Dr. Geide stellt die Möglichkeiten und das Klinik-Konzept zur Krebstherapie vor. Sein Kollege, Oberarzt Dr. Uwe Strahler, spricht über die chirurgische Therapie von Kopf-Hals-Karzinomen. Dr. Rüdiger Karbaum, Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Strahlentherapie und Palliativmedizin, gibt den Teilnehmern Informationen zur Radiochemotherapie. Über die Zahnsanierung vor der Strahlentherapie gibt Dr. Uwe Frenzel, niedergelassener Zahnarzt in Görlitz, Auskunft.
Die HNO-Klinik des Städtischen Klinikums wurde vor mehr als 70 Jahren gegründet. Jährlich werden mehr als 1.100 Patienten stationär behandelt. Davon Im Jahr 2018 162 Patienten mit bösartigen Kopf-Hals-Tumoren. Viele dieser Patienten wurden operiert und anschließend in der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Strahlentherapie und Palliativmedizin nachbehandelt.
Informationen und Anmeldung: 03581 371931
Görlitz, 25. Januar 2019
Wen es erwischt, der ist zu bedauern: Starke Übelkeit, Durchfall und Erbrechen kennzeichnen eine Norovirus-Erkrankung. Während fitte Menschen das in der Regel innerhalb weniger Tage gut wegstecken, sind besonders ältere Menschen, sowie Kinder und auch Kranke schwerer von der Erkrankung und ihren Folgen betroffen.
„Seit Sonntagabend haben wir auf der Unfallchirurgischen Station einen akuten Ausbruch. 14 Patienten sind betroffen, 7 Mitarbeiter sind im Rahmen des Geschehens erkrankt“, sagt Cornelia Seidel, die das Hygienemanagement leitet. Und auch auf einigen anderen Stationen werden Erkrankungen gemeldet. Das Norovirus verursacht bei den Betroffenen ein starkes Krankheitsgefühl und ist hochgradig ansteckend. Die Viren werden über den Stuhl und das Erbrochene des Menschen ausgeschieden. Die Infektiosität ist sehr hoch, es reichen schon wenige Viruspartikel (10-100), um sich anzustecken. Die Übertragung erfolgt über Handkontakt mit kontaminierten Flächen (fäkal-oral) oder durch die orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die im Rahmen des schwallartigen Erbrechens entstehen. Das erklärt die sehr rasche Infektionsausbreitung innerhalb von Altenheimen, Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen.
Das Klinikum hat verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören das Tragen von persönlicher Schutzkleidung bei der Versorgung infektiöser Patienten, ein vorübergehender Aufnahmestopp auf den betreffenden Stationen sowie die Information der Öffentlichkeit. Notfallpatienten werden weiter ausnahmslos versorgt. „Wir bitten Angehörige, Gäste und Besucher dringend, ihre Besuche einzuschränken, wenn möglich sogar darauf zu verzichten“, sagt Pressesprecherin Katja Pietsch. Dies sei vor allem deshalb ratsam, um nicht weitere Erkrankungen ins Klinikum zu bringen oder sich selbst anzustecken.
Besonders gefordert sind in dieser Situation die Pflegekräfte. Sie haben bei der Versorgung der Patienten einen erhöhten Pflegeaufwand. Vor allem bei bettlägerigen Patienten, die das Norovirus erwischt, sind die Pflege-Hygiene und Reinigungsmaßnahmen umfangreich und intensiv. Das gesamte Personal mit Patientenkontakt ist den Viren ausgesetzt und kann sich anstecken.
„Wir ergreifen alle Maßnahmen, um Patienten und Personal zu schützen“, sagt Katja Pietsch. Besucher und Angehörige, die nicht auf einen Besuch verzichten möchten, werden gebeten, sich wie das Personal beim Betreten und Verlassen der Zimmer die Hände gründlich zu desinfizieren. Patienten, die mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall die Notaufnahme aufsuchen, werden gebeten, sich nicht ins Wartezimmer zu setzen, sondern zu klingeln und sich anzumelden. Dies gilt im Übrigen auch für Grippesymptome (Husten, plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schwäche, Gliederschmerzen). Da auch die Influenza in Görlitz angekommen ist, richtet sich das Klinikum auf Grippepatienten ein. Jeder kann seinen Beitrag leisten, indem er verantwortungsvoll mit den eigenen Symptomen umgeht. Auch eine Grippeschutzimpfung macht noch Sinn.
Görlitz, 29. Januar 2019
Die Medizin ist nur ein Pfeiler der Versorgung älterer Menschen. „Sie und ihre Angehörigen benötigen ein Netz aus verschiedenen Partnern und Versorgungsstrukturen, in dem sie Hilfe und Unterstützung für den Alltag erhalten“, so Dr. Zeller. Dafür setzen er und sein Team sich seit Jahren erfolgreich ein, bieten Schulungen an, haben Projekte umgesetzt wie das Demenztelefon oder den ehrenamtlichen Besuchsdienst. Eine gute Versorgung älterer Menschen ist Medizin für die Region, denn die Bevölkerung wird immer älter. Das Klinikum Görlitz hat diese demografische Entwicklung bereits vor 20 Jahren erkannt und einen Schwerpunkt auf dieses Fachgebiet gelegt. Heute ist die Altersmedizin des Klinikums eine von sachsenweit nur fünf anerkannten Leiteinrichtungen.
Zahlen und Fakten der Klinik:
40 stationäre, 12 tagesklinische Plätze 5 Fachärzte für Innere Medizin mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie verfügt über das komplette therapeutisch-geriatrische Team ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel Geriatrie Add-on
Zur Früherkennung gibt es verschiedene Untersuchungen und Tests, über die Dr. Novotny am 6. März im Klinikum informiert. „Ich weiß, dass für manche Menschen Früherkennung Fluch und Segen zugleich ist. Ich möchte Ängste nehmen und ganz klar die Vorteile aufzeigen.“ Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.
Dies trifft geschlechterübergreifend zu. Urologen kümmern sich nämlich – anders als das Bild in der Öffentlichkeit noch darstellt – nicht nur um Männer. „Wir behandeln eine Vielzahl von Erkrankungen bei Männern, Frauen und Kindern, die zum einen sehr häufig auftreten oder die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen.“ So zum Beispiel Nieren- und Harnleitersteine, Harninkontinenz, oder Fehlbildungen im Uro-Genital-Bereich. Einen großen Bestandteil unserer Arbeit nimmt die Diagnostik und Therapie von Blasen- und Nierentumoren, Hodenkrebs und, Prostatakarzinomen ein.
»Vortrag: Urologische Vorsorge bei Männern und Frauen – Sind wir zu jung dafür? 6. März 2019 um 17:30. Referent: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Vladimir Novotny. Ort: Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz.
Die Klinik für Urologie im Städtischen Klinikum Görlitz weiht am 18.3. ihre neue Urologische Funktionsabteilung mit einem hochmodernen digitalen urologischen Arbeitsplatz ein. Interessierte sind eingeladen, sich diese von 10:30 bis 13:00 Uhr anzuschauen.
Das Klinikum Görlitz hat für eine noch bessere Betreuung der Patienten ein geriatrisches Screening eingeführt. „Bei diesem werden Patienten über 75 Jahre anhand einer Checkliste nach typischen, altersbedingten Problem- und Risikokonstellationen eingeschätzt, die für die weitere Behandlungsplanung wichtig sein können“, erläutert Dr. Stefan Zeller, Chefarzt der Klinik für Geriatrie.
Dieses Screening wird in der Notaufnahme und bereits auch auf der unfallchirurgischen Station A3 des Klinikums eingesetzt. „Unsere geriatrischen Patienten brauchen mehr Betreuung“, sagt Stationsleiterin Ute Pietsch. Anhand des Screening-Ergebnisses setzt sich ein Arzt aus der Geriatrie mit dem Patienten und gegebenenfalls auch Angehörigen zusammen, um über die weitere Behandlung zu beraten. Patienten, bei denen es aus medizinischer Sicht zum Genesungsprozess beiträgt, werden nach der Operation in die Geriatrie verlegt. Dort erhalten sie eine altersgemäße Betreuung ihrer zum Teil verschiedenen altersbedingten Erkrankungen wie z.B. Demenz, Immobilität, Sturzneigung, gestörtes Essverhalten usw. „Viele Patienten sind froh darüber, weil sie hier in der Nähe ihres Zuhauses rehabilitiert werden und nicht unbedingt zur Kur müssen“, sagt Schwester Ute Pietsch weiter.
Die professionelle Rehabilitation ist nach einem Schenkelhalsbruch ein wesentlicher Baustein, um die Patienten schnell wieder fit und mobil zu machen. „Früher starben zirka 50 Prozent der Patienten mit einem Oberschenkelhalsbruch, aber nicht an der Fraktur“, sagt Dr. Schöbel. Vielmehr führen - auch heute noch - Herzkreislauferkrankungen, Harnwegsinfekte, Thrombosen oder Lungenentzündungen zum Versterben. „Die hüftgelenksnahen Frakturen sind bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren die häufigsten und schwerwiegendsten“, sagt Oberarzt Dr. Steffen Weihrauch, der gemeinsam mit Dr. Schöbel und Physiotherapeutin Kristin Hohenberger am 20. März erklärt, wie die Ärzte im Städtischen Klinikum Görlitz Oberschenkelhalsbrüche behandeln, so dass die Patienten schnellstmöglich wieder mobilisiert werden können.
Vortrag: „Schenkelhalsbruch – der Anfang vom Ende?“ Mittwoch, 20. März 2019 um 17:30 im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz. Eintritt ist frei.
Görlitz, 13. März 2019
Ca. 1,3 Millionen Euro investierte das Städtische Klinikum in die neue urologische Funktionsabteilung, ca. 650.000 Euro davon in den komplexen urologischen Arbeitsplatz. „Unsere Urologie arbeitet auf Grund der hohen Kompetenz des Personals und der ausgezeichneten Technik auf einem hervorragenden Niveau“, sagte Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch in ihrer Ansprache. Am Standort Girbigsdorfer Str. werden sämtliche urologische Erkrankungen diagnostiziert und behandelt. „Dank dieser Expertise vor Ort muss niemand für eine Behandlung weiter weg. Unsere Patienten erhalten höchste Qualität hier zu Hause.“ Oberbürgermeister Siegfried Deinege unterstrich die Bedeutung der Entwicklung in der Urologie im Görlitzer Klinikum. „Wir sind stolz, dass wir erst Herrn Chefarzt Dr. Novotny für das Klinikum gewonnen haben und nun mit dieser hochmodernen Technik diese Qualität für die Menschen aller Altersgruppen in Görlitz anbieten können“.
Diese Maßnahme wurde mit finanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes - Pauschalförderung in Höhe von 630.872,55 Euro.
Die Therapie von Gefäßverschlüssen kann zum einen konservativ, also mittels Medikamenten, erfolgen. In akuten Fällen wird bei der Linksherzkatheter-Behandlung oft die Ader mit einem Ballon gedehnt und danach ein Stent implantiert. Das ist eine Gefäß-Stütze, die das Gefäß nach der Aufweitung dauerhaft offen hält.
Nicht immer aber ist diese Therapie unbedingt notwendig und sinnvoll. Um besser herauszufinden, ob tatsächlich ein Stent eingesetzt werden muss, nutzen die Experten im Görlitzer Klinikum seit kurzem die neue Technik der iFR-Messung. Bei dieser Messung kann direkt während der Untersuchung der Blutdruck vor und nach der verengten Stelle im Gefäß gemessen werden. Anhand der Ergebnisse filtern die Ärzte die Patienten heraus, die wirklich einen Stent benötigen und davon auch sicher profitieren. Nachfolgend kann das Ergebnis dann sogar noch mit einem Ultraschall der Ader überprüft werden. Die Kombination verschiedener hochmoderner Verfahren (iFR-Messung, Ultraschall und die Möglichkeit, alle drei Untersuchungen auf einem Monitor gleichzeitig zu sehen) wie im Klinikum Görlitz ist in Ostsachsen bislang einzigartig. Es bietet mit modernster Kardiologie, Hightech-Intensivmedizin und der fachübergreifenden Versorgung an einem Standort beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung.
Schon seit ihrem zwölften Lebensjahr beschäftigt sich Nathalie Wittig mit dem Portraitzeichnen und der Malerei. Bereits damals war ihr klar, dass sie auch in Zukunft einen kreativen Weg wählen würde. Nach ihrem Abitur lernt Nathalie Wittig Grafik- und Mediendesign in Dresden. Anschließend arbeitet sie als Fotografin bei der Studioline GmbH. 2016 gewann die heute 22-Jährige den 1. Platz für eine Grafikserie und wurde mit einem Preis der Semperschule in Dresden ausgezeichnet. Ein Jahr später macht sie in der Neißestadt als freie Grafikdesignerin und Fotografin selbstständig. Seit dem arbeitet sie an diversen Werbe-, Foto- und Filmprojekten für große und mittelständische Unternehmen der Stadt oder für private Kunden. Und auch ihre Eltern unterstützt sie beim Marketing des Familienunternehmens „Bäckerei Wittig“.
Neben ihrer Leidenschaft für Sport und Musik engagiert sich Nathalie Wittig seit Jahren für die Initiative Kunst:offen in Sachsen. Ziel der Initiative ist es, Künstlern dabei zu helfen, sich mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen und gemeinsam ihre Ateliers für kulturinteressierte Menschen zu öffnen.
Die Werke der Ausstellung „Ungesehen 2.0“ sind bis Ende Juni 2019 in der Magistrale des Klinikums zu sehen und können auch gekauft werden.
Görlitz, 02. April 2019