Uns zeichnet aus, dass wir ein besonderes Augenmerk auf sanfte und kindgerechte Verfahren der Diagnostik und Therapie legen. Dazu gehören vor allem die Schmerzfreiheit der Maßnahmen, eine altersentsprechende Vorbereitung und Begleitung, die psychologische Mitbetreuung der Patienten sowie die Umsetzung stillfreundlicher und babyfreundlicher Prinzipien. Die Mitaufnahme eines Elternteiles oder einer anderen bekannten Begleitperson ist je nach Kapazität für uns selbstverständlich.

Um unsere kleinen Patienten bestmöglich zu versorgen, können wir auf die kompletten Strukturen unseres Schwerpunktkrankenhauses zurückgreifen. Alle Spezialisten aus den anderen Fachgebieten sind für die Behandlung da: Allgemeinchirurgen, Unfallchirurgen, Plastische Chirurgen, Neurochirurgen, HNO-Ärzte, Augenärzte, Hautärzte, Psychologen sowie Ergo- und Physiotherapeuten. Kinder und Jugendliche mit operativen Erkrankungen werden zusammen mit den Kollegen der entsprechenden Fachgebiete versorgt. Dazu gehören die chirurgischen Gebiete (Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie und plastische Chirurgie), die HNO-Heilkunde und Augenheilkunde sowie Dermatologie und Urologie.

Leistungsspektrum Allgemeine Pädiatrie (Kinderheilkunde)

 

Im Bereich der allgemeinen Pädiatrie betreuen wir vor allem Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen aus folgenden Bereichen:

  • Allergologie und Bronchopulmologie
  • Dermatologie
  • Endokrinologie / Diabetologie
  • Gastroenterologie
  • Hämatologie, Hämostaseologie, Hämophilie
  • Infektionserkrankungen
  • Kardiologie
  • Nephrologie und Urologie
  • Neurologie und Epileptologie
  • Rheumatologie
  • psychosomatische Erkrankungen


Wir legen großen Wert auf eine altersgerechte Betreuung. Dazu gehört vor allem die Schmerzfreiheit der Patienten bei sämtlichen Maßnahmen und natürlich auch nach Operationen.

 

 

Um herauszufinden, an welcher Erkrankung unsere Patienten leiden, stehen uns verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung:

Bildgebende Diagnostik

  • alle sonografischen Untersuchungen (Ultraschall) des Kindes- und Jugendalters – weitere bildgebende Diagnostik incl. CT und MRT in Kooperation mit dem Institut für bildgebende Diagnostik (inkl. Untersuchungen in Sedierung)
  • szintigrafische Untersuchungen (auch ggf. in Sedierung) in Kooperation mit einer Praxis für Nuklearmedizin

 

Kardiologische Diagnostik (z.T. in Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin)

  • EKG und Langzeit-EKG
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Ergometrie
  • Kipptischuntersuchung
  • Echokardiografie

 

Neurologische Diagnostik

  • EEG und Schlafentzugs-EEG sowie Schlaf-EEG
  • Ableitung evozierter Potentiale (VEP, AEP, SEP) sowie Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit (in Kooperation mit der Klinik für Neurologie)
  • umfangreiche Liquordiagnostik inkl. Stoffwechseldiagnostik und PCR-Bestimmung
  • Diagnostik und Therapie bei Verdacht ADEM / kindliche Multiple Sklerose
  • aEEG
  • Polysomnografie mit Bestimmung der Schlaflatenzstadien zur Diagnostik der Narkolepsie

 

Nephrologische / urologische Diagnostik (z.T. in Kooperation mit der Klinik für Urologie)

  • Sonografie der Nieren und ableitenden Harnwege
  • urodynamische Untersuchung
  • MCU
  • MR-Urogramm mit Perfusion
  • Nierenfunktionsszintigrafie (in Kooperation mit einer ambulanten Praxis für Nuklearmedizin)

 

Allergologische und pulmologische Diagnostik

  • Allergietestungen (RAST, Pricktestungen, nasale Provokation)
  • Testung auf Insektengiftallergie und Hyposensensibilisierung (in Kooperation mit der Klinik für Dermatologie)
  • Lungenfunktionsdiagnostik inkl. Laufbandbelastung, Histaminprovokation, Bronchospasmolysetest
  • Bronchoskopie in Kooperation mit der Klinik für HNO-Heilkunde und Klinik für Innere Medizin 

 

Endokrinologische Diagnostik

  • Diagnostik und Therapie des kindlichen Diabetes mellitus
  • Hoch- und Minderwuchsdiagnostik incl. Funktionstestungen
  • Diagnostik und Therapie kindlicher Schilddrüsenerkrankungen

 

Gastroenterologische Diagnostik (z.T. in Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin)

  • Sonografie des Abdomens
  • Atemteste (C13-Harnstofftest, H2-Atemteste)
  • Endoskopie des Magen-Darm-Traktes (Ösophagogastroduodenoskopie, Koloskopie incl. Biopsien)
  • PEG-Anlage und Entfernung
  • pH-Metrie
  • Leberbiopsie 

 

Rheumatologische Diagnostik

  • Gelenksonografie
  • Gelenkpunktion

 

Kinderschlaflabor

  • Polysomnografie bei Kindern und Jugendlichen

 

Audiologische Diagnostik

  • Hörscreening, automatisierte BERA und BERA (in Kooperation mit der Klinik für HNO-Heilkunde)

 

Umfassende paraklinische Diagnostik

  • Labordiagnostik inkl. hormoneller Diagnostik und Funktionstestungen
  • modernste Infektionsdiagnostik inkl. PCR Bestimmung im Liquor sowie Diagnostik connataler Infektionen
  • Stoffwechseldiagnostik (in Kooperation mit der Universitätsklinik Dresden und dem Stoffwechsellabor Heidelberg)

 

 

Unsere Klinik ist spezialisiert auf die Versorgung von Kindern mit Hämangiomen (Blutschwämmchen). Je nach Lage und Größe der Hämangiome sowie der Beeinträchtigung von Organfunktionen wenden wir unterschiedliche Therapieverfahren an.

Wir bieten alle Möglichkeiten der Hämangiomtherapie an:

  • Lasertherapie (in kindgerechter Analgosedierung)
  • medikamentöse, nebenwirkungsarme Behandlung mit Propranolol
  • Kryotherapie (Kältetherapie)
  • operative Verfahren

 

Leistungsspektrum Neonatologie, Früh- und Neugeborenenmedizin

 

Wir arbeiten nach einem Konzept der sanften Neonatologie und reduzieren alle pflegerischen und diagnostischen Maßnahmen auf das unbedingt erforderliche. Bereits im Kreißsaal fördern wir den ersten Kontakt zwischen Mutter/Vater und dem Neugeborenen, so dass eine enge Bindung entstehen kann. Auf Station werden die Eltern je nach Zustand des Kindes von Anfang an in die Pflege miteinbezogen. Die Mitaufnahme der Mutter ist auch bei den ganz kleinen Frühgeborenen zeitnah nach der Entbindung möglich.

Besonderen Wert legen wir auf die natürliche Form der Ernährung – das Stillen des Kindes. Dazu wird die Mutter intensiv durch unsere Still- und Laktationsberaterinnen angeleitet und unterstützt. Unsere Klinik verfügt über eine Frauenmilchsammelstelle, so dass alle Früh- und Neugeborenen sollte die eigene Muttermilch (noch) nicht ausreichen mit gespendeter Frauenmilch optimal ernährt werden können.

 

Behandlungsmethoden

  • Betreuung von Frühgeborenen ab 23+0 SSW im Rahmen des Versorgungsauftrages als Perinataler Schwerpunkt
  • Anwendung verschiedenster Beatmungsformen (nCPAP incl. high Flow / high PEEP nCPAP; maschinelle Beatmung)
  • Hypothermiebehandlung bei Asphyxie
  • TIVA und Kaudal- sowie Spinalanästhesie bei Neugeborenen in Kooperation mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Blutaustauschtransfusion
  • umfassende Still- und Laktationsberatung
  • Frauenmilchsammelstelle und Muttermilchbank Neugeborenenintensivtransport (Babynotarztwagen oder Rettungshubschrauber) 24h täglich 

 

Wochenstation

Auf der Wochenstation werden alle gesunden Neugeborenen kinderärztlich betreut.

  • Durchführung der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen (sogenannte U-Untersuchungen) U1 / U2
  • Stoffwechselscreening
  • Pulsoxymetriescreening
  • transcutanes Bilirubinscreening
  • Hörscreening (incl. aBERA sowie ggf. BERA im Verlauf)
  • Hüftsonografie
  • weitere sonografische Untersuchungen nach klinischer Notwendigkeit
  • umfassende Betreuung und Anleitung der Mütter zum Stillen ihrer Neugeborenen

 
Die ambulant geborenen Kinder werden durch die Hebammen bzw. die Gynäkologen betreut.

 

 

Auch bei Kindern und Jugendlichen kommt es vor, dass der Körper durch die Seele spricht. Sie nehmen körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel oder einen Leistungsknick wahr. Alle körperlichen Untersuchungen aber bleiben ohne Ergebnis. Häufig sind es seelische Ursachen, die diese Beschwerden hervorrufen. Wenn alle ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder von vornherein nicht in Frage kommen, kann eine stationäre oder tagesklinische Behandlung helfen. Herausforderung ist es, bei jedem einzelnen Patienten eine adäquate und individuelle Behandlung im Sinne des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells einleiten zu können.

 

Welche Patienten behandeln wir?

  • Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren
  • mit psychosomatischen Beschwerden (z.B. Schwindel, Kopfschmerz, Bauchschmerz, Übelkeit, Tic, Anpassungsstörung, Essstörungen)

 

Welche Ziele hat der stationäre Aufenthalt?

  • die Therapie soll Ihr Kind dazu befähigen, seine Alltagsanforderungen zu Hause, in der Schule und in der Freizeit wieder erfüllen zu können

 

Wie verläuft die Therapie?

  • Zu Beginn des Aufenthaltes erfolgen ausstehende organische Diagnostik und psychologische Tests
  • nach der Diagnosestellung vereinbaren wir mit den Eltern und dem Kind einen speziell erstellten Therapieplan
  • die Aufenthaltsdauer beträgt insgesamt ca. acht Wochen
  • auf der Station werden die Patienten von einem Team aus Kinderärzten, Kinderpsychiatern, Lehrern, Ergo- und Physiotherapeuten, Kunst- und Körpertherapeuten, Musiktherapeuten und Kinderkrankenschwestern betreut

 

Wie erfolgt die stationäre Aufnahme?

  • über einen Einweisungsschein vom Kinderarzt oder der behandelnden Einrichtung (z.B. Sozialpädiatrisches Zentrum)
  • nach telefonischer Anmeldung  gibt es die Möglichkeit eines Vorgesprächs, um einen Einblick in die bisher durchgeführten Untersuchungen und Therapien des Patienten zu gewinnen.
  • zugleich zeigen wir individuelle Behandlungsmöglichkeiten auf. Inhaltliche und organisatorische Fragen werden geklärt

 

Informationen zum stationären Aufenthalt

  • Eltern können ihrem Kind Dinge mit ins Krankenhaus geben, die es gern hat. (Plüschtiere, eigenes Kopfkissen, Fotos, Malsachen, Musik, geeignete Zeitschriften und Bücher)
  • sofern gewünscht, können für den Patienten kleinere Mengen an Obst, Gemüse, Süßigkeiten und/oder Getränken bei den Schwestern abgegeben werden; diese werden im separaten Patientenkühlschrank aufbewahrt
  • das Kind benötigt Schul- und Sportsachen, bequeme Freizeit- und Wechselkleidung
  • keine Wertsache, Nintendo, Tablets etc.
  • während des stationären Aufenthaltes gibt es neben der Beurlaubung regelmäßige Besuchszeiten: Dienstag und Donnerstag zwischen 16:00 und 17:45 Uhr; Samstag und Sonntag 15:00 bis 17:45 Uhr. (sofern ihr Kind am Wochenende auf Station verbleibt)
  • neben den Eltern darf das Kind nach Rücksprache mit den Eltern von Geschwistern, Großeltern sowie von einer bis zwei weiteren Personen besucht werden
  • bei tagesklinischen Patienten bitten wir, von Besuchen abzusehen
  • telefonische Kontakte mit dem Kind sind täglich zwischen 19:30 und 20:30 Uhr möglich
  • Eine telefonische Kontaktaufnahme ist nach Absprache über die Station möglich.

Kontakt: Pädiatrische Psychosomatik
Verantwortlicher Facharzt: Oberärztin Katrin Laban (Tel. +49 3581 37-3118); Markus Wenzel (+49 3581 37-3469)
E-Mail

 

 

Bei akut vital bedrohlichen Erkrankungen oder postoperativer Überwachungsnotwendigkeit können wir selbstverständlich auch Kinder jenseits der Neugeborenenperiode intensivmedizinisch versorgen. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Schmerzfreiheit aller Maßnahmen angefangen von der Blutabnahme bis hin zum Verbandswechsel. Schmerzhafte Eingriffe können wir unter Verwendung von Lachgas durchführen. In Kooperation mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin führen wir Kaudal- und Spinalanästhesien durch.

 

Behandlungsmethoden

  • postoperative Betreuung
  • Überwachung und Behandlung von Intoxikationen
  • Anwendung verschiedener Beatmungsformen (nCPAP oder maschinelle Beatmung bei Säuglingen)
  • TIVA und Kaudal- sowie Spinalanästhesie bei Kindern in Kooperation mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
  • schmerzfreie Durchführung der pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen

 

 

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin verfügt über zwei Schlaflaborplätze.

 

Indikationen für die Untersuchung im Kinderschlaflabor

  • Verdacht auf schlafbezogene Atemstörung
  • obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) mit nächtlichem Schnarchen, nächtlichem Schwitzen, Schlaf mit reklinierten Kopf, Tagesmüdigkeit
  • vor operativer Versorgung bei Adenoiden oder Tonsillenhyperplasie
  • zentrale Atemantriebsstörung mit Zyanose und / oder Bradycardien, Desaturationen, Apnoen im Schlaf
  • Patienten mit Muskeldystrophie, spinaler Muskelatrophie

 

Verdacht auf schlafgebundene Anfallsleiden

  • Differenzierung verschiedener fokaler und generalisierter Anfallsformen
  • Ausschluss ESES (elektroenzephalografischer Status epilepticus im Schlaf) insbesondere bei einsetzender Sprachentwicklungsstörung
  • Therapieüberprüfung schlafgebundener Anfälle
  • Abgrenzung psychogener Anfälle

 

Im Säuglingsalter kommen zu den bereits genannten Indikationen hinzu

  • Zustand nach ALTE (apparent life threating event)
  • Frühgeborene jenseits der 6. – 8. Lebenwoche
  • Frühgeborene mit bronchopulmonaler Dysplasie
  • Kinder mit Hirnblutung und / oder Hydrozephalus
  • Dysmorphiesyndrome mit Obstruktion der oberen Atemwege
  • Rezidivierendes Erbrechen / Verdacht auf gastroösophagealem Reflux

 

Jenseits des Säuglingsalters

  • im Rahmen der Abklärung verschiedener Erkrankungen (Minderwuchsdiagnostik mit nächtlichem Wachstumshormonprofil, Schlaflatenzstadien im Rahmen der Narkolepsiediagnostik)