Görlitz, 01.08.2025. Schlaflos im Alltag – viele Menschen kennen das Gefühl, nachts wach zu liegen und morgens wie gerädert aufzuwachen. Was steckt dahinter, wenn der Schlaf nicht mehr kommt? Wie wirken sich Schlafstörungen auf die Psyche aus – und was lässt sich dagegen tun?
Am Mittwoch, dem 20. August, sprechen Chefarzt Dr. Dirk Schmoll und Stationsleiterin Kerstin Keilhauer von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie über die Ursachen von Schlafproblemen und mögliche Folgen. Sie zeigen auch auf, welche Maßnahmen helfen können – von der Schlafhygiene bis hin zu therapeutischen Ansätzen.
In Deutschland geben rund 40 Prozent der Menschen an, nicht genügend zu schlafen (statista.de). Jede:r Fünfte empfindet die eigene Schlafqualität als schlecht oder sehr schlecht. Die Folgen sind spürbar: Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, Leistungseinbußen – und jährlich über 1.500 Verkehrsunfälle mit Schlafmangel als Mitursache. Besonders häufig werden Stress, körperliche Beschwerden oder psychische Belastungen wie Angst oder Depression als Gründe genannt.
Die Psychiatrie beschäftigt sich intensiv mit Schlafstörungen, weil diese häufig im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen auftreten. „Schlafstörungen können den Leidensdruck deutlich erhöhen“, sagt Chefarzt Dr. Schmoll. „Falls eine psychische Erkrankung zugrunde liegt, können wir in unserer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik Hilfe anbieten.“
Ob Sorgen, Stress, Schichtarbeit oder innere Unruhe – es gibt viele Auslöser dafür, nicht ein- oder nicht durchschlafen zu können – und auch viele Mythen, wie z.B. den über den besten Schlaf vor Mitternacht. Dr. Schmoll und Kerstin Keilhauer geben verständliche Informationen aus medizinischer und pflegerischer Sicht. Die Gäste haben am Vortragsabend die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.
Termin: Mittwoch, 20. August 2025, 17:30 UhrOrt: Konferenzzentrum Klinikum GörlitzDer Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Görlitz, 17.06.2025. Immer mehr Kinder leiden unter Allergien – ob Heuschnupfen, Hautausschläge oder Unverträglichkeiten nach dem Essen. Wie kommt es dazu? Was können Eltern tun? Und wann wird aus einer Allergie ein Notfall?
Diesen Fragen widmet sich MUDr. Aneta Horakova, Fachärztin für Kinderheilkunde in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, am 25. Juni 2025, um 17:30 Uhr im Städtischen Klinikum Görlitz. Die Ärztin gibt unter dem Titel „Kinder und Allergien – Ursachen, Diagnose und Behandlung“ einen Überblick über die zunehmende Verbreitung von Allergien im Kindesalter, mögliche Auslöser sowie moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.
Ein Fokus liegt dabei auf der Rolle von Umweltfaktoren, dem Umgang im Alltag und der Frage, wie Eltern ihre Kinder frühzeitig unterstützen und schützen können. Auch der Umgang mit allergischen Notfällen – etwa nach Insektenstichen oder Nahrungsmittelreaktionen – wird thematisiert.
Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Familien sowie alle Interessierten. Der Eintritt ist frei.
📍 Veranstaltungsort: Konferenzzentrum, Haus K, Städtisches Klinikum Görlitz
🕠 Beginn: Mittwoch, 25.06.2025, 17:30 Uhr.
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Wir geben Ihnen wichtige Informationen und praktische Hinweise zu häufigen Nebenwirkungen sowie zur Selbstpflege. So können Sie den Verlauf der Therapie positiv beeinflussen und Beschwerden lindern. Für Rückfragen stehen Ihnen unsere onkologisch geschulten Pflegefachkräfte jederzeit zur Verfügung. Orale Mukositis Was ist das? Eine Entzündung der Mundschleimhaut, die im Rahmen einer Chemo- oder Strahlentherapie auftreten kann. Die Symptome reichen von Rötungen bis hin zu starken Schmerzen und Schluckstörungen. Risikofaktoren Rauchen Alkohol Schlechte Mundhygiene Vorbestehende Zahnprobleme Mangelernährung Geschwächtes Immunsystem Tipps zur Vorbeugung und Pflege Zähne nach jeder Mahlzeit mit weicher Zahnbürste putzen Mundspülungen mit Salbeitee Milde, kühle und weiche Speisen bevorzugen Auf Alkohol und Tabak verzichten Zahnprothesen sorgfältig reinigen Wichtig bei Beschwerden Bitte wenden Sie sich bei stärkeren Schmerzen oder Veränderungen sofort an das Behandlungsteam – wir können Ihnen gezielt helfen. Weitere Informationen in unserem Flyer: Patienteninformation Orale Mukositis Radiodermatitis Was ist das? Eine Reizung der Haut durch Strahlentherapie, die sich durch Rötung, Juckreiz oder Hautveränderungen zeigt. Auch Schleimhäute und Haarfollikel können betroffen sein. Risikofaktoren Höheres Alter Nikotinkonsum Übergewicht Hautfalten im Bestrahlungsfeld Vorerkrankungen wie Diabetes Tipps zur Vorbeugung und Pflege Tägliche Körperpflege mit milder Seife Feuchtigkeitspflege (z. B. mit Harnstoff) Keine reibende Kleidung Auf Sauna, Schwimmbad etc. verzichten Behandlung bei Beschwerden Kühlende Umschläge (z. B. Eichenrindentee) Steroidhaltige Cremes nach ärztlicher Anweisung Keine Selbstbehandlung bei offenen Wunden Wichtig zu wissen: Pflegeprodukte bitte erst nach der täglichen Bestrahlung auftragen. Weitere Informationen in unserem Flyer: Patienteninformation Radiodermatitis
Referent: Dr. med. Steffen Handstein, Chefarzt Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie und Leiter des Mammazentrums Ostsachsen am Klinikum Görlitz
Görlitz, 27.05.2025. Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten am 24. Mai 2025 die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur fachlichen Information bei der dritten Patientenveranstaltung der MS-Spezialambulanz des Städtischen Klinikums Görlitz. Die Veranstaltung richtete sich an Menschen mit Multipler Sklerose (MS) sowie deren Angehörige.
Dr. Kersten Guthke, Chefarzt der Klinik für Neurologie, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zu aktuellen Erkenntnissen zur Entstehung der MS sowie zu modernen Strategien der Therapieüberwachung. Im Anschluss beleuchtete MS-Nurse Annett Kirf, wie Angehörige wirksam in die Betreuung eingebunden werden können – ein Thema, das auf großes Interesse stieß. Ein weiterer Höhepunkt war der Beitrag von Mechthild Guthke zur Aromapflege bei MS. Der anschließende Praxisteil wurde sehr interaktiv gestaltet und lud die Teilnehmenden zum Mitmachen ein: Angehörige konnten mithilfe spezieller Simulationsbrillen und Alltagshilfen selbst erleben, welche Einschränkungen MS mit sich bringen kann („GERT“-Simulation), während die betroffenen Patientinnen und Patienten beim kreativen Malen eigene Ausdrucksformen finden konnten.
Zertifiziertes MS-Schwerpunktzentrum – eines von vier in Sachsen
Die Klinik für Neurologie ist seit Januar 2024 als MS-Schwerpunktzentrum durch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) anerkannt – eines von nur vier in Sachsen. Die Zertifizierung bestätigt eine hohe Versorgungsqualität und setzt unter anderem eine jährliche Mindestanzahl von 400 behandelten Patient:innen voraus. Die MS-Ambulanz besteht bereits seit 2008 und bietet eine individuelle, leitlinienbasierte Therapie in allen Krankheitsphasen. Ein besonderes Merkmal ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit, etwa mit der Urologie, Kardiologie, Radiologie oder Augenheilkunde. Auch spezialisierte Pflege ist fester Bestandteil des Konzepts: MS-Nurse Annett Kirf begleitet die Patient:innen durch den Alltag, unterstützt bei praktischen Fragen und erklärt Therapien verständlich.
Therapievielfalt und Beteiligung an Forschung
Zum Spektrum der Ambulanz zählen Schubtherapien – auch mittels Plasmapherese –, immunmodulatorische Behandlungen, Eskalationstherapien mit hochwirksamen Medikamenten und symptomorientierte Maßnahmen. Stationäre Behandlungen bei schweren Schüben oder komplexen Verläufen sind ebenso möglich. Zudem nimmt die Klinik regelmäßig an Studien teil und ermöglicht damit Zugang zu innovativen Therapieansätzen.
Die Versorgung von Menschen mit MS am Klinikum Görlitz vereint medizinische Expertise und menschliche Begleitung. Angehörige sind aktiv in das Versorgungskonzept eingebunden. Veranstaltungen wie der MS-Tag fördern Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung.
Kliniken & Institute Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Station A5 Patienteneinweisung/ Case Management Gefäßchirurgie - Bis in die kleinste Ader Medizinische Kompetenzzentren Anästhesie und Intensivtherapie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Intensivmedizinisches Zentrum (IMZ) der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie Patienteneinweisung/ Case Management Delir Medizinische Kompetenzzentren Augenheilkunde Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Station AII6 Patienteneinweisung/ Case Management Frauenklinik Team Gynäkologie Geburtshilfe Ansprechpartner & Sprechstunden Stationen C2b, C3 und C2a Patienteneinweisung/ Case Management Medizinische Kompetenzzentren Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Station AII4 Patienteneinweisung/ Case Management Hautklinik Leistungsspektrum Ansprechpartner Stationen AII6, AII4 und C3 Patienteneinweisung/ Case Management Innere Medizin I (Kardiologie, Nephrologie, ITS) Leistungsspektrum Team Ansprechpartner & Sprechstunden Stationen B1, B2a und IMZ Patienteneinweisung/ Case Management Medizinische Kompetenzzentren Innere Medizin II + Geriatrie Leistungsspektrum Team Ansprechpartner & Sprechstunden Station G1, G2, G3 und A1 Patienteneinweisung/ Case Management Medizinische Kompetenzzentren Delir Innere Medizin III + Strahlentherapie Leistungsspektrum Team Ansprechpartner & Sprechstunden Stationen B2b, D2 und C3 Patienteneinweisung/ Case Management Patienteninformationen zur Krebstherapie Tumorboards Kinder- und Jugendmedizin Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Stationen C1 und C2a Medizinische Kompetenzzentren Facharzt-fuer-Kinder-und-Jugendmedizin Schnullerbaum Neurochirurgie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Neuromodulation / Rückenmarkstimulation (SCS) und Medikamentenpumpen Station AII4 Patienteneinweisung/ Case Management Medizinische Kompetenzzentren Neurologie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden MS Schwerpunktzentrum Schlaganfall (Stroke Unit) Stationen B1N und B3 Patienteneinweisung/ Case Management Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Station C3 Patienteneinweisung/ Case Management Lymphödem und Lipodystrophie Medizinische Kompetenzzentren Psychiatrie und Psychotherapie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Stationen P1a, P1b, P2a, P2b und P3 Medizinische Kompetenzzentren Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Leistungsspektrum Traumaambulanz für Erwachsene Ansprechpartner & Sprechstunden Station M2 Medizinische Kompetenzzentren Unfallchirurgie und Orthopädie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Station A1 Patienteneinweisung/ Case Management Medizinische Kompetenzzentren Urologie Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Station A3 Patienteneinweisung/ Case Management Tumorboard Medizinische Kompetenzzentren Institut für diagnostische & interventionelle Radiologie Leistungsspektrum Ansprechpartner Institut für Pathologie Leistungsspektrum Ansprechpartner Interdisziplinäre Notaufnahme Krankenhausapotheke Leistungsspektrum Abteilungen Historie Pflegedienst Pflegemanagement Pflegeleitbild Stationen im Klinikum Görlitz Praxisanleiter Mit Demenz im Krankenhaus Aromapflege Wund- und Dekubitusmanagement Sozialdienst Medizinische Zentren Frauen-Mutter-Kindzentrum Leistungsspektrum Gefäßzentrum Geriatriezentrum - Zentrum für Altersmedizin Leistungsspektrum Ansprechpartner & Sprechstunden Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum Intensivmedizinisches Zentrum Lungennetzwerk Mammazentrum Ostsachsen Aktuelles Ansprechpartner & Sprechstunden Lymphödem und Lipodystrophie Leistungsspektrum Perinataler Schwerpunkt Leistungsspektrum Sozialpädiatrisches Zentrum Leistungsspektrum Regionales Unfallzentrum Leistungsspektrum Wirbelsäulenzentrum Leistungsspektrum Zentrum für Innere Medizin Zentrum für Seelische Gesundheit Leistungsspektrum Case Management Sprechstunden Startseite Unsere Leistungen Kliniken & Institute Neurologie MS Schwerpunktzentrum MS Schwerpunktzentrum Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata …ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die nicht heilbar aber gut behandelbar ist. Wir behandeln alle Patienten mit der Diagnose “Multiple Sklerose” vollumfänglich neurologisch ambulant. Dabei stehen uns alle wissenschaftlich basierten modernen Therapieverfahren zur Verfügung. Zum Spektrum der Ambulanz zählen Schubtherapien – auch mittels Plasmapherese –, immunmodulatorische Behandlungen, Eskalationstherapien mit hochwirksamen Medikamenten und symptomorientierte Maßnahmen. Stationäre Behandlungen bei schweren Schüben oder komplexen Verläufen sind ebenso möglich. Zudem nimmt die Klinik regelmäßig an Studien teil und ermöglicht damit Zugang zu innovativen Therapieansätzen. Schwerpunkte der stationären Versorgung: + Erstdiagnostik inklusive Liquoruntersuchung + Schubtherapien (auch Plasmapherese ), immunmodulatorische und Eskalationstherapien sowie symptomorientierte Behandlungen Zertifiziertes MS-Schwerpunktzentrum – eines von vier in Sachsen Die Klinik für Neurologie ist seit Januar 2024 als MS-Schwerpunktzentrum durch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) anerkannt – eines von nur vier in Sachsen. Die Zertifizierung bestätigt eine hohe Versorgungsqualität und setzt unter anderem eine jährliche Mindestanzahl von 400 behandelten Patient:innen voraus. Die MS-Ambulanz besteht bereits seit 2008 und bietet eine individuelle, leitlinienbasierte Therapie in allen Krankheitsphasen. Ein besonderes Merkmal ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit, etwa mit der Urologie , Kardiologie , Radiologie oder Augenheilkunde. Auch spezialisierte Pflege ist fester Bestandteil des Konzepts: MS-Nurse Annett Kirf begleitet die Patient:innen durch den Alltag, unterstützt bei praktischen Fragen und erklärt Therapien verständlich. Ansprechpartnerin für Spezialambulanzen Annett Kirf MS-Schwester Telefon +49 3581 37-1678 Fax +49 3581 37-1355 Mehr zu diesem Thema erfahren MS-Spezialambulanz Flyer Wir sind MS Schwerpunktzentrum! Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose werden bei uns fachlich und menschlich ausgezeichnet versorgt. Klinikum
Görlitz, 22.05.2025. Das ist Grüner Star? Wer ist betroffen – und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Um diese Fragen geht es Vortrag der Augenklinik am Städtischen Klinikum Görlitz. Chefarzt Dr. Igor Prusiecki informiert am Mittwoch, 28. Mai 2025, unter dem Titel „Grüner Star – wir können mehr, aber nicht alles“ über moderne Diagnose- und Therapieverfahren beim Glaukom (medizinisch für „Grüner Star“). Beginn ist um 17:30 Uhr im Konferenzzentrum.
Glaukom ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung. Die Erkrankung schreitet meist schleichend voran und kann das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Hauptursache ist in vielen Fällen ein erhöhter Augeninnendruck. In seinem Vortrag erklärt Chefarzt Prusiecki, wie die Erkrankung erkannt werden kann, warum eine frühe Behandlung so wichtig ist – und welche Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen.
Ein besonderer Fokus liegt auf den sogenannten mikro-invasiven Glaukom-Operationen (MIGS), die in Görlitz bereits seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt werden. Dank ihnen ist es möglich, das Glaukom individuell zu versorgen - je nach Krankheitsstadium, Druckwerten und den Lebensumständen der Patienten.
Die Görlitzer Augenklinik behandelt jährlich rund 430 Glaukom-Patientinnen und -Patienten, darunter viele aus der weiteren Region – etwa aus Dresden, Hoyerswerda oder dem benachbarten Polen.
Die Klinik für Augenheilkunde versorgt jährlich über 5.800 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär – ein großer Teil davon operativ. Neben Glaukom-Therapien gehören auch Eingriffe bei Grauem Star, Netzhaut- und Lid-Erkrankungen sowie die Behandlung akuter und chronischer Augenerkrankungen zum Leistungsspektrum.
Vortragsreihe Medizin für die Bürger. Thema: Grüner Star – wir können mehr, aber nicht allesReferent: Igor Prusiecki, Chefarzt der Klinik für AugenheilkundeDatum: Mittwoch, 28. Mai 2025Uhrzeit: 17:30 UhrOrt: Konferenzzentrum im Städtischen Klinikum Görlitz, Girbigsdorfer Straße 1–3Eintritt: frei, ohne Anmeldung
Görlitz, 15.05.2025. Noch präziser operieren, Gewebe schonen, schneller genesen – das sind die Ziele, wenn Ärztinnen und Ärzte im Klinikum Görlitz mit dem „da-Vinci®“ Operationssystem arbeiten. Seit zwei Jahren ist das System in drei Fachabteilungen im Einsatz. Vor allem in der Urologie, aber auch in der Viszeralchirurgie und Gynäkologie hat sich die roboterassistierte Methode etabliert. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet sie: kleinere Schnitte, weniger Schmerzen, kürzerer Aufenthalt im Krankenhaus.
Das roboter-assistierte System arbeitet nicht eigenständig. Es wird von speziell geschulten Operateurinnen und Operateuren gesteuert – an einer Konsole, mit dreidimensionaler Sicht auf das Operationsfeld. Die fein beweglichen Instrumente lassen sich millimetergenau führen und ermöglichen besonders gewebeschonende Eingriffe – auch dort, wo der Platz begrenzt ist.
In der Urologie des Görlitzer Klinikums wurden bislang rund 200 Eingriffe mit dem Da-Vinci-System durchgeführt – etwa bei Prostatakrebs, Nierentumoren oder Harnabflussstörungen. Drei Operateure arbeiten regelmäßig mit dem System. Weitere Einsatzgebiete wie Blasenkrebs oder gutartige Prostatavergrößerungen sind in Planung.
Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie nutzt den Roboter bei Magenoperationen, zum Beispiel bei Zwerchfellbrüchen. Zwei erfahrene Operateure setzen das System regelmäßig ein. Die Technik verbessert Sicht, Präzision und Ergonomie – besonders bei anspruchsvollen Eingriffen.
In der Frauenklinik wird der Roboter gezielt bei bestimmten Gebärmutterentfernungen eingesetzt – etwa bei stark übergewichtigen Patientinnen oder sehr großen Gebärmüttern. Die Technik erleichtert die Operation, reduziert Risiken und kann zu einem schnelleren Heilungsverlauf beitragen.
Alle Operateure ziehen ein positives Fazit: Die roboterassistierte Operation ist sicher, präzise und aus medizinischer Sicht oft die überlegene Methode. Dennoch fehlt bislang eine angemessene Finanzierung – die Krankenkassen vergüten die zusätzliche Technik nicht gesondert.
Seit 2024 ergänzt ein weiteres roboterassistiertes System die chirurgische Ausstattung des Klinikums: In der Neurochirurgie unterstützt ein spezieller Wirbelsäulenroboter komplexe Eingriffe an der Wirbelsäule. Auch dieses System dient dem Ziel, die Eingriffe sicherer und gewebeschonender zu machen.
» Technik erleben: Wie fühlt es sich an, einen OP-Roboter zu steuern? Was sieht der Operateur während des Eingriffs? Beim Tag der offenen Tür am 17. Mai können Besucherinnen und Besucher von 10 - 15 Uhr selbst an der Konsole Platz nehmen. Ein Modell des „da-Vinci®“-Systems steht bereit – mit Begleitung durch das OP-Team. Darüber hinaus gibt es Einblicke in viele weitere Bereiche des Klinikums – von der Plastischen Chirurgie über die Geburtshilfe, der Herzmedizin bis zur Hygiene.
Görlitz, 09.05.2025. Die Augenklinik des Städtischen Klinikums Görlitz setzt seit Kurzem ein neues Verfahren zur Behandlung des Grünen Stars (Glaukom) ein: den sogenannten XEN-Stent. Das mikro-invasive Implantat hilft dabei, den erhöhten Augeninnendruck sanft und effektiv zu senken – ein wichtiger Schritt, um den Sehnerv zu schützen und Erblindung zu vermeiden.
Der Grüne Star ist eine chronische Erkrankung, bei der der Sehnerv geschädigt wird. Hauptursache ist meist ein erhöhter Augeninnendruck, der entsteht, wenn das Kammerwasser im Auge nicht mehr ausreichend abfließen kann. Bleibt das Glaukom unbehandelt, kann es zur schleichenden Einschränkung des Gesichtsfelds bis hin zur Erblindung führen.
„Wir verfolgen in unserer Klinik einen stufenweisen Therapieansatz, der auf das Stadium und die individuelle Situation unserer Patientinnen und Patienten abgestimmt ist“, sagt Chefarzt Igor Prusiecki. Für verschiedene Schweregrade des Glaukoms stehen inzwischen mehrere moderne mikro-invasive Verfahren (MIGS) zur Verfügung – einzeln oder in Kombination, etwa mit einer Kataraktoperation. Der XEN-Stent – ein kleiner, flexibler Gel-Schlauch aus Kollagen – schafft eine neue Abflussmöglichkeit unter die Bindehaut. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv und dauert nur wenige Minuten. „Der XEN-Stent ergänzt unser Spektrum nun um eine weitere schonende Option, besonders für Fälle, in denen das Auge durch den hohen Druck bereits stark geschädigt ist“, so Chefarzt Prusiecki.
Die Görlitzer Augenklinik ist seit Jahren auf mikro-invasive Glaukom-Operationen (MIGS) spezialisiert. Bereits seit 2016 kommen hier moderne Verfahren wie die Trabektomie, das Miniject-Implantat oder das OMNI-System zum Einsatz. Rund 430 Glaukom-Patientinnen und -Patienten werden pro Jahr behandelt – nicht nur aus Görlitz, sondern auch aus Hoyerswerda, Dresden und dem benachbarten Polen.
Die Klinik für Augenheilkunde versorgt jährlich über 5.800 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär – ein großer Teil davon operativ. Neben Glaukom-Therapien gehören auch Eingriffe bei Grauem Star, Netzhaut- und Lid-Erkrankungen sowie die Behandlung akuter und chronischer Augenerkrankungen zum Leistungsspektrum.
Veranstaltungshinweis:
Am 28. Mai 2025 findet im Rahmen unserer Reihe “Medizin für die Bürger” ein öffentlicher Vortrag zum Thema Glaukom statt. Titel: „Grüner Star – wir können mehr, aber nicht alles“ Ort: Konferenzzentrum Klinikum Görlitz | Beginn: 17:30 Uhr Referent: Chefarzt Igor Prusiecki