Görlitz, 01.03.2024. Zum zweiten Mal übernehmen Schülerinnen und Schüler des Städtischen Klinikums Görlitz im Rahmen ihrer Ausbildung die Leitung einer Station. Dieses Jahr wurde die Station A1 (Unfallchirurgie u. Orthopädie/Innere Medizin) für das Projekt ausgewählt. Die Entscheidung fiel auf die A1 aufgrund ihrer Vielseitigkeit der Krankheitsbilder und der Patienten sowie der engagierten Pflegekräfte und Praxisanleiterinnen. Heute fand die offizielle Schlüsselübergabe statt.
Die Station A1 verfügt insgesamt über 33 Betten, davon 23 unfallchirurgische und 10 internistische Betten. Während der Dienste sind examinierte Fachkräfte wie Praxisanleiter und/oder Pflegepersonal der A1 anwesend, um die Schüler bei Fragen zu unterstützen. Insgesamt nehmen sieben Schüler am Früh- und Spätdienst und drei Schüler am Nachtdienst teil.
Die Vorbereitung auf das Projekt erfolgte durch 25 Schüler aus den Klassen PFK21a und PFK21b, die sich in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt haben: Stationsleitung, Dokumentation und Planung der Stationsabläufe sowie Öffentlichkeitsarbeit und Feedback. Während des Projektes übernehmen die Schüler viele Aufgaben, darunter die Ausarbeitung von Arztanordnungen, Begleitung von Visiten, OP-Vorbereitungen und -Nachbereitungen, Medikamentenverabreichung, Körperpflege, Messung vitaler Zeichen etc.
Im Vergleich zum Vorjahr sind dieses Mal mehr Schülerinnen und Schüler beteiligt. Es gab auch mehr Projekttage zur Vorbereitung. Die Schüler sind sehr motiviert. Sie gehen mit Respekt und etwas Nervosität an das Projekt heran. Sie sind sich ihrer Verantwortung bewusst und optimistisch, dass sie mit der Unterstützung aller Beteiligten die Aufgabe gut meistern werden. Das Projekt bietet ihnen eine hervorragende Gelegenheit, sich intensiv auf ihre Prüfungen und das bevorstehende Berufsleben als examinierte Pflegefachkräfte vorzubereiten.
Görlitz, 16.02.2024. 93% der Patientinnen und Patienten würden das Görlitzer Klinikum ihren Freunden und Bekannten weiterempfehlen. Diese hohe Weiterempfehlungsrate ist ein deutliches Zeichen für das Vertrauen und die Zufriedenheit der im Klinikum versorgten Patientinnen und Patienten. Diese positive Entwicklung spiegelt sich in den detaillierten aktuellen Ergebnissen der Patientenbefragung für das gesamte Jahr 2023 wieder. So sind 94 Prozent der befragten Patienten mit der Pflege im Klinikum sehr zufrieden. Sie loben besonders den respektvollen Umgang, die fachliche Betreuung und die Erreichbarkeit des Pflegepersonals. Auch die ärztliche Versorgung wird von über 92 Prozent der Befragten positiv bewertet. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Behandlung von Schmerzen. Hier geben 92 Prozent der Patienten an, dass sie mit der Schmerztherapie zufrieden sind. Dies ist ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden während des Krankenhausaufenthalts.
„Die Zufriedenheit unserer Patienten ist eines unserer vier wichtigen Unternehmensziele. Jeder, der hier behandelt wird, hat die Möglichkeit, seine Erfahrungen mithilfe eines Fragebogens mitzuteilen“, sagt Geschäftsführerin Ines Hofmann. Seit mehr als neun Jahren arbeitet das Städtische Krankenhaus eng mit dem deutschlandweiten Clinotel Krankenhausverbund zusammen, um Qualität zu messen, zu vergleichen und transparent zu machen. Im Rahmen dieser Qualitätsoffensive ermittelt ein unabhängiges Institut regelmäßig die Zufriedenheit der Patienten. Die Ergebnisse werden auf der Homepage sowie auf den Clinotel-Seiten veröffentlicht*, sodass sie mit anderen Krankenhäusern verglichen werden können. Im IV. Quartal 2023 steht das Klinikum bei der Weiterempfehlung auf Rang neun von allen 57 teilnehmenden Clinotel-Krankenhäusern.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass das Görlitzer Klinikum erneut überdurchschnittlich gut in der Patientenbefragung abschneidet. Dieses Ergebnis bestätigt die hervorragende Arbeit unseres Teams, das sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten kümmert“, so die Geschäftsführerin.
clinotel.klinikum-goerlitz.de https://www.klinikum-goerlitz.de/das-klinikum-goerlitz/qualitaet-sicherheit/patientenzufriedenheit www.clinotel-qualitaetsergebnisse.de
*Die aktuellsten Ergebnisse (2023) sind bei Redaktionsschluss dieser PM leider noch nicht auf der Clinotel-Verbundsseite veröffentlicht worden.
Görlitz, 09.02.2024. Atemnot, Müdigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, Herzrasen, Brustschmerzen, Flüssigkeitsansammlungen in Knöcheln oder Beinen, Husten oder Kurzatmigkeit beim Liegen – Symptome einer Herzklappenerkrankung können vielfältig sein. Herzklappen haben die wichtige Funktion, den Blutfluss im Herzen zu regulieren. Indem sie sich öffnen und schließen, lenken sie den Blutfluss in die richtige Richtung. Wenn dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert und eine Herzklappe undicht ist, kann dies zu schweren Beeinträchtigungen bis hin zur Lebensgefahr führen. Je nach Schweregrad gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Wenn eine medikamentöse Therapie nicht ausreichend ist, kommt eine Herzoperation infrage.
Das Herzteam des Görlitzer Klinikums unter der Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. med. habil. Christian Pflücke hat jetzt zum 100. Mal das so genannte MitraClip-Verfahren in Görlitz angewendet. Dies ist eine minimal-invasive Herzklappenreparaturtechnik einer defekten Mitralklappe. Diese, besonders schonende Methode wird bei Patienten angewendet, die aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht für eine herkömmliche Herzoperation in Frage kommen. Meist sind sie hochbetagt oder haben weitere Vorerkrankungen. Bei der MitraClip-Intervention wird ein kleiner Clip mithilfe eines Katheters in die Mitralklappe eingeführt. Der Clip wird dann am Ort der undichten Stelle platziert, um die Herzklappensegel zusammenzufügen und den undichten Spalt zu beheben. Dies kann die Rückströmung des Blutes reduzieren und die Symptome der Mitralinsuffizienz verbessern, ohne dass eine offene Herzoperation erforderlich ist. Die Patienten erholen sich schneller und sind schneller wieder belastbar. Mit gleicher Technik kann ebenso eine weitere Herzklappe, die Trikuspidalklappe, repariert werden, welche klassischerweise bei relevanter Undichtigkeit zu Wasser in den Beinen (Beinödemen) und ebenfalls Luftnot führen kann.
Durch die Möglichkeit der Durchführung dieser für den Patienten schonenden, jedoch komplexen Herzeingriffe am Städtischen Klinikum Görlitz besteht die Möglichkeit, die Patienten wohnortnah zu behandeln. Das ist für viele Patienten und den Behandlungserfolg sehr wichtig. Mehr als 500 derartiger Eingriffe hat Dr. Pflücke bereits durchgeführt - 100 davon im Herzteam am Klinikum Görlitz. „Das MitraClip-Verfahren hat sich als vielversprechende Option für bestimmte Patientengruppen erwiesen“, sagt er. „Unsere Patienten profitieren von einer ganzheitlichen Betreuung durch ein eng vernetztes Team von Spezialisten. Im Klinikum Görlitz haben wir kurze Wege, was den Austausch zwischen den verschiedenen Fachrichtungen erleichtert und somit die bestmögliche Versorgung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern gewährleistet."
Görlitz, 30. Januar 2024. Die Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie, unter der Leitung von Chefarzt Dr. Steffen Handstein, hat nachgewiesen, dass sie auch die Qualitätsstandards der QS Richtinien des Gemeinsamen Bundesausschusses für die Behandlung eines sog. Lipödems erfüllt. Diese erfolgreiche Akkreditierung ermöglicht es dem Klinikum Görlitz, weiterhin die Behandlung bei Patientinnen mit einem Lipödem im Stadium III als Kassenleistung anzubieten.
Ein Lipödem ist eine krankhafte Fettverteilungsstörung, bei der sich die Fettzellen vorwiegend in bestimmten Regionen unkontrolliert im Fettgewebe der Unterhaut vermehren. Je nach Ausprägung wird das Lipödem in drei Stadien eingeteilt. Praktisch erkranken daran nur Frauen. Oft glaubt man, dass lediglich eine falsche Ernährung und fehlende Bewegung die Ursachen wären. Doch mehr Sport und gesunde Ernährung helfen in diesen Fällen allein nicht mehr, um die sich krankhaft vermehrenden Fettzellen zu bekämpfen.
„Besonders im späten Stadium III führen Lipödeme neben den körperlichen Beschwerden zu einer sehr großen psychischen Belastung bei den Betroffenen“, sagt Dr. Handstein. Der Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie besitzt seit mittlerweile 30 Jahren Erfahrung und eine hohe Kompetenz sowohl bei der Diagnosestellung als auch bei der Therapie. Um ein Lipödem in Stadium III sicher zu diagnostizieren, muss der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin verschiedene Symptome feststellen: Patientinnen in diesem ausgeprägten Stadium der Erkrankung leiden an etwa erheblich ausgeprägter Fettvermehrung mit überhängenden Gewebeanteilen von Haut und Unterhaut insbesondere an den Beinen, mitunter auch an den Armen. Sie haben Berührungsschmerzen an den betroffenen Extremitäten und sind häufig stark in ihrer körperlichen Aktivität eingeschränkt. Wenn nach sechs Monaten strukturiert durchgeführter, konservativer Therapie die Beschwerden nicht gelindert werden können, können meist schrittweise durchgeführte Operationen die Krankheitssymptome dauerhaft lindern und damit die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend verbessern. Dazu werden Aspirationslipektomien, oft als Fettabsaugung bezeichnete Operationen, mitunter auch kombiniert mit Hautstraffungen, durchgeführt. Bei diesen Eingriffen werden die krankhaften Fettmassen entscheidend reduziert und in der Folge die anderen Symptome gelindert.
Qualitätssicherung ist seit vielen Jahren ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von Chefarzt Dr. Handstein. Er setzt sich seit über 20 Jahren in verschiedenen Gremien auf Landes- und Bundesebene für eine hohe Qualität z. B. in der Brustkrebsbehandlung und der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie ein. „Wir sind sehr stolz darauf, dass uns höchste Qualitätsstandards und Patientensicherheit nun auch bei der Behandlung von Lipödemen offiziell bestätigt wurden“, sagt er. Die QS Richtlinien für Liposuktion bei Lipödem des Gemeinsamen Bundesausschusses gelten als Maßstab für eine qualitativ hochwertige Behandlung. Sie stellen hohe Anforderungen an die Qualifikation des Operateurs, die Ausstattung der Klinik, die Kooperation mit anderen Fachbereichen und die postoperative Betreuung der Patientinnen.
Veranstaltungshinweis: Am 16. März findet der 9. Görlitzer Lymphtag im Städtischen Klinikum unter ärztlicher Leitung von Chefarzt Dr. Handstein statt. Die Veranstaltung richtet sich an Patientinnen und Therapeuten zur Behandlung bei Lymph- oder Lipödem.
Mehr Informationen: plastische-chirurgie.klinikum-goerlitz.de
Kontakt: plastische.chirurgie@klinikum-goerlitz.de
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Görlitz, 18. Januar 2024. Ein bedeutender Schritt für die Gesundheitsversorgung älterer Menschen in Görlitz und der Region: Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sozialministerin Petra Köpping überreichten heute einen Förderbescheid von 23,5 Millionen Euro für den geplanten Neubau des Geriatrischen Zentrums am Städtischen Klinikum Görlitz. Die Gesamtinvestition von 30,3 Millionen Euro wird zu 80% vom Freistaat Sachsen getragen. Voraussichtlich 7 Millionen wird das Görlitzer Klinikum selbst stemmen.
Der Neubau ist dringend notwendig. Der aktuelle Zustand des bestehenden, denkmalgeschützten Gebäudes trägt der ausgezeichneten Arbeit, die das geriatrische Team leistet, nicht mehr Rechnung. Um zeitgemäße Standards in der Altersmedizin zu gewährleisten, entsteht am ehemaligen Standort der Kinderklinik ein modernes, viergeschossiges Gebäude. Der Neubau wird nicht nur die Behandlung der Patienten verbessern, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden.
Das Projekt ist für die gesamte Region wichtig und findet breite Unterstützung. Unter den Gästen befanden sich daher u. a. Landrat Dr. Stephan Meyer, Oberbürgermeister Octavian Ursu, Gesundheitsdezernentin Martina Weber, Vertreter umliegender Krankenhäuser, Steffen Thiele für Zittau/Eberbach und Weißwasser sowie Herrn Dr. Ralf Schönherr für Niesky. Mit diesen besteht seit vielen Jahren neben anderen wichtigen Kooperationsverträgen auch eine gelebte Kooperation für die geriatrische Versorgung und das geriatrische Netzwerk. Geschäftsführerin Ines Hofmann begrüßte weiterhin Vertreter der Krankenkassen, Aufsichtsratsmitglieder, Planer, Chefärzte und Kollegen angrenzender Fachrichtungen und Bereiche und vor allem „das geriatrische Team unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Stefan Zeller, welches zukünftig die Mauern des neuen Gebäudes mit ihrem Tun, ihrem Knowhow, ihrem Können und ihrer Empathie beleben wird“.
Ministerpräsident Michael Kretschmer hob die positive Auswirkung auf die Gesundheitsinfrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung hervor und ist sich sicher „wenn wie hier am Klinikum Görlitz die medizinischen Angebote stetig ausgebaut werden, profitieren davon alle, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Projekt wird dazu beitragen, die Versorgung älterer Menschen weiter zu verbessern und die Attraktivität der Region zu steigern.“ Staatsministerin Petra Köpping betonte, dass der Neubau des Geriatrischen Zentrums ein Meilenstein für die Versorgung älterer Menschen in unserer Region ist. „Die Fördermittel ermöglichen ein zeitgemäßes und bedarfsgerechtes Gebäude, die den höchsten medizinischen Standards entspricht.“
Fakten zu Bau:
Der Standort des neuen Zentrums in unmittelbarer Nähe zu anderen Einrichtungen, ermöglicht eine enge Zusammenarbeit und kurze Wege für Patienten und Angehörige. Der Neubau ist am ehemaligen Standort der Kinderklinik (vormals Haus H) in räumlicher Nähe zum Zentralbau/Funktionstrakt (Haus A) sowie zur Psychiatrie (Haus P) geplant. Die Fördermaßnahme ist eingebettet in die umfassende Sanierung und Strukturverbesserung des Städtischen Klinikums.
Der neue Bau ist als kompakter U-förmiger Baukörper geplant, bestehend aus einem langen Hauptbau (65 m x 20 m) in Ost-West-Richtung und zwei Seitenflügeln (20 m x 15 m) in Nord-Süd-Richtung. Die Architektur wird modern und eigenständig mit einheitlich gestalteten Fassaden sein. Der Bau strahlt Ruhe und Natürlichkeit aus, mit klar definierten geometrischen Linien. Durch eine sorgfältige Auswahl von Farben und Materialien sowie großzügigem Tageslichteinfall wird dem Gebäude ein warmer und freundlicher Charakter verliehen. Diese Gestaltung vermeidet jegliche klinische Atmosphäre und trägt dazu bei, eine patientenfreundliche Umgebung zu schaffen.
Das Geriatrische Zentrum in Görlitz wird durch eine einladende Hauptzufahrt an der Girbigsdorfer Straße erschlossen. Der Haupteingang an der nördlichen Hauptfassade führt zu einem freundlichen Wartebereich und einer effizienten Patientenanmeldung. Für den Zugang zu verschiedenen Etagen und Gebäudeteilen werden zentrale Aufzüge und Treppenhäuser genutzt, während übersichtliche Längsflure eine klare horizontale Struktur im Gebäude schaffen.
Im Erdgeschoss des Geriatrischen Zentrums in Görlitz befinden sich ein einladendes Foyer, die zentrale Patientenanmeldung, die Tagesklinik (20 Betten) mit verschiedenen Räumen für Untersuchungen, Behandlungen und Ruhe, sowie Bereiche für Physio- und Ergotherapie. Zudem gibt es einen Schulungsraum für Klinikmitarbeiter, Versorgungs- und Technikräume. Die oberen Stockwerke beherbergen zwei Pflegestationen mit insgesamt 60 Betten, ausgestattet mit Untersuchungs-, Behandlungs- und Therapieräumen. Das dritte Stockwerk beinhaltet Funktionsdiagnostik und Arztdienst. Im Untergeschoss sind Umkleideräume, Bettenaufbereitung, ein Abschiedsraum, ein Zentrallager und die zentrale Betriebstechnik geplant. Das Dachgeschoss wird für die zentrale Betriebstechnik der Lüftungsanlage genutzt. Der Neubau wird barrierefrei mit elektromotorisch betriebenen Eingängen, barrierefreien Stellplätzen, Aufzügen, Toiletten und breiten Fluren.
Zeitplanung: Baubeginn: 1. Quartal 2024 Fertigstellung: Ende 2026 Gesamtbauzeit: 3 Jahre Kostenplanung: Gesamtkosten: rd. 30.300.000 € Förderung: 23.547.162,00 € Eigenmittelanteil: rd. 6.750.000 €
Görlitz, 15. Januar 2024. Die Klinik für Neurologie am Städtischen Klinikum Görlitz wurde heute, am 15. Januar 2024, als MS-Schwerpunktzentrum durch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zertifiziert. Diese Auszeichnung belegt neben einer hohen Fallzahl von mind. 400 Patienten auch eine herausragende diagnostische und therapeutische Versorgungsqualität. Das Zertifikat dient als verlässliche Orientierung für Menschen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. Die Kriterien für die Zertifizierung wurden in Zusammenarbeit mit dem Ärztlichen Beirat des DMSG Bundesverbandes entwickelt und sind auf der Homepage der DMSG (www.dmsg.de) einsehbar. In Sachsen sind nur in Dresden und Wermsdorf weitere MS-Schwerpunktzentren etabliert.
Seit 2008 betreibt die Neurologische Klinik des Klinikums bereits ihre MS-Spezialambulanz, die nun zum Schwerpunktzentrum ausgezeichnet wurde. Hier erhalten Patientinnen und Patienten eine umfassende Betreuung, die sowohl fachliche als auch menschliche Aspekte berücksichtigt. Die Patienten werden in allen Stadien ihrer Erkrankung mit einer individualisierten Therapie begleitet, die an ihre Bedürfnisse und den Krankheitsverlauf angepasst ist. Das Team besteht nicht nur aus Neurologen, sondern auch aus Spezialisten anderer Fachgebiete wie Urologie, Kardiologie, Augenheilkunde und Radiologie. Einen wesentlichen Beitrag leisten die Pflegekräfte in der Ambulanz unter der Leitung von MS-Nurse Annett Kirf. Sie stehen den Patienten bei allen alltäglichen Fragen im Umgang mit ihrer Erkrankung zur Seite, erklären Injektionstechniken und geben Hilfestellungen im Alltag.
„Die Zertifizierung als MS-Schwerpunktzentrum unterstreicht unser Engagement für exzellente neurologische Versorgung. Wir sind stolz darauf, eine kompetente Anlaufstelle für MS-Patienten in Görlitz und der Region mit allen Optionen der Schubtherapie inklusive der Plasmapherese, der immunprophylaktischen und symptomatischen Therapie anbieten zu können“, sagt der Chefarzt der Neurologie und Leiter der Ambulanz Dr. Kersten Guthke.
MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die besonders im jungen Erwachsenenalter häufig auftritt. Die Symptome variieren je nach betroffenen Regionen des Zentralen Nervensystems. Der Verlauf kann schubweise oder schleichend-fortschreitend sein. Nach der Diagnosestellung erfolgt in der Regel eine frühzeitige Immuntherapie, die individuell an den Krankheitsverlauf angepasst werden kann. Es stehen mittlerweile zahlreiche hochwirksame Medikamente zur Verfügung. Bei schweren Schüben kann eine stationäre Behandlung in der Klinik für Neurologie notwendig sein. Die Klinik für Neurologie bietet auch die Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien.
Die Geschäftsführerin des Klinikums, Ines Hofmann, freut sich ebenso über die Auszeichnung. „Unser Versorgungsauftrag als Schwerpunktkrankenhaus erstreckt sich über nahezu sämtliche medizinische Bereiche, um für die Menschen in unserer Region eine ausgezeichnete Versorgung zu gewährleisten. Die Zertifizierung als MS-Schwerpunktzentrum unterstreicht das einmal mehr. Sie ist eine Bestätigung unseres Engagements für MS-Patientinnen und Patienten und eine Verpflichtung, weiterhin höchste Standards in der medizinischen Betreuung in allen Bereichen zu setzen.“
Hintergrund: Die Klinik für Neurologie besteht seit 1953 als eigenständige Abteilung. Auf der neurologischen Station stehen inkl. der Stroke Unit insgesamt 30 Betten zur Verfügung.
Am 2. Januar 2024 um 8.15 erblickte Raimundo Büttner das Licht der Welt. Der Kleine ist bei seinem ersten Fotoshooting sehr entspannt und wirkt denkbar zufrieden. Wir wünschen ihm und seiner Familie einen tollen Start zusammen!
Im Jahr 2023 kamen insgesamt bei 568 Geburten 572 Kinder im Kreißsaal unseres Klinikums auf die Welt.
Görlitz, 19.12.2023. Seit heute schmückt ein „Magnetbaum“ die Wöchnerinnenstation des Städtischen Klinikums Görlitz. Es handelt sich um eine dekorative, magnetische Wandgestaltung, an die Bilder und liebevolle Dankeskarten angebracht werden können. Die Anschaffung, Anfertigung und Installation im Wert von 1.600 Euro konnte dank großzügiger Spenden von Privatleuten und Firmen realisiert werden.
Auf der Wöchnerinnenstation (C2B) erholen sich Mütter mit ihren Neugeborenen nach einer stationären Entbindung. Je nachdem ob das Baby bei einer Spontangeburt oder einem Kaiserschnitt auf die Welt kam, bleiben die Mütter drei bis fünf Tage auf der Wochenstation. Hier zeigen ihnen die Kinderkrankenschwestern, wie ihr Neugeborenes gewickelt, gewaschen oder auch richtig gestillt wird. „Viele Eltern sind für diese Unterstützung sehr dankbar und schicken nach ihrer Entlassung Fotos ihrer Kinder und Grüße von zuhause“, sagt Stationsleiterin Ivonne Weber. Seit heute können diese Bilder und Dankeskarten optisch ansprechend am „Magnetbaum“ der C2B gezeigt werden und verschönern den Eingangsbereich der Station.
So wie der Magnetbaum sind viele andere schöne Ideen und Projekte für eine bessere Patientenversorgung im Klinikum nur mit Hilfe von Spendengeldern realisierbar. Sie werden nicht durch die reguläre Krankenhausfinanzierung gedeckt. Das Klinikum investiert bereits eine Menge Eigenmittel für moderne und spezielle Medizintechnik und stellt viele Förderanträge, um in Görlitz moderne Medizintechnik anzuschaffen. Doch darüber hinaus helfen Spenden, den Aufenthalt und die Versorgung noch besser zu machen. Dabei ist jeder Beitrag von unschätzbarem Wert, ob groß oder klein, ob von Einzelpersonen, Unternehmen oder Menschen, die das Klinikum als modernen Gesundheitsversorger für die Region unterstützen möchten.
Infos zu Spendenmöglichkeiten und Projekten für das Klinikum gibt es auf der Homepage: spende.klinikum-goerlitz.de
Görlitz, 14. Dezember 2023. Als eines von deutschlandweit 30 zertifizierten Brustkrebszentren beteiligt sich das Mammazentrum Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz seit März 2023 an der Better-Care-Studie der Uni Würzburg. Die Studie möchte die Nachsorge für Brustkrebs-Patient:innen optimieren und individuelle Betreuungsmöglichkeiten bis zu einem Jahr nach Abschluss der Behandlung nach Erstdiagnose anbieten.
Initiatorin für die Teilnahme ist die leitende Oberärztin Dr. med. univ. Phan Niestroj, die von Fachärztin MUDr. Kristina Kičová und der Pflegefachkraft Elisa Kremser unterstützt wird. Das Team widmet sich der Dokumentation und Reaktion auf körperliche sowie seelische Beeinträchtigungen nach Diagnose und abgeschlossener Therapie. Ziel ist die Verminderung dieser Beeinträchtigungen und die Steigerung der Lebensqualität der Patient:innen. Die Studienteilnahme steht allen Patient:innen offen, die kurativ behandelt wurden, keinen Nachweis von Fernmetastasen haben, Zugang zu einem Smartphone besitzen und bereit sind, an regelmäßigen Befragungen teilzunehmen. Die Teilnehmer werden in festgelegten Intervallen zu ihrem Befinden interviewt und können über eine spezielle App Umfragen beantworten. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten wird eine rasche Verbindung zum behandelnden Zentrum hergestellt.
Für die umfangreiche Betreuung ist Elisa Kremser zuständig. Sie ist Pflegefachkraft und Study Nurse für diese Studie. Sie arbeitet eng mit der Stationsleitung Corina Stundzik, dem Team der Station C3 (Frauenheilkunde/Plastische Chirurgie), der onkologischen Tagesklinik (C3/TK) und der onkologischen Fachpflegekraft sowie Breast Care Nurse (Brustschwester), Adrienne Zahlten, zusammen. Elisa Kremser kümmert sich um die Beratung und Gewinnung von Teilnehmenden, deren Befragungen und um die administrative Arbeit für das Studienzentrum an der Universität Würzburg. „Wir sind überzeugt, dass wir mit einer intensiveren Nachsorgebetreuung zusätzlich unseren hohen Qualitätsstandard für unsere Patientinnen und Patienten unterstreichen“, sagt Oberärztin Niestroj. Die Studie strebt auch eine verbesserte Vernetzung verschiedener Fachärzte an, wobei die Einbindung der ambulant tätigen Frauenärzte bereits fest zur Zentrumsarbeit gehört.
Die ausgezeichnete Brustkrebsversorgung im Mammazentrum gehört zum breiten onkologischen Leistungsspektrum des Görlitzer Klinikums. Etwa ein Fünftel aller Patient:innen im Klinikum Görlitz sind Krebspatient:innen. Von den circa 200 bekannten Krebsarten können die Experten hier nahezu alle diagnostizieren und therapieren. Pro Jahr werden 800 so genannte Primärkarziome, also Ersterkrankungen, verschiedenster Organe versorgt. Die onkologische Behandlung im Klinikum Görlitz zeichnet sich bei allen Tumorarten durch höchste Qualitätsstandards gemäß der strengen Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) aus. Der GBA sieht zudem Mindestmengen an Behandlungen vor, mit dem die hochwertige Versorgung von Tumorpatient:innen in Onkologischen Zentren geregelt wird. Das Klinikum erfüllt diese bereits bei Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Prostatakrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs. Künftig werden die Mindestmengen auch für die Tumorarten Pankreas, sonstige gastrointestinale Tumore, Hämatologische Neoplasien, Hoden/Penis- und Kopf-Hals-Tumore erreicht. Damit positioniert sich das Klinikum als führendes Zentrum für onkologische Erkrankungen in der Region.