Schnelle psychologische Hilfe nach erlebter Gewalt
Eine Gewalttat kann Betroffene, Angehörige oder Zeuginnen und Zeugen stark belasten. Manchmal entstehen danach psychische Beschwerden, die frühzeitig aufgefangen werden sollten. Die Traumaambulanz Görlitz unterstützt Erwachsene nach erlebter Gewalt mit schneller psychologischer Hilfe. Ziel ist es, Betroffene frühzeitig zu stabilisieren und psychischen Folgeerkrankungen möglichst vorzubeugen. Die Traumaambulanz ist in die Psychosomatische Institutsambulanz des Städtischen Klinikums Görlitz eingebunden.
Wer kann sich an uns wenden?
Das Angebot richtet sich an volljährige Personen mit Hauptwohnsitz in Sachsen, die von einer Gewalttat betroffen sind. Dazu gehören:
- unmittelbar betroffene Personen
- Angehörige und nahestehende Personen von Gewaltbetroffenen
- Hinterbliebene
- unmittelbare Zeuginnen und Zeugen sowie Schockgeschädigte
Voraussetzung ist, dass die Gewalttat innerhalb der letzten zwölf Monate stattgefunden hat. Auch bei einer früheren Gewalterfahrung kann eine Behandlung möglich sein, wenn sich das psychische Befinden innerhalb der letzten zwölf Monate akut und deutlich verschlechtert hat
Bei welchen Symptomen?
- Wiedererleben des traumatischen Ereignisses
- andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit
- Vermeidung von Aktivitäten, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten
- Ständige innere Unruhe, übermäßige Schreckhaftigkeit oder Schlaflosigkeit
- andere psychische Störungen wie Angst, Schmerzen, depressive Gedanken
Wie helfen wir?
Im Rahmen der Traumaambulanz nach Sozialem Entschädigungsrecht können bis zu 15 individuell angepasste Einzeltermine stattfinden. Das Angebot umfasst:
- traumasensible Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
- psychologische Diagnostik
- Informationsvermittlung
- Stabilisierung
- Akutbehandlung und Krisenintervention
Zusätzlich wird für Patientinnen und Patienten der Traumaambulanz eine stabilisierende Gruppe angeboten.
Kosten
Für Anspruchsberechtigte ist das Behandlungsangebot kostenfrei. Kostenträger ist der Kommunale Sozialverband Sachsen. Bei der Antragstellung unterstützt die Traumaambulanz. Auch Fahrtkosten können nach Antrag übernommen werden. Bitte beachten Sie: BG-Fälle, zum Beispiel Gewalttaten auf dem Arbeits- oder Schulweg, am Arbeitsplatz oder in der Schule, können nicht in der Traumaambulanz behandelt werden. Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte an Ihre Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft.
Ansprechpartner und Kontakt
Traumaambulanz Görlitz für Erwachsene
Städtisches Klinikum Görlitz
Haus M, Erdgeschoss
Girbigsdorfer Str. 1 - 3, 02828 Görlitz
Telefon: 03581 37-1964
Montag bis Freitag: 08:00–12:00 Uhr und 13:00–14:30 Uhr
E-Mail: traumaambulanz@klinikum-goerlitz.de
Dipl.-Psych. Katharina Möbius
Leiterin TraumaambulanzDiplom-Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin,
Schwerpunkt: Verhaltenstherapie
- Telefon
- +49 3581 37-1964
- E-Mail-Adresse
Nancy Schumann
Koordinatorin / Institutsambulanz- Telefon
- +49 3581 37-1964
- Fax
- +49 3581 37-1952
- E-Mail-Adresse
