Görlitz, 29.12.2020. Am gestrigen Montag konnte das Städtische Klinikum die ersten Impfdosen vom Universitätsklinikum aus Dresden holen. Heute erhalten 35 impfwillige Mitarbeiter:innen die Schutzimpfung gegen Covid-19 vom Hersteller Biontech und Pfizer. Um einen entsprechenden Langzeitschutz zu erzielen, werden die heute geimpften Kolleginnen und Kollegen, in drei Wochen ein zweites Mal geimpft.
Die Priorisierung der zu Impfenden erfolgt in Anlehnung an das Schema der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes. Oberste Priorität haben dabei impfwillige Mitarbeiter:innen aller Berufsgruppen aus dem Intensivmedizinischen Zentrum, der Anästhesie, der Coronastationen, der Notaufnahme, alle Notärzte sowie die Mitarbeiter:innen, die die Testabstriche durchführen.
Ohne zu zögern hat sich auch Dr. Stefan Zeller, Chefarzt der Klinik für Geriatrie, impfen lassen. „Ich bin sehr froh, dass der Impfstoff da ist und wir los legen können“, sagt er. Auch wenn damit lange nicht alle Sorgen weg sind, ist es ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie.
Schon in der kommenden Woche wird es weitere Impftermine geben. Abhängig von der Anzahl der zugeteilten Impfdosen plant Jacqueline Wittig, Betriebsärztin des Klinikums, den Impfablauf, denn nach Abholung des Impfstoffes ist dieser innerhalb weniger Tage zu verbrauchen.
Görlitz, 24.12 2020. Vor einer Woche bat das Städtische Klinikum Görlitz die Bevölkerung um Hilfe bei der Patientenversorgung. Immer mehr Fälle von Covid-Patient:innen und immer knapper werdendes Personal waren Anlass für den Aufruf. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich so viele Menschen, dass das Klinikum den Aufruf stoppte, um die Hilfsangebote zu sichten. „Wir hätten nie gedacht, dass sich so viele helfende Hände zur Verfügung stellen würden“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder. Zugleich bedeutet das aber auch, dass nicht alle Meldungen berücksichtigt werden konnten.
Beworben haben sich überwiegend Menschen aus Görlitz und der Region; manche sind auf Grund von Corona in Kurzarbeit, andere sind arbeitslos, Empfänger von ALG I oder II. Es sind Studenten dabei, Akademiker, Handelsvertreter, Schüler, Rentner, Teilzeitbeschäftigte…
Insgesamt beginnen jetzt 34 Hilfskräfte auf verschiedenen Stationen. Es sind Helfer:innen unterschiedlichen Alters. Sie haben sich aus ganz verschiedenen Lebenssituationen heraus beworben. „Was uns in den Gesprächen sehr beeindruckt hat, war die Motivation, helfen zu wollen und dafür auch Freizeit zu opfern“, sagt Birgit Degenhardt, die als Personalsachbearbeiterin mit vielen der Bewerber:innen telefoniert hat. Wichtig für die Auswahl war vor allem die Flexibilität. Manche haben ihre Hilfe für 2-3 Stunden am Tag angeboten. Das ist auch wunderbar, jedoch hat das Klinikum versucht, die befristeten Arbeitsverhältnisse mit etwas Kontinuität auszugestalten. „Dabei haben wir so gut es ging Einsatzwünsche und Arbeitszeitwünsche berücksichtigt“, sagt Frau Bieder. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Hilfskräfte im Drei-Schicht-System eingesetzt. Die meisten gehen 40 Stunden pro Woche arbeiten, einige 30 Stunden. Sie übernehmen Serviceleistungen wie Tee und Essen reichen, Betten machen, Zimmer reinigen und vor allem führen sie Gespräche mit den Patient:innen, die ja keinen Besuch empfangen dürfen.
Die Hilfskräfte sind zunächst in der Regel bis 28. Februar 2021 befristet per Vertrag als Mitarbeiter:innen des Klinikums mit allem was dazu gehört eingestellt - Mitarbeiterausweis, Urlaubsanspruch etc. Sie werden vergütet als Hilfskräfte im Pflegedienst entsprechend dem Haustarifvertrag.
„Wir sind allen, die uns helfen wollen unendlich dankbar. Die Resonanz auf den Aufruf hat uns Mut gemacht und ist ein wirklich gutes Zeichen in dieser so schwierigen Zeit“, sagt die Geschäftsführerin des Klinikums, Ulrike Holtzsch.
Görlitz, 22.12.2020. Der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Städtischen Klinikums Görlitz, Privatdozent Dr. med. habil. Thomas Reuster, verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand. Dr. Reuster leitete die Klinik seit 1. Juli 2009. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Diagnostik und Therapie von Suchterkrankungen und affektiven Störungen (Depressionen, Bipolare Störungen). Besonders verdient gemacht hat er sich im Bereich der Gerontopsychiatrie, also der Behandlung von älteren Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sein Nachfolger, Dr. Dirk Schmoll, bringt ebenfalls auf allen diesen Gebieten eine hohe fachliche Expertise mit. Dr. Schmoll übernimmt am 1. Januar 2021 die Leitung der Klinik. „Ich freue mich sehr, dass das Klinikum einen so versierten Kollegen gewonnen hat“, sagt Dr. Reuster.
Mit Blick auf die Zukunft sieht Dr. Reuster weiterhin die Suchtproblematik und vor allem alterspsychiatrische Erkrankungen als Schwerpunkte in Görlitz. Drogen, insbesondere Amphetamine wie Speed, Extasy und Crystal Meth sind ein großes Problem in der Grenzregion. Zudem gibt es auf Grund der demografischen Entwicklungen immer mehr Patient:innen mit Altersdepression, Demenzen unterschiedlicher Art und/oder Durchblutungsstörungen des Gehirns mit der Folge von Wahrnehmungs- und Verhaltensstörungen. „Die psychiatrische Behandlung älterer und alter Menschen unterscheidet sich deutlich von der Behandlung jüngerer. Hören, Sehen und Bewegungsfähigkeit sind oft eingeschränkt, das Denktempo reduziert und die Stoffwechselprozesse verlangsamt. Letzteres erfordert zum Beispiel eine sehr sorgfältige Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln“, beschreibt Dr. Reuster die Besonderheiten der Gerontopsychiatrie.
Nicht nur in der Psychiatrie sondern fachübergreifend hat sich das Klinikum Görlitz auf die Betreuung von Menschen mit demenziellen Veränderungen ausgerichtet. Neben der Diagnostik in der Psychiatrie und der Neurologie bietet die Akutgeriatrie die notwendigen Bedingungen für die Betreuung.
Einen besonderen Plan für seinen Ruhestand hat Dr. Reuster nicht. Im Gegenteil, derzeit arbeitet er zusammen mit dem Springer-Verlag an der Herausgabe eines Buches. „Das ist das Ergebnis des Symposiums, welches wir im Herbst hier durchgeführt haben“, sagt der Arzt. Teilnehmer aus ganz Deutschland tauschten sich in Görlitz zu dem Thema „Brücken zwischen Philosophie und Psychiatrie“ aus. „Diese Veranstaltung ist außerordentlich gut angekommen, so dass alle Vorträge nun in einem Buch veröffentlicht werden sollen.“ Insofern ist Dr. Reuster mindestens bis Mitte 2021 ausgebucht.
„Wir danken Dr. Reuster für seine hervorragende Arbeit. Mit seiner Hilfe und der seines Teams konnten viele Menschen wieder neuen Lebensmut finden. Er hat durch sein Wirken und die Zusammenarbeit mit den Kliniken im Haus sowie mit Einrichtungen außerhalb dafür gesorgt, dass die Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Bevölkerung größer geworden ist“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch.
Mehr zur Klinik: psychiatrie.klinikum-goerlitz.de
Görlitz, 03.12.2020. Dieses Jahr ist aufgrund der Pandemie auch die Weihnachtszeit anders. Um den Patient:innen, die im Dezember auf Station behandelt werden müssen, den Aufenthalt trotzdem so angenehm wie möglich zu gestalten, funkeln geschmückte Weihnachtsbäume auf dem Klinikumsgelände. Die Stationen sind mit Herrnhuter Sternen dekoriert und verschiedene Aktionen sorgen auch bei den Mitarbeiter:innen für etwas Abwechslung im Advent.
Das traditionelle „Türchen“ – eine Veranstaltung am Nikolaustag – zu dem in den vergangenen Jahren immer viele Kinder ins Klinikum kamen, kann 2020 leider nicht vor Ort stattfinden. Stattdessen können die kleinen Patient:innen des Klinikums und Kinder aus Görlitz und der Umgebung an einen Malwettbewerb teilnehmen. Die ersten 50 Weihnachts- oder Winterbilder, die bis zum 3. Advent im Klinikum eintreffen, werden bis zum 24. Dezember 2020 mit einem Überraschungspäckchen belohnt.
Neben Überraschungen gehört zur Weihnachts- und Adventszeit natürlich auch Musik. Um das Infektionsrisiko im Klinikum für alle so gering wie möglich zu halten, musizieren verschiedene Bläsergruppen in diesem Jahr draußen auf dem Klinikumsgelände. Zusätzlich gibt es an den Adventssonntagen ab 10 Uhr Konzerte der „Neuen Lausitzer Philharmonie“, die live aus der Klinikumskapelle auf den Bildschirm am Patientenbett übertragen werden. Und auch die Advents- und Weihnachtsgottesdienste, die Pfarrerin Antje Kruse von der Krankenhausseelsorge in der Kapelle anbietet, sind am Patientenbett zu sehen. Patient:innen, aber auch Mitarbeiter:innen des Klinikums, die in der Vorweihnachtszeit gerne rätseln, können beim „Klinikums – Adventskalender“ insgesamt 24 Fragen rund um das Thema Weihnachten beantworten und täglich etwas gewinnen.
Görlitz, 24.11.2020. Die seit 1997 in Görlitz lebende Künstlerin Dagmar Nolte präsentiert ab dem 24. November ihre neue Ausstellung im Städtischen Klinikum Görlitz. Gezeigt werden Reise- und Landschaftsbilder aus der Toskana, dem Spreewald und der Oberlausitz als ungegenständliche und abstrakte Motive. Der Ausstellungstitel „Botschaften aus der Stille" spiegelt das momentane Leben von Dagmar Nolte wieder. Die in Gelsenkirchen geborene Künstlerin und Hochschulpreisträgerin der Universität-GH in Essen, lebt seit 2010 zurückgezogen in Jauernick und konzentriert sich in ihrem Malgarten, im Wald oder ihrer Malschule Nunu auf die Malerei. Besonders in „Corona-Zeiten“, in denen Kontakte eingeschränkt sind, wird das kulturelle Leben leiser. Mit der Ausstellung der Öl-, Acrylbilder und Holzkohlezeichnungen sendet Dagmar Nolte aus ihrer „Stille“ die Möglichkeit, in die Ferne zu blicken. Die präsentierten Landschaften sollen Reiselustige erfreuen. Sie sollen dabei helfen, die Zeit, bis uneingeschränktes Reisen wieder möglich ist, besser zu überstehen und das Wichtige, was einem gut getan hat, nicht aus den Augen zu verlieren.
Bis es soweit ist, nutzt Dagmar Nolte die Zeit und Muße, um in der Stille weiter kreativ tätig zu sein und neue Bilder zu malen. Für ihre künstlerischen Arbeiten wählt Dagmar Nolte gern einen Standort mitten in der Natur. Hier kommt sie zu sich und nimmt die gesehenen und gefühlten Inspirationen auf. Im Atelier gestaltet sie dann ihre Arbeiten bis zum letzten Pinselstrich.
Ihre aktuelle Ausstellung ist bis zum 04. Januar 2021 in der Magistrale des Städtischen Klinikums zu sehen.
Für unseren Bereich Glas- und Gebäudereinigung suchen wir ab sofort für 15 Std./Woche eine Die Betriebsgesellschaft des Klinikums ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH. Die Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH ist das größte Krankenhaus der Schwerpunktversorgung östlich von Dresden, Gesundheitsmarktführer und größter Arbeitgeber der Region. Unser Haus verfügt über 634 stationäre und tagesklinische Behandlungsplätze in 17 Fachkliniken, 2 Instituten und 5 Tochter-GmbHs. Jährlich werden ca. 65.000 Patienten stationär und ambulant versorgt. Die Betriebsgesellschaft beschäftigt zurzeit ca. 170 Mitarbeiter in den Bereichen Glas- und Gebäudereinigung, Catering und Patientenservice sowie Wach- und Sicherheitsdienst. Ihre Aufgaben Reinigung und Desinfektion der Patientenzimmer und der sanitären Einrichtungen Reinigung und Desinfektion der Funktionsabteilungen, des Zentral-OPs und anderer Dienst- und Büroräume Reinigung und Desinfektion des patientennahen Umfeldes incl. Bettenaufbereitung nach Entlassung der Patienten
Görlitz, 6.11.2020. Dr. Steffen Seiler leitet seit 1. November die Notaufnahme des Görlitzer Klinikums. Der erfahrene Notarzt, Anästhesist, Intensiv- und Palliativmediziner wurde 1963 in Leipzig geboren. Er wuchs in der Uckermark auf und studierte Humanmedizin an der Humboldt-Universität Berlin sowie der Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus in Dresden. Die Oberlausitz kennt er sehr gut. Er war von 1991 – 2016 im Krankenhaus in Bautzen tätig. Vor seinem Wechsel ans Görlitzer Schwerpunktkrankenhaus war er Chefarzt der Anästhesie in Schwedt, Elsterwerda und zuletzt Weißwasser.
Dr. Seiler startet im Klinikum in einer außergewöhnlichen Zeit der Corona-Pandemie. „Als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung ist die Sicherstellung der Notfallbehandlung eine unserer wichtigsten Aufgaben und insbesondere jetzt eine der größten Herausforderungen“, sagt der Medizinische Direktor Dr. Eric Hempel. Daher ist das Klinikum froh, dass Dr. Seiler die Notaufnahme mit seiner Expertise und Führungskraft ab sofort stärkt.
„Ich bin schon nach wenigen Tagen mitten drin im Geschehen und kann meine medizinische und persönliche Erfahrung in die Patientenversorgung einbringen“, sagt Dr. Seiler. „Das Team der Notaufnahme sowie die Kolleginnen und Kollegen, die ich bisher kennenlernen durfte, sind überaus engagiert. Ich freue sehr auf die Zusammenarbeit.“
Hintergrund: In der Notaufnahme des Städtischen Klinikums Görlitz werden jährlich ca. 24.000 Patient:innen untersucht und behandelt; das bedeutet im Mittel pro Tag ca. 65 Patienten. Ein großer Teil der Patient:innen wird ambulant versorgt, d.h., sie können nach der Behandlung wieder nach Hause entlassen werden, ca. 8.000-10.000 Patient:innen werden stationär aufgenommen oder intensivmedizinisch behandelt. Die Ursachen können Erkrankungen oder Verletzungen aus ganz verschiedenen Bereichen sein. So erreichen viele Patient:innen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Bewusstseinsstörungen oder Atemwegserkrankungen, sowie aus nahezu allen weiteren klinischen Bereichen die Notaufnahme. Das Klinikum ist zertifiziertes regionales Unfallzentrum und versorgt diesbezüglich auch eine große Anzahl an schwerstverletzten Patientinnen und Patienten.
Görlitz, 02.11.2020. Derzeit werden 29 Patient:innen mit Covid-19 stationär im Görlitzer Klinikum versorgt. Vier davon liegen auf der Intensivstation, drei müssen beatmet werden. Hinzu kommen zwölf Verdachtsfälle, die bis zum Testergebnis ebenfalls isoliert werden müssen, was einen hohen pflegerischen und ärztlichen Betreuungsaufwand bedeutet. Um Räume und Personal für die Behandlung der Corona-Patient:innen zu schaffen, muss das Klinikum fachübergreifend planbare Behandlungen und Eingriffe verschieben - sofern es medizinisch vertretbar ist. Die betreffenden Patient:innen werden direkt informiert. Damit steht eine gesamte Etage im Hauptgebäude als Infektionsstation zur Verfügung. Ein interdisziplinäres Team aus versierten Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften kümmert sich um die Covid-Patient:innen. Die Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem intensivmedizinischen Bereich. Hier können intensiv- und beatmungspflichtige Patient:innen in 24 Intensivbetten spezialisiert betreut werden.
Die Notfallversorgung aller Patientinnen und Patienten findet unverändert statt. Patienten mit schweren Erkrankungen wie Krebspatienten oder Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen müssen keine Sorgen haben, dass ihre notwendigen Operationen verschoben werden. Um alle Patient:innen - unabhängig von Corona - nach ihrer Dringlichkeit der stationären Behandlung einzuschätzen, wird erneut ein Triage-System zur Einstufung angewendet.
„Die steigende Zahl der Neuinfektionen ist besorgniserregend. Das Personal des Klinikums leistet großartige Arbeit, um die Situation zu meistern“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. Vor allem die Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachkräfte, die die Covid-19-Patient:innen direkt behandeln, sind in besonderem Maße beansprucht. „Sie sind sowohl physisch als auch mental enorm gefordert. Ihre Leistung und Einsatzbereitschaft verdienen höchsten Respekt“, sagt die Geschäftsführerin.
Angesichts der Dynamik des Infektionsgeschehens tagt die Krankenhauseinsatzleitung täglich, um die Entwicklungen neu zu beurteilen und umgehend darauf reagieren zu können. Das Klinikum bittet alle Bürgerinnen und Bürger, sich und ihr Umfeld zu schützen: Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten, Händehygiene und Lüften. Der Besucherstopp bleibt als Schutzmaßnahme für Patient:innen und Mitarbeiter:innen bestehen (ausgenommen sind Geburten und Sterbephasen)
Görlitz, 28.10.2020. Das Städtische Klinikum Görlitz hat in den vergangenen Monaten die Stationen des A-Gebäudes umfangreich renoviert. Für insgesamt 100.000 Euro wurden Flure, Patientenzimmer und Aufenthaltsräume gemalert und Bodenbeläge zum Teil erneuert. Die Stationen sind nun in unterschiedlichen Farbtönen gestaltet. Dies trägt neben einer angenehmen Atmosphäre dazu bei, dass sich die Patient:innen besser orientieren können.
Der besseren Orientierung dient auch die Ausgestaltung der Patientenzimmer und Türen mit einem individuellen Bild. Dabei findet sich dasselbe Motiv aus dem Patientenzimmer noch einmal auf der jeweiligen Patientenzimmertür wieder. Diese Gestaltungsidee wurde bereits im Januar 2018 in einem ersten Projekt auf der Neurologischen Station B3 umgesetzt. Es fand so großen Anklang, dass nun auch die Zimmer der anderen Stationen mit über 90 Bildern und Türfolien gestaltet wurden. Die Pflegefachkräfte brachten bei der Farbwahl und der Auswahl der Motive ihre Wünsche und Vorstellungen ein. So ist zum Beispiel die Station A1 mit Landschaftsbildern, die AII2 mit Tiermotiven und die AII6 mit Blüten und floralen Motiven ausgestattet. Das unterstützt das Zurechtfinden im Krankenhaus. Für die Orientierung sind zudem eine gute Beleuchtung auf den Fluren sowie eine Ausschilderung in Sichthöhe entscheidend. Dies steigert die Patientensicherheit und senkt das Sturzrisiko. Zudem setzen in den Sanitärbereichen farbige Fliesen und Stützklappgriffe neben Waschbecken und Toilette Akzente. So wird vermieden, dass Wände, Böden und Armaturen bei Patient:innen mit kognitiven Einschränkungen verschwimmen und ineinander übergehen. Mit den umfangreichen Renovierungen trägt das Klinikum auch seiner Ausrichtung als demenzsensibles Krankenhaus Rechnung.
Neben den optischen Orientierungshilfen kommen auch immer öfter Hilfen für eine zeitliche Orientierung zum Einsatz. So sind in den ersten Patientenzimmern gut lesbare Uhren und Dauerkalender montiert. Sie helfen den Patient:innen bei einer Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus, beispielsweise nach einer Operation mit Narkose, sich im Jahr, der Woche, dem Wochentag sowie der Tageszeit zu Recht zu finden.
Görlitz, 7.10.2010. Nicht alle Besucher:innen des Klinikums halten sich an die coronabedingten Hygieneregeln. „Leider beobachten wir zunehmend Besucher:innen, die ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz kommen. Andere halten die Abstandsregeln nicht ein oder betreten die Patientenzimmer, ohne sich vorher anzumelden und die Kontaktdaten zu erfassen“, sagt Pflegedienstleiterin Janine Dolezel.
„Uns ist sehr bewusst, dass nicht alle Menschen mit diesen Auflagen einverstanden sind. Dennoch weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass sie sich bei einem Besuch unseres Krankenhauses ohne Wenn und Aber an die festgelegten Hygienevorschriften halten müssen“, sagt die Pflegedirektorin Birgit Bieder. Das Klinikum trägt seinen Patient:innen gegenüber eine besondere Verantwortung. Gerade jetzt steigen die Infektionszahlen auch im Landkreis Görlitz. Hinzu kommt die beginnende Erkältungszeit. „Unsere Patienten sind mehr gefährdet als andere, so dass zusätzliche Infektionen, wie zum Beispiel durch das Coronavirus, schwere Verläufe nehmen können“, sagt die Pflegedirektorin. Die erste Pflicht des Krankenhauses ist es, Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeiter:innen wirksam zu schützen.
„Wir wissen, wie wichtig Besuche für den Heilungsprozess sein können. Deshalb sind wir froh, dass wir sie mit der 1x1x1 Regel ermöglichen können“, sagt Janine Dolezel. Völlig unverständlich ist es daher, dass manche Besucher dem Personal gegenüber regelrecht unwirsch und bisweilen sogar aggressiv auftreten.
Folgende Hygieneregeln dienen dem Schutz aller:
Besuch: 1 Besucher pro Patient am Tag für 1 Stunde Besuchszeit: 14-17 Uhr Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Gebäuden! Abstand halten! Händehygiene: Vor dem Eintritt und vor Verlassen des Patientenzimmers sowie des Hauses: Hände desinfizieren! Kontaktdatenerfassung (Formulare auf www.klinikum-goerlitz.de) Zutrittsverbot für Personen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung (z.B. grippaler Infekt) und anderen Covid-19-typischen Symptome
Die Einhaltung der Regeln ist wesentliche Voraussetzung dafür, dass Besuche weiterhin möglich sind.