Görlitz, 31.01.2022. Dr. Robert Hofmann leitet seit 1. Dezember 2021 die Klinik für Unfallchirurgie im Görlitzer Klinikum. Er ist Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Chirurgie mit Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie. Zuletzt war er seit 2018 als Leitender Arzt für die akute allgemein- und unfallchirurgische sowie unfallchirurgisch-orthopädische Patientenversorgung im Schweizer Spitalverbund Appenzell-Ausserrhoden tätig.
Der 55-Jährige gebürtige Löbauer ist gern zurück in der Region. „Das Team hier in Görlitz habe ich in den letzten Wochen bereits als überaus zuverlässig, kompetent und engagiert kennengelernt. Die Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen ist ebenfalls sehr gut. Da profitiere ich von meinen Vorgängern.“ Die Arbeit des langjährigen Chefarztes Dr. Uwe-Karsten Schöbel, der 2021 in den Ruhestand gegangen ist, will Dr. Hofmann fortführen. „Darüber hinaus möchte ich die endoprothetische Versorgung wieder erweitern.“ Dafür bringt er umfangreiche Erfahrungen bei der Implantation von künstlichen Hüft-, Knie- und Schultergelenken (Endoprothesen), sowie bei Gelenkspiegelungen (arthroskopischen Gelenkoperationen) mit.
„Wir sind sehr froh, dass wir mit Dr. Hofmann einen Experten auf dem Gebiet der Endoprothetik gewinnen konnten, der mit seinen Erfahrungen unter anderem auch die fachübergreifende Zusammenarbeit mit der Geriatrie und der Neurochirurgie ausbauen wird“, sagt Geschäftsführerin Ines Hofmann. Hier liegt der Schwerpunkt auf der operativen Versorgung alterstraumatologischer Patient:innen. Dr. Robert Hofmann folgt auf Dr. Ralph Banaskiewicz, der die Chefarztposition aus gesundheitlichen Gründen nach kurzer Zeit wieder abgegeben hat.
Dr. Robert Hofmann:
Geboren 1966 in Löbau Verheiratet, 2 Kinder Studium der Humanmedizin bis 1991 an der Humboldt-Universität Berlin, bis 1995 an der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus" sowie an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden 2001 Facharzt für Chirurgie 2004 Facharzt für Chirurgie mit Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie 2009 Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie 1997 Promotion am Dresdener Universitätsklinikum 1998 bis 2018 Notarzttätigkeit 2005 bis 2018 war er als Oberarzt und in der Folge als fachlicher Stellvertreter des Chefarztes für die Unfallchirurgie und Orthopädie in Oberlausitz-Kliniken gGmbH im Krankenhaus Bischofswerda tätig Hauptarbeitsgebiete: unfallchirurgische Versorgung akut Verletzter in einem lokalen Traumazentrum Hauptoperateur in einem zertifizierten Endoprothetik-Zentrum, intensive Zusammenarbeit mit niedergelassenen Orthopäden in Ostsachsen.
Görlitz, 24.01.2022. Olaf Tietz malt gedankenverloren. Oft beginnt er mit geschlossenen Augen und mit zwei Händen gleichzeitig. „Am Anfang ist selten klar, was entstehen wird“, beschreibt der 1962 in Räckelwitz bei Kamenz geborene Wissenschaftler.
Durch das Malen bekommt Olaf Tietz einen Zugang zu seinen emotionalen und zum Teil irrationalen Seiten, wie er sagt. Wahrscheinlich durch seinen beruflichen Werdegang, seine Tätigkeit als Wissenschaftler und Leiter der Sektion Geologie am Senckenberg Museum in Görlitz, blieb ihm dieser Zugang zu sich selbst lange verborgen. Angeregt durch die Mal-Therapie vor über einem Jahr am Städtischen Klinikum Görlitz begann er von einem Tag auf den anderen mit dem Malen. „Vieles hat sich seit dem verändert, aber das Malen ist geblieben“, sagt er. Bis heute entstehen wöchentlich mehrere neue Kunstwerke als Ausgleich zu seinem Alltag. Seine Bilder malt Olaf Tietz in kürzester Zeit. Dabei verspürt er einen enormen Drang zu monotonen und kreisförmigen Bewegungen sowie eine starke Begeisterung für kräftige und leuchtende Farben.
Die Ausstellung hängt bis Anfang April 2022 in der Magistrale des Städtischen Klinikums.
Görlitz, 20.01.2022. Kaum ein Beruf wird derzeit so viel diskutiert, wie der Pflegeberuf. Bereits lange vor der Corona-Pandemie fehlten Pflegekräfte in Praxen, Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen. Von ca. 200.000 ging der Deutsche Pflegerat Ende 2021 aus. Trotzdem entscheiden sich glücklicherweise immer noch Menschen, genau diesen Beruf zu erlernen. So begannen an der Krankenhausakademie des Landkreises Görlitz im September vergangenen Jahres 120 Frauen und Männer mit ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann. Sie sind motiviert, Menschen zu helfen, sie auf dem Weg ihrer Genesung oder auch ihrer Erkrankung zu begleiten. Kaum ein Beruf ist von so viel Dankbarkeit geprägt.
Um dem pflegerischen Nachwuchs mehr Möglichkeiten zu bieten, startet die Ausbildung sowohl im September als auch im März. „Unentschlossene oder auch Menschen, die umschulen möchten, sind dann nicht auf einen Zeitpunkt im Jahr angewiesen“, sagt Birgit Bieder, Pflegedirektorin des Klinikums. Für die Märzklasse dieses Jahr gibt es noch freie Plätze. Aber auch für September können schon Bewerbungen eingereicht werden.
Die 2020 eingeführte neue, generalistische Pflegeausbildung führt die bisherigen Berufsausbildungen der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege und der Altenpflege zur „Pflegefachfrau“ bzw. zum „Pflegefachmann“ zusammen. „Diese Ausbildung bietet eine zukunftsfähige und attraktive Perspektive“, sagt Birgit Bieder. Den Pflegekräften stehen nach der dreijährigen Ausbildung alle Wege offen. Sie sind in der Pflege vom Neugeborenen bis zum hochbetagten Menschen qualifiziert und können sowohl in Kliniken, als auch in Praxen oder in der stationären Kurz- oder Langzeitpflege arbeiten. „Wir im Klinikum Görlitz bieten unseren Absolventen die Chance, direkt einen festen Arbeitsplatz zu bekommen.“
Der theoretische Unterricht findet an der Krankenhausakademie des Landkreises Görlitz statt, die sich ganz in der Nähe des Klinikums als Praxispartner befindet. „Die Schülerinnen und Schüler bekommen an der Seite unserer Praxisanleiter, Lehrer, Pflegekräfte und Ärzte in der Praxis und in der Theorie eine hervorragende Ausbildung. Sie haben auch sehr guten Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten“, sagt Birgit Bieder weiter. Nicht zu vergessen ist, dass sie in einem großen Team sehr gut aufgehoben sind. Im Klassenverbund und in den verschiedenen Stationsteams des Klinikums werden die Auszubildenden engagiert unterstützt. Darüberhinaus können sie sich über eine attraktive Vergütung freuen. (1. Lehrjahr 1.000 €, 2. LJ 1.100 €,3. Jahr 1.200 €).
Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Klinikums:
ausbildung.klinikum-goerlitz.de oder auf der Seite der Krankenhausakademie des Landkreises Görlitz www.kha-goerlitz.de
Görlitz, 19.11.2021. Die Lage ist sehr erst. Immer mehr Patient:innen mit einer Covid-19 Erkrankung oder Coronainfektion werden im Städtischen Klinikum Görlitz betreut. Aktuell sind es 32 auf Normalstation, 5 auf der Intensivstation und 16 Verdachts- sowie Quarantänefälle. „Wir haben nicht mehr die Schlagkraft wie in den vorherigen Wellen. Die Patientenzahlen steigen und das Personal wird immer knapper. Unsere Leute sind erschöpft von den letzten anderthalb Jahren, hinzu kommen Krankheitsfälle und auch Quarantänen unter dem Personal“, sagt Geschäftsführerin Ines Hofmann. Jede Unterstützung wird gebraucht.
Deshalb geht das Klinikum, wie schon vor einem Jahr, erneut den Weg und sucht Hilfskräfte für die Patientenversorgung in der Bevölkerung.
„Wir suchen Helferinnen und Helfer, die Serviceleistungen wie Zimmerreinigung, Betten machen, Tee und Essen reichen übernehmen und auch Gespräche mit den Patienten führen. Zudem werden sie bei Übernahme von Tätigkeiten der Grundkrankenpflege gebraucht, in die sie selbstverständlich eingewiesen werden“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder, die zugleich Ansprechpartnerin für die Bewerbenden ist. Die Helfer:innen werden im Dreischichtsystem eingesetzt und erhalten einen zweitägigen Grundkurs in pflegeunterstützenden Maßnahmen. Das Fachpersonal weist die Helferinnen und Helfer in die jeweiligen Arbeitsbereiche ein. Die Vergütung erfolgt nach Tarif.
Interessierte können sich hier melden:
Pflegedirektorin Birgit Bieder: +49 3581 37-1533.
Bewerbungen senden Sie bitte an folgende Adresse, oder per Mail an: bewerbungen@klinikum-goerlitz.de Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH Abteilung Personal Girbigsdorfer Str. 1-3,02828 Görlitz
Görlitz, 26.10.2021. Auf Grund der steigenden Corona-Inzidenz im Landkreis macht das Klinikum Görlitz erneut auf die aktuellen Besucherregelungen aufmerksam:
Besuche von Angehörigen sind im Zeitfenster von 15 - 17 Uhr möglich und nur 1 Besucher:in pro Patient:in pro Tag Besuche sind nur nach vorheriger Anmeldung auf Station möglich Ein 3-G-Nachweis ist mitzubringen und wird kontrolliert Tragen eines medizinischen Mund-Nasenschutzes Abstand und Händehygiene
„Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschwert es die Arbeit sehr, wenn sie immer wieder mit Besuchern über die Einhaltung der Regeln diskutieren müssen. Wir möchten aber so lange wie möglich überhaupt Besuche ermöglichen und nicht wieder zu verschärfteren Regelungen zurückkehren. Deshalb bitten wir dringend darum, sich an die Regeln zu halten“, sagt Sprecherin Katja Pietsch.
Analog der steigenden Zahl in Stadt und Land nimmt auch die Anzahl der positiv getesteten Patient:innen sowie Verdachtsfälle im Klinikum zu und eine weitere Steigerung ist zu erwarten. Das Klinikum muss deshalb erneut einen eigenen Isolierbereich für die Versorgung der positiv getesteten Patient:innen einrichten. Um das zu gewährleisten, müssen Ressourcen gebündelt werden. Das hat leider auch zur Folge, dass es zu Verschiebungen oder Veränderungen des geplanten Behandlungsablaufes kommen wird.
Es bleibt der dringende Appell des Klinikums an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen, weil damit schwere Verläufe verhindert werden können, und sich an die AHA-L Regeln (Abstand, Händehygiene, Maske und Lüften) zu halten. Insbesondere die ältere Bevölkerung, die zu Beginn des Jahres ihre Erst- und Zweitimpfung erhalten hat, sollte sich jetzt um die Auffrischungsimpfung bemühen.
Das Klinikum selbst ist weiterhin zusammen mit dem DRK für die Impfung der Bevölkerung aktiv. Bis Ende des Jahres impft das Team des DRK immer mittwochs von 14 – 18 Uhr ohne Terminvergabe im Klinikum. Diese Woche gibt es auf Grund der hohen Nachfrage einen Zusatztermin am Donnerstag, 28.10., 14 - 18 Uhr
Görlitz, 22.10.2021. Die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten ist eines der vier Unternehmensziele des Görlitzer Klinikums. Alle Patient:innen haben die Möglichkeit, ihren Krankenhausaufenthalt anhand eines Fragebogens zu bewerten. Für mehr Transparenz führt das Klinikum seit über sieben Jahren in Kooperation mit dem deutschlandweit tätigen Clinotel Krankenhausverbund eine Patientenbefragung durch. Die Ergebnisse werden regelmäßig für alle sichtbar sowohl auf der Homepage des Städtischen Klinikums als auch bei den Clinotel Qualitätsergebnissen veröffentlicht und können dadurch mit denen der anderen Krankenhäuser verglichen werden.
Das Görlitzer Klinikum schneidet auch aktuell wieder überdurchschnittlich gut bei der Auswertung der Patientenbefragung ab. „Das macht uns sehr stolz. Das Ergebnis bestätigt die kompetente und aufopferungsvolle Arbeit unseres gesamten Teams, das 365 Tage rund um die Uhr für die Patientinnen und Patienten der Region da ist - insbesondere auch in den letzten Monaten während der Coronakrise“, sagt Ines Hofmann, Geschäftsführerin des Klinikums.
Die Patientinnen und Patienten bewerten kurz vor Ende ihres Krankenhausaufenthaltes die Leistungen des ärztlichen Dienstes und der Pflegekräfte, den Service, die Organisation sowie die Behandlung von Schmerzen. Bei der Auswertung der Patientenbefragung des 2. Quartals 2021 zeigten sich ähnlich sehr gute Bewertungen wie in den Quartalen zuvor.
93,5 Prozent der Befragten sind mit der Pflege am Klinikum Görlitz sehr zufrieden. Bewertet werden hier der Umgang mit Patientinnen und Patienten, die Erreichbarkeit und die fachliche Betreuung. 91,3 Prozent sind ebenfalls mit den Ärztinnen und Ärzten sehr zufrieden. Bei der Behandlung von Schmerzen gaben über 90 Prozent der Befragten an, dass sie damit zufrieden sind und über 85 Prozent finden, dass der gesamte Krankenhausaufenthalt gut organisiert ist. Bei der Sauberkeit und Ausstattung der Patientenzimmer erreichen wir eine durchschnittliche Zufriedenheit von 86 Prozent. Bei fast 80 Prozent der Patientinnen und Patienten haben wir trotz verschiedener Kostformen, die sich aus dem Krankheitsbild ergeben und notwendig sind, den Geschmack getroffen.
„Besonders stolz sind wir auf die Weiterempfehlungsquote unseres Hauses“, sagt Geschäftsführerin Ines Hofmann. 93,1 Prozent der Befragten würden Freunden und Bekannten das Städtische Klinikum Görlitz weiterempfehlen.
Link: https://www.klinikum-goerlitz.de/das-klinikum-goerlitz/qualitaet-sicherheit/patientenzufriedenheit/
Görlitz, 18.10.2021. Privatdozent (PD) Dr. med. habil. Christian Pflücke startet am 1. November als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Städtischen Klinikum Görlitz. Hier ist er für die Bereiche Kardiologie, internistische Intensivmedizin und Nephrologie (Nierenheilkunde) zuständig.
Die Kardiologie des Görlitzer Klinikums, hier insbesondere die Herzschrittmacherversorgung, hat bereits einen hervorragenden Ruf durch die innovative Arbeit der leitenden Oberärztin Dr. Christine Karbaum und dem bestehenden Team. „Mit Privatdozent Dr. Pflücke haben wir nun eine hochkarätige Besetzung für die Spitze der Klinik für Innere Medizin I gewinnen können. Er bringt auf dem Gebiet der interventionellen Kardiologie ausgezeichnete Fähigkeiten mit“, sagt Ines Hofmann, Geschäftsführerin des Klinikums.
PD Dr. Pflücke ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Er wechselt aus dem Herzzentrum des Dresdener Universitätsklinikums, an dem er insgesamt seit 2007 und seit 2016 als Oberarzt tätig war, nach Görlitz. An der Seite der renommierten Kardiologen Prof. Dr. Ruth Strasser, Prof. Dr. Karim Ibrahim und Prof Dr. Axel Linke erwarb er seine besonderen Fähigkeiten auf dem Gebiet der interventionellen Kardiologie, hier vor allem des Herzgefäß- und Herzklappensystems. Nachdem er 2015 den Wintersteinpreis der deutschen Herzstiftung gewann, habilitierte er 2018 unter Frau Prof. Strasser und ist seitdem als Privatdozent der Universität Dresden tätig. Er ist überaus erfahren bei hochkomplexen minimal-invasiven Eingriffen und Techniken, wie beispielsweise der Behandlung von schwer verkalkten Herzkranzgefäßen (inklusive Rotablation), der Durchführung von Hochrisikoeingriffen unter vorübergehendem Schutz von Herzunterstützungssystemen und deren Nutzung im kardiogenen Schock. Außerdem besitzt er durch eine Vielzahl von Behandlungen eine große Expertise bei der minimalinvasiven Therapie von Herzklappenerkrankungen (Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienz), welche durch neue Verfahren über einen ultraschallgesteuerten Eingriff durch die Leistengefäße repariert werden können. Dies kommt besonders älteren und gebrechlichen Patient:innen zugute, denn eine konventionelle herzchirurgische Operation mit Eröffnung des Brustkorbes und Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine kann so vermieden werden.
PD Dr. Christian Pflücke wuchs in Neustadt in Sachsen auf. „Ich bin seit meiner Kindheit fest in Ostsachsen verwurzelt und freue mich auf meine neue berufliche Aufgabe hier. Das Görlitzer Klinikum bietet als Schwerpunktkrankenhaus mit dem Zentrum für Innere Medizin sehr gute Voraussetzungen für eine umfassende und moderne Versorgung von Herzpatienten“, sagt er. „Mit Dr. Pflücke als Chefarzt werden wir die Patientenversorgung um zusätzliche, moderne Behandlungsmethoden erweitern, um damit neueste Verfahren der interventionellen Kardiologie den Patienten der Region hier vor Ort zugänglich machen zu können. Dies stärkt unser großes Zentrum der Inneren Medizin mit über 40 Ärzten zusätzlich“, sagt Ines Hofmann. Das Klinikum unterstreicht damit seinen Schwerpunkt bei der Versorgung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stellt eine wohnortnahe Patientenversorgung noch mehr als bisher umfassend der Bevölkerung zur Verfügung.
Hintergrund:
Die Klinik für Innere Medizin I bildet mit der Klinik für Innere Medizin II + Geriatrie und der Klinik für Innere Medizin III + Strahlentherapie das Zentrum für Innere Medizin (ZIM) am Städtischen Klinikum. Das Zentrum ist die größte strukturelle Einheit im Schwerpunktkrankenhaus. 41 ärztliche und 92 pflegerische Mitarbeiter:innen behandeln die Patient:innen in 150 Betten. Die Leitung übernimmt rotierend im Wechsel jeweils einer der drei Chefärzte.
Görlitz, 14.10.2021. Seit vielen Jahren bringen die Frauen des Vereins „Kunnerwitzer Gemeinschaft“ Gestricktes und Gehäkeltes auf die Wochenstation des Städtischen Klinikums. Hier sind die selbst gefertigten Mützchen, Babyschuhe und Decken äußerst beliebt und werden gern von den frisch gebackenen Müttern und Vätern angenommen.
Über zehn Seniorinnen treffen sich regelmäßig, um gemeinsam zu stricken und zu häkeln. Die Idee für dieses Engagement hatte Dorothea Schönherr. Ihre Urenkel bekamen vor Jahren selbst gehäkelte Geschenke zu ihrer Geburt in Wittenberge. Die stolze Oma dachte sich, dass sich auch junge Eltern im Landkreis Görlitz über selbst gefertigte Handarbeiten freuen würden und erzählte den anderen Vereinsmitgliedern davon. Alle waren begeistert und einverstanden.
Mit viel Spaß und ohne Zwang treffen sich die Frauen nun regelmäßig zum kommunikativen Austausch und häkeln nebenbei. „Für uns Rentnerinnen ist das eine sinnvolle Aufgabe, durch die wir uns gebraucht fühlen“, sagt Dorothea Schönherr. Die vielen positiven Rückmeldungen, die bei den Stationsschwestern der Wochenstation ankommen, spornen alle an, weiter zu machen.
Görlitz, 06.10.2021. Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. „Entscheidend für die Heilung ist eine frühzeitige Diagnose“, sagt Privatdozent Dr. habil. Vladimir Novotny, Chefarzt der Klinik für Urologie im Klinikum Görlitz. Er setzt in seiner Klinik dafür jetzt ein neues Verfahren ein: die MRT fusionierte Prostatabiopsie. Dieses Verfahren kombiniert zwei Bildgebungen: den Ultraschall und das MRT. „Auf diese Weise können wir deutlich präzisere Gewebeproben zur weiteren Untersuchung entnehmen und so die Befundsicherheit erhöhen“, sagt Dr. Novotny. In die Anschaffung der dafür notwendigen Spezialtechnik investierte das Klinikum mehr als 110.000 Euro.
Die klassische Biopsie, also Gewebeprobenentnahme, erfolgt meist ultraschallgesteuert. Bei dem neuen Verfahren kommen MRT-Bilder der Prostata dazu. Diese bringt der Patient zur Behandlung mit ins Krankenhaus. Sie dienen den Urologen als Grundlage um auffällige Areale in Zusammenarbeit mit den Radiologen zu markieren. Bei der anschließenden Biopsie-Untersuchung mit den Echtzeit-Aufnahmen des Ultraschalls werden beide Bilder zusammengeführt – also fusioniert. Mit Hilfe eines Koordinatensystems auf dem Bildschirm kann der Arzt dann die Punktiernadel millimetergenau auf die auffälligen Bereiche ausrichten. „Wir punktieren auf diese Weise schon kleinste Gewebeveränderungen und können so bösartige Zellen exakt ausmachen“, sagt der Urologe. Damit arbeiten die Urologen des Klinikums nach den aktuellsten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie, die die MRT-gestützte Biopsie bei der Diagnostik von Prostatakarzinomen ausdrücklich empfiehlt.
Für die Patienten bedeutet dieses neue und östlich von Dresden erstmals eingesetzte Verfahren ein weiteres Stück Diagnosesicherheit in ihrer Nähe - Prostatakarzinome können nun im frühesten Stadium entdeckt werden. Anschließend werden den Patienten verschiedene Therapiemöglichkeiten, wie z. B. die radikale Prostataentfernung mit einer nahezu 100 %-igen Heilungschance, im Klinikum Görlitz angeboten. Die Klinik für Urologie bietet an einem Standort die komplette Grundversorgung an und führt schwierigste Operationen durch. Seit 2017 baut sie ihr Leistungsspektrum mit komplexen Operationen und neuester Technik aus. Die Patientenzahlen steigen seither kontinuierlich um durchschnittlich 15 % pro Jahr. Neben der sehr hohen Kompetenz des Personals und der ausgezeichneten Technik sind alle Bereiche zur Tumorbehandlung wie die Strahlen- und Chemotherapie sowie die Physiotherapie ebenfalls am Standort des Klinikums vorhanden. Eine fachübergreifende Behandlung der Patienten mit Tumoren ist hier selbstverständlich.
Zahlen & Fakten zur Klinik für Urologie am Städtischen Klinikum Görlitz:
Gründung 1956 Leitung: seit 2017 Privatdozent Dr. med. habil. Vladimir Novotny Betten: 27 ca. 3.000 Patienten /Jahr ca. 150 große urologische Tumoroperationen / Jahr ca. 250 Patienten mit Prostatakrebs behandelt die Urologische Klinik im Jahr ca. 300 Biopsien / Jahr
Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung
Görlitz, 09.11.2021 Nächster Impftermin des DRK im Klinikum ist am 10. November 2021. In der Zeit von 14 – 18 Uhr können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Impfzentrum, in der großen Cafeteria gegen Covid-19 schützen lassen. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Mitzubringen sind die Chipkarte und der Impfausweis.