Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Angehörige, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ein Aufenthalt im Krankenhaus ist eine ungewohnte Situation.  Fast alles ist anders als im vertrauten privaten Umfeld. Kommt eine Demenzerkrankung hinzu, sind der Stress, die Belastung und auch die Sorgen meist noch höher – sowohl für die Patienten als auch für die Angehörigen. Der Alltag in modernen Krankenhäusern ist primär nicht auf Demenzkranke ausgerichtet, sondern auf kooperative und verständige Patienten. Diese wissen und akzeptieren, dass die Abläufe vom morgendlichen Wecken bis hin zur Körperpflege, den festgelegten Visiten- und Essenszeiten von ihrem normalen Alltag abweichen. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ist das ungleich schwieriger, wenn nicht fast unmöglich. Hinzu kommt das besonders auffällige Verhalten: Hinlauftendenzen, Nahrungsverweigerung, unkontrolliertes Schreien. Patienten mit Demenz brauchen eine besondere Betreuung – das Betrifft den gesamten Umgang, das Waschen, die Nahrungsaufnahme und auch die Ansprache (Du vs. Sie?).

Das Städtische Klinikum Görlitz hat sich auf die medizinische und pflegerische Versorgung von Patienten mit Demenz als Nebendiagnose eingestellt. Mit speziell geschultem Personal und verschiedenen zusätzlichen Unterstützungsangeboten möchten wir den stationären Aufenthalt von Patienten mit Demenz erleichtern.

  • geschultes Personal in allen Bereichen (Demenzbeauftragte)
  • spezielle Kost für Patienten mit einer Demenz
  • spezielles Beschäftigungsmaterial
  • Orientierungshilfen
  • Rooming in (in Absprache mit dem Case Management)


Um hier die bestmögliche Betreuung der uns anvertrauten Patienten zu gewährleisten, benötigen wir einige Informationen zu Gewohnheiten, Ansprechpartnern, Einschränkungen und Eigenheiten des Patienten. Es hilft uns und den Patienten, wenn der Informationsbogen Patient mit Demenz, [PDF], 554 KB von den Angehörigen ausgefüllt wird und ergänzend zu den Unterlagen für den stationären Aufenthalt mitgegeben wird. Ein bereits im Vorfeld ausgefülltes Formular hilft insbesondere bei Akuteinweisungen.

Zur Orientierung -  eine Packliste für den Aufenthalt:

  • Schuhe, mit denen die Patienten sicher laufen und stehen können und die leicht anzuziehen sind, ggf. Schuhanzieher
  • Gehhilfen (Stock, Rollator) – sofern notwendig
  • Sehhilfen (Brille, Lupe) – sofern notwendig
  • Hörgerät mit Ersatzbatterien – sofern notwendig
  • Spezielles, ggf. individuelles Essbesteck, Trinkhilfe
  • Fotos z.B. von vertrauten Personen
  • Uhr/Wecker
  • Individuelle Pflegemittel
  • Rasierapparat
  • Zahnprothese / Prothesenbecher / Zahnbecher farblich z.B. rot oder grün und Reinigungsmittel
  • Handspiegel
  • Kleidung, die auch zu Hause gern getragen wird (dazu gehören auch Kittelschürze oder Mehrzweckweste, Hut, beliebte Tücher (ganz neue, unbekannte Kleidung wird oft von Patienten mit Demenz abgelehnt)
  • Handtasche, Portemonnaie mit kleineren Geldbeträgen
  • ein kleines Lieblingskissen/Plüschtier sind beruhigend für den Betroffenen
  • Material für gewohnte Beschäftigungen lassen die Zeit vergehen und tragen zur Entspannung bei

Folgende (medizinische) Unterlagen bringen Sie bitte mit:

  • Vorbefunde/Laborbefunde
  • Liste der Medikamente
  • Ausweise bei bekannten Allergien, Diabetes, Herzschrittmacher, Prothesen/Implantate, Blutverdünner
  • Pflegeüberleitungsbogen der Sozialstation bei bestehender häuslich ambulanter Pflege
  • Blutgruppenpass
  • bei vorhandener Vollmacht und/oder Patientenverfügung bitte eine Kopie mitbringen

Kontakt

Mechthild Guthke

Mechthild Guthke

Koordinatorin für Menschen mit Demenz

Telefon
+49 3581 37-3106
E-Mail-Adresse
E-Mail