Der Begriff Resilienz kommt von dem lateinischen Verb „resilire“ und bedeutet so viel wie „abprallen“ oder „zurückspringen“. Resilienz in Bezug auf den Menschen meint seine Widerstandsfähigkeit, die sich sowohl psychisch wie körperlich aber auch in seinen sozialen Bezügen zeigt. Menschen mit hoher Resilienz können besser mit Herausforderungen, Krisen oder persönlichen Rückschlägen umgehen als Menschen, die weniger resilient sind.
In seinem Vortrag am 10. Oktober 2018 spricht Dr. Hans-Martin Rothe, Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie darüber, wie man mehr Widerstandskraft erlangen kann. „Der schnelle gesellschaftliche Wandel, die nicht mehr im gewohnten Umfange gegebene Sicherheit, was morgen sein wird, das Zurücktreten bisher Rückhalt gebender sozialer Bezüge fordern vom Einzelnen immer mehr“, sagt Dr. Rothe. Besonders auch im beruflichen Umfeld, wo oftmals alles noch besser, noch effizienter und noch professioneller geschehen soll, entstehen maximale Anforderungen. Doch es steigen die Ansprüche an Perfektion auch im Privatleben. Selbstoptimierung wohin man schaut, scheint die Forderung der Stunde. Je besser jemand damit umgehen kann, weil er eine gute Widerstandskraft besitzt, desto geringer ist die Gefahr, dass er an Erschöpfung, Burnout und Depressionen leidet.
„Jeder kann lernen, seine Widerstandskraft zu erhöhen, seine Resilienz zu verbessern. Resilienz ist nicht angeboren“, sagt Dr. Rothe. In der Psychosomatischen Medizin und in der Psychotherapie sind in den letzten Jahren verschiedenen Möglichkeiten entwickelt worden, Resilienz zu stärken und weiterzuentwickeln. Stärkung von Selbstvertrauen, Ausbau der Kommunikationsfähigkeit, Weiterentwickeln eines sozialen Netzwerkes und auch der Ausbau vorhandener Ressourcen sind wichtige Quellen für die Verbesserung von Resilienz. Gleichwohl geht es bei Entwicklung von mehr Resilienz auch um eine angemessen kritische Einschätzung von Anforderungen, die Entwicklung eines eigenen Standpunktes sowie auch darum Möglichkeiten zu entdecken, Einfluss auf krankmachende Bedingungen zu erlangen.
Görlitz, 8.10.2018
Vortrag: Resilienz - was macht uns psychisch widerstandsfähig? 10. Oktober 2018, 17:30 Uhr im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz.
Ein nicht unerheblicher Prozentsatz aller Brustkrebsfälle geht auf eine familiäre Häufung zurück. Anhand eines Gentests können Frauen dieses Risiko abklären lassen. Im Mammazentrum Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz können sich Frauen beraten lassen, ob ein solcher Test für sie infrage kommt. „Bereits vor der Untersuchung und bei einem positiven Testergebnis besprechen wir ausführlich und intensiv die möglichen Konsequenzen“, sagt Dr. Steffen Handstein, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Torsten Nadler das Mammazentrum leitet. Der Gentest als auch das Ergebnis beeinflussen emotional-psychosozial (die Betroffene) als auch gesellschaftlich (die Familie). Dies wird individuell besprochen.
Neben einer intensivierten Vorsorge kann bei einer festgestellten genetischen Belastung die Entscheidung für eine prophylaktische (vorsorgliche) Brustamputation getroffen werden. Auch in Görlitz werden solche vorsorglichen Amputationen bei gesunden Frauen mit nachgewiesenem Genfehler durchgeführt. „Es ist eine standardmäßige, in unserem Mammazentrum vielfach angewandte Methode“, sagt Dr. Handstein. Aber auch Frauen, die bereits einseitig mit einem nachgewiesenen genetischen Risiko an Brustkrebs erkrankt und behandelt sind, haben durchaus den Wunsch einer vorsorglichen Entfernung ihrer noch gesunden Brust. „Zugleich bieten wir den Frauen an, die Brust wieder aufzubauen.“ Diese Rekonstruktionen erfolgen entweder mit Fremdmaterial oder mit körpereigenem Gewebe, z. B. vom Bauch, Po oder Oberschenkel.
Am 17.10. spricht Dr. Handstein, ab 17:30 Uhr über das Thema in einem Vortrag für alle Interessierte. Er erklärt, wann von einem familiären Risiko gesprochen wird, benennt die Voraussetzungen für eine mögliche genetische Untersuchung und stellt Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten im Mammazentrum Ostsachsen vor.
Dr. Handstein leitet seit 2000 die Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie am Städtischen Klinikum Görlitz und ist Leiter des Brustzentrums gemeinsam mit Chefarzt Dr. Nadler, Frauenklinik. Er ist Mitglied in verschiedenen Gremien auf Landes- und Bundesebene, sowie nationaler Fachgesellschaften. In diesen setzt er sich seit Jahren für eine hohe Qualität in der Brustkrebsbehandlung und der plastisch-ästhetischen Chirurgie ein. Vor kurzem wurde er zudem in die bundesweite „Kommission zur Klärung von fachlichen Auffälligkeiten“ im Rahmen der Qualitätssicherung Mammachirurgie berufen.
Seine Erfahrung und medizinische Kompetenz im Bereich der Brustchirurgie kommen den Patientinnen im Mammazentrum Ostsachsen in Görlitz zugute. „Wir sind im weiten Umkreis die einzige Struktur, die sämtliche Elemente der Brustkrebsbehandlung in einem Konzept und an einer Stelle, bis hin etwa zur psychologischen oder palliativmedizinischen Mitbetreuung, vereinen“, so der Chefarzt. Dieses Spektrum an therapeutischer Breite gibt es deutschlandweit wiederum nur in einer sehr kleinen Zahl von Zentren.
Görlitz, 12.10.2018.
Zielgruppe dieses Lehrganges sind alle Mitglieder des „Therapeutischen Teams“, also Ärzte, Pflegekräfte, Mitarbeitende des Sozialdienstes und der therapeutischen Fachrichtungen. Dieser berufsgruppenübergreifende Ansatz ist ein großes Plus dieser Fortbildung. Die Perspektiven der einzelnen Professionen werden besser verstanden. Die Teamarbeit kann dadurch optimaler gestaltet werden. Dies kommt anschließend direkt der Qualität von Behandlung und Pflege zugute. Mit diesem konsequenten interdisziplinären Teamansatz setzt Zercur Geriatrie© ein wichtiges Zeichen und bildet so die speziellen Anforderungen an das Personal in der Geriatrie in besonderem Maße ab. Der Basislehrgang umfasst insgesamt 72 Stunden. Er ist modular aufgebaut und beinhaltet einen Hospitationstag in einer klinisch-geriatrischen Einrichtung. Die heutige Fortbildung lehrt das Modul 5, welches sich speziell den Themen chronische Wunden, Diabetes mellitus und Ernährung widmet. Um dem ganzheitlichen Ansatz und Anspruch in der klinischen Geriatrie gerecht zu werden, wurden unter anderem gerontologische, palliativmedizinische und ethische Themen in die Fortbildung integriert.
Görlitz, 25. Oktober 2018
Ziel diesmal war es, gemeinsam angeregt durch einen Vortrag Situationen und Erfahrungen mit dieser speziellen Patientengruppe und deren Behandlungsmöglichkeit zu diskutieren und Hinweise zu geben. Die Veranstaltung fand mit 20 Teilnehmern eine recht gute Resonanz und ermöglichte eine rege Diskussion.
Görlitz, 26. Oktober 2018
Die meisten der Pflegekräfte sind seit einem, maximal anderthalb Jahren im Klinikum beschäftigt. Die Entfristung der eigentlich bis zum 31. August 2019 befristeten Arbeitsverträge kam daher schnell. „Wir haben gute Leute an Bord, die meisten von ihnen haben wir selbst ausgebildet, da spricht absolut nichts gegen eine schnelle Entfristung. Zumal die Personalsituation in der Pflege deutschlandweit schwierig ist und nicht nur in Görlitz Fachkräfte gesucht werden“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder. Neben einer attraktiven Vergütung bietet das Klinikum daher viele Vorteile und Anreize für die Mitarbeiter, zum Beispiel vermögenswirksame Leistungen und eine betriebliche Altersversorgung, eine betriebseigene Kindertagesstätte, Kantinenversorgung, Gesundheitsmanagement. Wichtig ist auch das Thema Fort- und Weiterbildung. „Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden viele Fort- und Weiterbildungen angeboten, dazu gibt es halbjährlich einen eigenen Katalog“, sagt Frau Bieder weiter. Auch das Thema Teilzeitwünsche oder Dienstplanmitgestaltung steht im Fokus bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung. „Wir sind ein Krankenhaus und müssen einen 24-Stunden-Betrieb abdecken. Wir versuchen trotzdem immer wieder neue Wege zu gehen, um den individuellen Wünschen unserer Mitarbeiter in Punkto Dienstplangestaltung Rechnung zu tragen.“ Daher gibt es im Unternehmen mittlerweile drei Arten von „Ausfall/Springerdiensten“, die den Ausfall von Kollegen abdecken, so dass der Dienstplan möglichst stabil bleibt.
Für Jasmin Golke ist die Entfristung eine Perspektive. „Es gibt schon ein großes Stück Sicherheit für die Zukunft.“ Die junge Görlitzerin möchte sich beruflich noch weiter einwickeln und interessiert sich für ein duales Studium des Gesundheitsmanagements.
Im Klinikum Görlitz sind inkl. Auszubildende aktuell ca. 1.300 Beschäftigte tätig, darunter 163 Ärzte, sowie 576 Mitarbeiter im Pflege- bzw. Funktionsdienst. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter in weiteren verschiedenen Berufsgruppen (Verwaltung, Technischer Dienst etc.).
Dr. Novotny leitet seit Januar 2017 die Klinik für Urologie im Görlitzer Klinikum. Er ist ein überaus erfahrener Operateur. Er zählt mit einer großen Anzahl an offenen Operationen bei Prostatakrebs, Operationen bei Harnblasenkrebs mit anschließendem Ersatz der Harnblase durch Darmanteile und einer ausgesprochenen Expertise bei Operationen mittels Laparaskopie oder Operationsroboter (Da-Vinci®-System) sowie einer Vielzahl endoskopischer oder transurethraler Eingriffe im nationalen und internationalen Maßstab zu einem sehr versierten Operateur seines Fachgebietes.
Durch die Erweiterung des Leistungsspektrums hier im Klinikum Görlitz müssen Patienten für komplizierte Eingriffe nicht mehr nach Dresden fahren. „Für die Patienten ist es sehr wichtig, dass sie in der Nähe ihres Zuhauses behandelt werden können“, sagt Dr. Novotny. Gemeinsam mit seinem Team bietet er deshalb hier vor Ort eine hervorragende Grundversorgung und führt zugleich schwierigste Operationen durch.
Vortrag: Krebs der Harnblase. Müssen wir immer noch Angst davor haben? 14. November 2018, 17:30 Uhr im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz, Girbigsdorfer Str. 1–3, 02828 Görlitz. Eintritt ist frei
„Es freut uns, dass die Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter so positiv auf die Sterne reagieren“ sagt Frau Freudenberg und schmunzelt. Für das kommende Jahr habe sie schon eine neue Idee im Hinterkopf, um die inzwischen zur Tradition gewordene Übergabe auch 2019 fortzusetzen.
Das Klinikum lässt sich jedes Jahr viele Aktionen einfallen, um für Patienten und Mitarbeiter eine Advents- und Weihnachtsatmosphäre zu schaffen. Umso mehr freut es sich über diese Aufmerksamkeit aus dem Weihnachtshaus.
Veranstaltungshinweis: Am Donnerstag, dem 6. Dezember, um 16 Uhr, öffnet das Klinikum wieder sein „Adventstürchen“. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zu leckeren Weihnachtsnaschereien, einem abwechslungsreichen Programm und einem Foto mit dem Nikolaus.
Gemeinsam mit seinem Team spürt er - wie ein Detektiv – Krankheiten auf. Hauptarbeitsmittel eines Pathologen ist dabei sein Mikroskop. Unter diesem untersucht er Gewebeproben, analysiert Zellen und findet Zellmuster, die auf Krankheiten wie zum Beispiel Krebs hinweisen. Er findet Antworten darauf, ob das Gewebe normal oder verändert ist oder ob es sich zum Beispiel um eine Entzündung handelt.
Für Interessierte bietet Chefarzt Dr. Grunow am 24.11.2018 um 10 Uhr und um 11:30 Uhr eine Führung durch die Pathologie an. Auf Grund begrenzter Platzkapazitäten ist eine verbindliche Anmeldung in der Unternehmenskommunikation des Klinikums notwendig. Bitte schreiben Sie eine Mail an presse@klinikum-goerlitz.de mit dem Stichwort „Pathologieführung“. Treffpunkt ist vor dem Gebäude Haus F (siehe Lageplan im Internet www.klinikum-goerlitz.de).
„Wir sind alle außerordentlich stolz auf diese Auszeichnung und ich persönlich freue mich sehr darüber, denn es ist eine Anerkennung für die Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich 24 Stunden rund um die Uhr um unsere Patienten kümmern“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. Der Kongress gab einen weiteren Anlass, stolz zu sein. René Gruhl und René Mönnich aus der IT-Abteilung des Klinikums hielten den „Besten Beitrag“ im Themenblock „Digitalisierung“. Für ihre Präsentation zum Digitalen Medikamentenmanagement im Klinikum erhielten sie ebenfalls eine Auszeichnung.
Um den CLINOTEL-Award zu vergeben, wurden die Krankenhäuser mit den besten Ergebnissen und den besten Prozessen ermittelt. In die Bewertung der Ergebnisse flossen neben der verbundweiten QSR (Qualitätssicherung mit Routinedaten), die Patientenzufriedenheit, das Betriebswirtschaftliche Ergebnis und die Arbeitgeberattraktivität ein. Bei den Prozessen wurden u.a. die OP-Auslastung, die Dokumentationsprozesse, die Rücklaufquote der Patientenbefragung bewertet.
Hintergrund CLINOTEL-Krankenhausverbund Der CLINOTEL-Krankenhausverbund wurde 1999 gegründet. Die aktuell 66 Mitgliedshäuser verfügen pro Jahr insgesamt über rd. 4,5 Milliarden Euro Budget. Sie versorgen mit 70.000 Mitarbeitern über 1,2 Millionen stationäre Patienten in rund 28.500 Betten. CLINOTEL ist damit einer der größten Krankenhausverbünde Deutschlands. Das Städtische Klinikum Görlitz ist im Jahr 2012 als erstes Krankenhaus Sachsens dem Verbund beigetreten. Ziel ist es, sich mit anderen gut aufgestellten Häusern aus dem gesamten Bundesgebiet zu vergleichen und wertvolles Wissen für die Patientenversorgung miteinander zu teilen.
Görlitz, 20. November 2018