3203

 

Wir freuen uns, Ihnen folgende Termine für DKMS-life Kosmetikseminare anbieten zu können:

29.08.2018
28.11.2018

jeweils mittwochs 15.30 Uhr im Konferenzraum 4, Haus 8 (Gebäude neben Haus R mit der Station H4).

Das für Krebspatientinnen kostenfreie Kosmetikseminar von DKMS-life "look good feel better" richtet sich an erkrankte Frauen, die sich in einer Therapie befinden. Ziel ist es, beim Kampf gegen die äußerlichen Spuren der Erkrankung zu unterstützen und zu zeigen, dass Kosmetik mehr sein kann als nur Make up.

Bei Interesse bitte verbindliche Anmeldung über
Manuela Böttcher
+49 3581 37-3203 oder
mammazentrum(at)klinikum-goerlitz.de

Die Plätze sind begrenzt (max. 10 Teilnehmerinnen pro Seminar).
Weitere Informationen: www.dkms-life.de/programme-seminare/

Am Samstag, 17.03.2018, fanden bundesweit an vielen Orten Veranstaltungen im Rahmen des 3. Deutscher Lymphtags statt. Initiiert wurde der Lymphtag durch den Verein zur Förderung der Lymphoedemtherapie e. V. Von Anfang an waren die Sanitätshaus Rosenkranz GmbH und das Mammazentrum Ostsachsen am Städtischen Klinikum einig, sich an dieser Initiative mit einer regionalen Veranstaltung zu beteiligen. Und so fand auch zum dritten Mal der Lymphtag auf Einladung des Sanitätshauses Rosenkranz unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. med. Steffen Handstein, Chefarzt der Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie, im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums statt. Auch allen weiteren Mitwirkenden und Unterstützern sei an dieser Stelle ausdrücklich für das Engagement gedankt.  
Beim „Lymphtag“ wurde über die Diagnostik, Therapie und Hilfsmittelversorgung rund um die Erkrankungen Lymphödem (Flüssigkeitsansammlung in den Zellzwischenräumen wegen Störung des Lymphgefäßsystems) als auch Lipodystrophie (Veränderung des Unterhaut-fettgewebes) informiert, beraten und sich untereinander ausgetauscht. Die Fachvorträge regten ebenso zum Gedankenaustausch an, wie die Präsentationen der Aussteller und die Erfahrungsberichte Erkrankter untereinander. Eine kleine Modenschau durch Betroffene selbst rundete das theoretische Programm wunderbar ab.   

Eine Störung des Lymphsystems kann angeboren sein oder durch ein Trauma, wie eine vorangegangene Operation hervorgerufen werden. Wir wissen von zwischen 5 und 20 % hoher Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Lymphödems nach einer Operation der Lymphknoten im Rahmen der Behandlung des Mammakarzinoms. Diese Folgeerkrankung (Sekundäres Lymphödem) beeinträchtigt zusätzlich deutlich die Lebensqualität. Mit den modernen Möglichkeiten der physio- und ergotherapeutischen Behandlung sowie der Kompressionsversorgung als auch mit einer möglicherweise ergänzenden Lymphknotentransplantation zur Wiederherstellung der geschädigten Lymphbahnen, kann eine Verbesserung erzielt werden.  
Seit vielen Jahren pflegen wir deshalb eine enge Kooperation im Rahmen der postoperativen Versorgung von Mammakarzinom-Patientinnen, die durch das interdisziplinäre Team des Mammazentrum Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz behandelt werden. Die Begleitung über die notwendige operative, medikamentöse und radiologische Therapie hinaus, steht von je her in unserem  Focus bei der umfassenden Versorgung der Betroffenen. Hierzu gehören die physio- und ergotherapeutischen Anwendungen, die sozialdienstlichen sowie psychoonkologischen Angebote ebenso wie die stationäre Betreuung durch qualifizierte Pflegekräfte, insbesondere die Brust- und onkologischen Fachschwestern. Brustschwestern (Breast Care Nurses) führen u. a. die sogenannte Körperbildarbeit mit den Patientinnen durch, damit sie bewusster mit der operativbedingten Veränderung des eigenen Körpers besser umgehen können.  Außerdem bieten wir noch während des stationären Aufenthalts einen Kontakt mit einer optimal geschulten Mitarbeiterin des Sanitätshauses an, die auf die Bedürfnisse der Frauen bestens reagieren und die Versorgung mit den erforderlichen Kompressionsmiederwaren oder Epithesen-BHs einleiten kann (Epithesen dienen dem Ausgleich von Körperdefekten mittels körperfremdem Material).  
Bereits am ersten Tag nach der Operation werden die Patientinnen physiotherapeutisch unterstützt. Am 3. postoperativen Tag wird das Angebot durch Ergotherapie ergänzt.
Auch die Selbsthilfegruppenarbeit findet bei uns eine besondere Beachtung, denn nicht zuletzt ist der Austausch von Betroffenen untereinander für sie selbst segensreich und kann sich positiv auf die Krankheitsbewältigung auswirken.  
Wir danken allen Unterstützern und Aktiven am 17.03.2018 und freuen uns schon auf den Samstag vor Frühlingsanfang in 2019, um dann gemeinsam den 4. Lymphtag in Görlitz zu gestalten.