Fakten & Hintergrund:
Auf der Stroke Unit des Görlitzer Klinikums werden unter modernsten Bedingungen Schlaganfallpatienten in der Akutphase 24 Stunden am Tag von einem hochspezialisierten Team aus Ärzten, Pflegefachkräften, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sprach- und Schlucktherapeuten und Neuropsychologen betreut. Dem Klinikum Görlitz kommt als Regionalem Nebenzentrum im Schlaganfall Netzwerk Ostsachsen (SOS-NET) eine besondere Stellung zu: Es ist im SOS-NET neben dem Universitätsklinikum Dresden das einzige Krankenhaus, das über eigenständige Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie verfügt. Das Klinikum Görlitz übernimmt Patienten v.a. aus den Krankenhäusern des Landkreises Görlitz, aber auch des Landkreises Bautzen zur weiteren Diagnostik und Therapie.
Die Zertifizierung von Stroke Units soll die Qualität von Schlaganfallstationen fördern und in einem unabhängigen Zertifizierungsverfahren nachweisen. Es gibt eine Einstufung in lokale, regionale oder überregionale Stroke Units. Diese Einstufung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, das heißt, die Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten steigern sich von Stufe zu Stufe.
Die Zahl der älteren Menschen steigt - auch die Notaufnahmen und Rettungsdienste müssen sich darauf einstellen. Ältere Menschen haben oft mehrere Erkrankungen zugleich. Der Notfall, wegen dem sie behandelt werden müssen, ist meist nur eines von verschiedenen Leiden. Ebenso spielen Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten in der Akutversorgung eine Rolle. Wenn schwere Vorerkrankungen vorliegen und der Patient bereits verschiedene Medikamente einnimmt, ist die Notfallversorgung besonders anspruchsvoll – sowohl am Unfallort als auch in der Klinik. Neben der dringlich medizinischen Versorgung ist vor allem menschliche Zuwendung bei Notfallpatienten wichtig. Wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt – ein Unfall zu Hause oder eine plötzliche Erkrankung – bedeutet das für jeden ein hohes Maß an Stress. Für ältere Menschen, die darüber hinaus häufig an demenziellen Erscheinungen leiden, sind das Ausnahmesituationen. Sie sind verwirrt und ängstlich. Hier ist viel Einfühlungsvermögen von allen Beteiligten gefragt – und das unter dem hohen Druck der Notfallversorgung.
Das Städtische Klinikum Görlitz ist als demenzsensibles Krankenhaus besonders gut auf die Behandlung und Versorgung älterer Patienten eingestellt, denn sie nehmen im klinischen und stationären Alltage eine wichtige Rolle ein. Auch die Akutversorgung in der Notaufnahme und durch die Notärzte vor Ort ist darauf ausgerichtet
Dr. Mark Frank, Leiter der interdisziplinären Notaufnahme des Klinikums, spricht am Mittwoch, dem 5. Februar, ab 17:30 Uhr über den „alten“ Mensch als Notfallpatient und darüber, welche Herausforderung das für alle ist und wie man diese meistern kann.
Görlitz, 03. Februar 2020.
Wir suchen für den Einsatz auf unterschiedlichen Stationen Das Städtische Klinikum Görlitz ist Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden und größter Schwerpunktversorger östlich von Dresden, Gesundheitsmarktführer sowie größter Arbeitgeber der Region. Wir kümmern uns jährlich um mehr als 65.000 stationäre und ambulante Patienten in 17 Fachkliniken, zwei Instituten und mit fünf Tochter-GmbHs. Unser Krankenhaus verfügt dafür über 634 stationäre und tagesklinische Behandlungsplätze sowie ein breites ambulantes Angebot inklusive umfangreicher Kooperationen. Wir bieten Ihnen: Unbefristeten Arbeitsvertrag Vielfältige Einsatzmöglichkeiten Vollzeit (40 Stunden Woche) oder Teilzeit möglich Attraktive Vergütung und Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersversorgung Jobticket Gesundheitsvorsorge Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten Unterstützung bei der Wohnungssuche betriebseigenen Kindergarten sowie ein betriebliches Altersversorgungswerk
Der 1983 geborene Oberlausitzer arbeitet schon seit einigen Jahren als freischaffender Künstler. Im Laufe der Zeit haben sich sein Stil und damit auch seine Bilder entwickelt. Anfangs malte „Mutate“ überwiegend fotorealistische Porträts. Inspiriert durch andere Kunstrichtungen veränderte sich jedoch seine Art zu malen. Angetrieben von Neugier und dem Wunsch nach Veränderung fand der gelernte Steinmetz neue Ausdrucksmöglichkeiten in seinem Schaffen und damit zu seinem ganz individuellen Malstil, der heute großformatige und farbintensive Kunstwerke hervorbringt.
Welche 18 Motive „Mutate“ in seiner neuen Ausstellung präsentiert, sehen Sie bis Ende März 2020 in der Magistrale des Städtischen Klinikums.
Für die Patienten erhöht sich darüber hinaus der Komfort. Die zum Teil verkürzte Dauer trägt zum Wohlbefinden des Patienten bei. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie (IdiR) profitieren von der Digitalisierung. Es ist für sie einfacher, die Patienten in die entsprechende Position für die Untersuchung zu bringen. Über das benutzerfreundliche Bedienprogramm freut sich das Team ebenso.
In die Optimierung investierte das Klinikum ca. 800.000 Euro – das ist nicht wenig, aber eine Neuanschaffung eines kompletten Gerätes wäre sowohl finanziell als auch baulich mit deutlich mehr Aufwand verbunden gewesen. Es mussten keine komplizierten baulichen Maßnahmen, bei denen gegebenenfalls Wände geöffnet oder umgebaut werden müssen, bzw. teure Hebetechnik gemietet werden. Dadurch war die Modernisierung innerhalb kürzester Zeit möglich.
Die digitale Technik ermöglicht weitere Aktualisierungen ohne großen Aufwand. Komplizierte bauliche Maßnahmen sind nicht notwendig. Die Patientenversorgung war auch während der Modernisierung gesichert. Das Klinikum mietete einen mobilen MRT in einem LKW-Trailer dafür an.
Görlitz, 03. Januar 2020
Menschen mit Demenz brauchen in einem Akutkrankenhaus besondere Aufmerksamkeit. Nicht nur, dass sie krank sind und vielleicht operiert werden müssen; sie sind im Krankenhaus auch noch aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen: ein fremdes Zimmer, ein fremdes Bett, ungewohntes Essen, ein anderer Tagesablauf und viele fremde Menschen. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen sind die gestörten Abläufe und die ungewohnte Umgebung eine schlimme Situation. Die Demenzerkrankung hat zudem einen enormen Einfluss auf die „normale“ Behandlung im Krankenhaus.
Das erkannte das Klinikum Görlitz bereits 2013 und setzte sich einen sensiblen Umgang mit demenziell veränderten Menschen zum Ziel. „Unsere Ausrichtung auf die Betreuung von Demenzkranken war eine notwendige Reaktion auf sich verändernde Rahmenbedingungen. Allein schon auf Grund der Demografie erwarteten wir eine Zunahme stationärer Krankenhausaufenthalte von Menschen mit Demenz“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder, unter deren Leitung das Projekt „Demenzsensibles Krankenhaus“ damals entstand.
Das Bundesministerium hat einen Wegweiser für Demenz herausgegeben, der auch einen „Fragenkatalog demenzfreundliches Krankenhaus“ enthält. Diese 45 Kriterien erfüllt das Klinikum mit wenigen Einschränkungen: Es gibt 34 fortgebildete Demenzbeauftragte auf den Stationen, die im Umgang mit demenzerkrankten Menschen speziell geschult sind. Es wurden Orientierungshilfen geschaffen, um sich besser in der fremden Umgebung zurechtzufinden. Alltagsgegenstände zur Beschäftigung (Demenzboxen) stehen zur Verfügung, die Angehörigen haben die Möglichkeit des RoomingIn und es gibt besondere Maßnahmen und Pflegetherapien (Aromatherapie, Kinästhetik...). Im Jahr 2016 hat das Klinikum sogar eine eigens für diese sensible Aufgabe geschaffene Position, eine Pflegeexpertin für Demenz, mit Mechthild Guthke besetzt. Sie koordiniert zwischen Patienten mit Demenz, Angehörigen, Pflegekräften, Ärzten, Demenzbeauftragten, Stationen und Kliniken sowie allen weiteren beteiligten Bereichen wie der Küche, der Reinigung, dem Wachschutz und dem Patientenversorgungstransport.
„Wir bemühen uns um eine Rundum-Versorgung“, sagt Mechthild Guthke. Diese fängt ganz früh an. So wird bereits bei der Aufnahme ermittelt, ob eine Demenz vorliegt. Ein behutsamer Hinweis auf dem Patientenidentifikationsbändchen hilft dann allen Berufsgruppen bei einem angepassten Umgang. Des Weiteren können die Patienten eine spezielle Demenzkostform erhalten. Bei der Behandlung wird ein besonderes Schmerzmanagement eingesetzt. Ein weiteres Augenmerk liegt derzeit auf einem neuen Überleitungsprotokoll, welches das Klinikum gemeinsam mit der Landesinitiative Demenz in Dresden, den Altenpflegeheimen und den Kurzzeitpflegen in Görlitz erstellt.
Das Klinikum bietet zudem mit der Diagnostik von Demenz in der Neurologie und der Psychiatrie/Gerontopsychiatrie sowie mit der Klinik für Geriatrie sehr gute Bedingungen für die Versorgung von Demenzpatienten. „Unsere konsequente Ausrichtung auf diese spezielle Patientengruppe ist ein Prozess, bei dem wir noch nicht am Ende jedoch bereits sehr weit vorangeschritten sind. Wir wollen unsere Patienten gut versorgen und verhindern, dass sich ihre kognitiven Fähigkeiten verschlechtern“, sagt Mechthild Guthke.
Weitere Informationen: Mit Demenz im Krankenhaus
Flyer: Informationen für Niedergelassene Kollegen,Angehörige und Betroffene
Görlitz, 27. Dezember 2019
Es war kein einfacher Start für seine Tochter, die vor einigen Monaten in Görlitz auf die Welt kam. Als der Fitnessclub FitINN, in dem er als Trainer arbeitet, eine Spendenaktion initiieren wollte, hatte er deshalb die Idee, Geld für die Kinderklinik zu sammeln. 415,22 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Das Geld kommt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zugute, die im Frühjahr 2020 in das neue Frauen-Mutter-Kindzentrum einziehen wird. Chefärztin dr. Katalin Müller und ihr Team freuen sich sehr über dieses Engagement. „Wir werden das Geld in den Bereich der Neonatologie, also die Versorgung der Frühgeborenen, investieren“, sagt die Chefärztin, die derzeit noch verschiedene Ideen prüft. Genau dafür war es vom Fitnessclub und Papa Martin Frenzel auch gedacht, denn er hat hautnah erlebt, wie wertvoll und wichtig eine kompetente medizinische und pflegerische Betreuung der Allerkleinsten ist.
Görlitz, 20. Dezember 2019.
Den Anfang der Vortragsreihe des Görlitzer Klinikums im kommenden Jahr macht am 15. Januar die Jugend – es geht rund um das Thema Ausbildung. Praxisanleiter, Lehrer und Azubis aus verschiedenen Bereichen stehen Rede und Antwort und berichten aus ihrem Alltag in Theorie und Praxis. Eingeladen sind alle, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Ausbildung in der Pflege, der Verwaltung oder in Medizintechnischen Berufen (z.B. Medizinisch-Technische Radiologieassistenten oder Labor) zu beginnen. Der Vortrag bzw. die Diskussion ist für Eltern und Schüler gleichermaßen gedacht, auch Berufsberater und interessierte Lehrer sind herzlich eingeladen.
„Wir werden diesmal besonders auch auf das Thema der generalistischen Pflegeausbildung eingehen“, sagt Pressesprecherin Katja Pietsch. Am 1. Januar treten das Pflegeberufegesetz und damit die neue Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann in Kraft. Die Gäste erfahren, was genau dann anders ist und welche Vorteile und Chancen die generalisierte Ausbildung bietet.
Die beliebte Reihe „Medizin für die Bürger“ des Städtischen Klinikums geht damit nun schon in ihr 16. Jahr. Sie wurde 2005 ins Leben gerufen. „Damals wurde ein Vortrag im Monat angeboten – mit Sommerpause. Heute sind wir bei ca. 24 Terminen pro Jahr“, so Katja Pietsch. Die Vorträge finden immer mittwochs, 17:30 Uhr, im Konferenzzentrum des Klinikums statt. Je nach Thema kommen zwischen 30 und 100 Gäste.
Den zweiten Vortrag 2020 hält Dr. Marco Krahl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie bereits am 29.Januar zur Behandlung von Krampfadern.
Hintergrund:
Das Städtische Klinikum wurde 1905 gegründet und ist heute ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung. Es kümmert sich mit ca. 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wohnortnah jährlich um ca. 70.000 Patienten aus der Stadt Görlitz, den Landkreisen Görlitz und Bautzen und von weiter her. In 17 Kliniken, zwei Instituten und 13 Medizinischen Zentren bietet es fast das gesamte medizinische Leistungsspektrum von „Kopf bis Fuß“ an. Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten, Pflegekräfte und Therapeuten aus vielfältigen Bereichen betreuen die Patienten Hand in Hand. Sie erhalten durch diese fachübergreifende Versorgung eine individuelle und genau auf ihre Erkrankung ausgerichtete Therapie. Die medizinischen Schwerpunkte liegen insbesondere auf der Tumorbehandlung, Traumatologie/ Schwerstverletztenversorgung, Schlaganfallbehandlung, Altersmedizin, Gefäßmedizin, Kardiologie und Urologie. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden gehören Lehre und Ausbildung zum Selbstverständnis des Klinikums dazu.
Er hat mit seiner Erfahrung und Kompetenz in der großen Tumorchirurgie das Leistungsspektrum der Urologie im Städtischen Klinikum Görlitz entscheidend erweitert. „Wir bieten eine komplette Grundversorgung und führen schwierigste Operationen durch, für die unsere Patienten aus einem sehr großen Umkreis zu uns kommen“. Zudem sind alle Bereiche zur Tumorbehandlung wie die Strahlen- und Chemotherapie sowie die Physiotherapie ebenfalls vor Ort, so dass eine fachübergreifende Versorgung der Patienten mit Tumoren an Niere, Harnblase und Prostata selbstverständlich ist.
Görlitz, 2. Dezember 2019