Görlitz, 22.10.2024. Am Mittwoch, dem 30. Oktober 2024, laden Kreißsaal und Wochenstation des Städtischen Klinikums Görlitz werdende Eltern und Interessierte zu einem Infoabend ein. Ab 17:30 Uhr beantworten Hebamme Sylvia Schallwig und die Kinderkrankenschwestern Ivonne Weber und Ines Henke alle wichtigen Fragen rund um die Geburt im Klinikum.
Ob es um die Anmeldung, Ausstattung, die Linderung von Schmerzen oder die Versorgung von Neugeborenen geht – an diesem Abend erhalten Sie umfassende Informationen zum Ablauf im Kreißsaal und auf der Wochenstation. Themen wie Geburtspositionen, Nabelschnurblutentnahme und der Aufenthalt nach der Geburt werden ebenso angesprochen.
Der Vortrag findet am 30. Oktober 2024 um 17:30 Uhr im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz statt. Der Eintritt ist frei.
Görlitz, 22.10.2024. Den Hauptgang des Städtischen Klinikums in Görlitz schmücken seit heute 31 farbenfrohe und zum Teil großformatige Mandalas. Die Ausstellung „Harmonie im Kreis“ lädt dazu ein, in die Welt der Mandalas einzutauchen – Symbole, die in vielen Kulturen als Darstellung von Balance, Unendlichkeit und spirituellem Gleichgewicht gelten. Christina Kittner zeigt nicht nur die traditionellen Formen, sondern erweitert den Blick auf die Mandala-Kunst durch moderne Techniken und kreative Ansätze.
Im Mittelpunkt steht die Kombination verschiedener künstlerischer Techniken, die den Reichtum und die Vielfalt der Mandalas zum Ausdruck bringen. Acrylmalerei, die kräftige Farben und intensive Kontraste verwendet, erzeugt lebendige, leuchtende Mandalas, die die Betrachter in ihren Bann ziehen. Ergänzt wird die Acrylmalerei durch weitere Techniken und detailreiche Verzierungen, die jedes Mandala einzigartig werden lässt.
Hinter der Ausstellung steht Christiane Kittner, eine autodidaktische Künstlerin deren besonderes Anliegen es ist, mit ihrer Arbeit nicht nur ästhetische Erlebnisse zu schaffen, sondern auch einen sozialen Beitrag zu leisten. 10% der Einnahmen aus der Ausstellung gehen an das Christliche Hospiz Ostsachsen, um Menschen in schweren Lebenslagen zu unterstützen. Damit verbindet die Ausstellung Kunst mit einem starken humanitären Engagement.
Im Jahr 2024 ist „Harmonie im Kreis“ die vierte wechselnde Ausstellung im Hauptgang des Städtischen Klinikums. Die regelmäßig umgestalteten Wände der Magistrale sorgen für Ablenkung bei Patientinnen und Patienten und beeinflussen deren Genesung positiv. Schon seit 2004 bekommen Künstlerinnen und Künstler der Region die Möglichkeit, Ihre Werke öffentlich im Städtischen Klinikum zu zeigen und zu verkaufen.
Bis Ende Dezember 2024 präsentiert Christiane Kittner ihre Werke. Die Mandalas sind verkäuflich. Eine Preisliste liegt am Empfang des Klinikums aus.
Görlitz, 08.10.2024. Am 17. Oktober 2024 um 17:30 Uhr liest die Journalistin und Autorin Heide Fuhljahn im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz aus ihrem neuesten Buch „Allein unter Dünnen“. In dieser ehrlichen und humorvollen Auseinandersetzung mit Themen wie Körperbild, Scham und gesellschaftli-chen Vorurteilen erzählt Fuhljahn von ihren persönlichen Erfahrungen als übergewichtige Frau und den Herausforderungen, denen sie begegnet ist.
Das Buch beleuchtet kritisch, ob Übergewicht automatisch mit negativen Eigenschaften wie Schwäche und Faulheit verbunden wird, und plädiert für ein entspannteres Körperbild sowie mehr Offenheit in der Gesell-schaft. Dabei geht es nicht nur um Adipositas, sondern auch um all jene, die in irgendeiner Form „anders“ sind oder zu sein scheinen, sei es aufgrund ihres Aussehens, Alters, Herkunft oder anderer Merkmale. Fuhl-jahn möchte aufzeigen, dass Schönheit und Glück nicht von äußeren Standards abhängig sein dürfen.
Mit einer Reihe von Mutproben und Selbstversuchen, wie etwa dem Besuch eines FKK-Strandes oder Reisen in Kulturen mit unterschiedlichen Schönheitsidealen, lädt Fuhljahn die Leserinnen und Leser dazu ein, eigene Vorurteile zu hinterfragen und sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien.
Durch Fuhljahns lebendige und humorvolle Art wird die Lesung zu einer spannenden Reise durch die Themen Body Positivity und Selbstakzeptanz. Die Autorin gibt Einblicke in Expertengespräche und zeigt auf, welche gesellschaftlichen Veränderungen nötig sind, um Körperglück und Selbstwert unabhängig von Gewicht oder anderen äußeren Merkmalen zu betrachten.
Autoreninformation: Heide Fuhljahn, geboren 1974 in Kiel, ist freie Journalistin und Buchautorin und lebt in Hamburg. Sie hat Skandinavistik, Strafrecht und Kriminologie studiert und schreibt seit über 15 Jahren für die "Brigitte".
Termin: 17. Oktober 2024 Uhrzeit: 17:30 – 19:30 Uhr Ort: Konferenzzentrum, Städtisches Klinikum Görlitz Eintritt: frei.
Görlitz, 17.10.2024. Am 23. Oktober 2024 lädt das Städtische Klinikum Görlitz zu einem Vortrag mit dem Titel „Hand im Fokus – Wie Sie Ihre Selbstständigkeit nach Handerkrankungen zurückgewinnen“ ein. Expertinnen aus der Plastischen und rekonstruktiven Chirurgie, der Ergotherapie und der Orthopädietechnik stellen moderne Behandlungsansätze und Therapieoptionen vor, um die Handfunktion nach Erkrankungen oder Verletzungen wiederherzustellen.
Im Fokus des Abends stehen die Behandlung häufiger Handerkrankungen wie z. B. so genannte Dupuytren-Kontrakturen. Bei dieser Erkrankung verhärtet sich das Bindegewebe in der Hand, was dazu führt, dass sich Finger – meist der Ring- und der kleine Finger – nicht mehr strecken lassen. Betroffene spüren oft Knoten in der Handfläche, und die Finger ziehen sich zunehmend in eine Beugestellung. Dadurch wird die Handfunktion eingeschränkt. Eine Operation kann hier die Beweglichkeit verbessern. Weitere häufige Erkrankungen sind das Karpaltunnelsyndrom, Arthrosen und Sehnenscheidenentzündungen. Der Vortrag stellt besonders die chirurgischen Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Handfunktion vor, die oft ambulant und ohne größere Komplikationen durchgeführt werden können. „Die Wiederherstellung der Handfunktion ist essenziell für die Lebensqualität der Betroffenen. Jeder Mensch braucht funktionierende Hände, um seinen Alltag selbstständig zu gestalten“, sagt Dr. med. univ. Hue Phan Niestroj, Leitende Oberärztin der Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie.
Zusätzlich wird auf die wichtige Rolle der Ergotherapie in der Rehabilitation nach Handerkrankungen eingegangen. „Ergotherapie befähigt Patientinnen und Patienten, alltägliche Handlungen wieder zu erlernen und die Selbstständigkeit zurückzugewinnen. Sollten bestimmte Funktionen nicht wiederhergestellt werden können, finden wir gemeinsam Lösungen, um den Alltag mit Hilfsmitteln und Kompensationsstrategien zu bewältigen“, erklärt Kathleen Herbig von der Physio-Ergotherapie Service Görlitz GmbH des Klinikums. Ergänzt wird die handtherapeutische Arbeit durch den Bau thermoplastischer Handschienen z .B. postoperativ. Susan Glaubitz vom Sanitätshaus Rosenkranz GmbH stellt verschiedene Möglichkeiten zur Versorgung mit Handschienen und Alltagshilfen bei Handerkrankungen vor.
Der Vortrag findet am 23. Oktober 2024 um 17:30 Uhr im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Görlitz statt. Der Eintritt ist frei.
Görlitz, 04.10.2024. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt, betrifft viele Menschen, insbesondere ältere Patienten. Die Betroffenen müssen beim Laufen häufig anhalten und eine Pause machen. Um dabei nicht aufzufallen, bleiben sie zum Beispiel vor einem Schaufenster stehen. Die häufigste Ursache für solche Beschwerden ist eine Verkalkung der Beinarterien. Meist leiden die Patienten zunächst an belastungsabhängigen Schmerzen im Ober- oder Unterschenkel. Beim Voranschreiten der Erkrankung können diese auch in körperlicher Ruhe auftreten. Im schlimmsten Fall kann es zum Absterben der betroffenen Gliedmaßen kommen.
Die jetzt aktualisierte medizinische Leitlinie (S3-Leitlinie) rückt bei der Prävention und der Behandlung der pAVK einen ganzheitlichen Ansatz in den Fokus. Dabei wird vor allem die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit der Blutgefäße betont. „Regelmäßige Bewegung ist enorm wichtig, um die Durchblutung zu fördern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern“, erklärt Dr. Marco Krahl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Städtischen Klinikum Görlitz. Insbesondere in der Prävention ist die Bewegung ein zentraler Baustein im Kampf gegen die pAVK. Die neue Leitlinie unterstreicht die Bedeutung eines aktiven Lebensstils, um die Gesundheit der Gefäße langfristig zu sichern.
Für Patienten mit pAVK bietet das Städtische Klinikum Görlitz eine umfassende Diagnostik und Therapie an. Neben klinischen Untersuchungen stehen modernste bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT, MRT und Feinnadelangiographienen zur Verfügung, um die Erkrankung genau zu diagnostizieren und den Schweregrad zu bestimmen und die Behandlung zu planen. Für die Behandlung selbst kommen sowohl minimalinvasive Verfahren als auch größere chirurgische Eingriffe zum Einsatz. In vielen Fällen können Gefäßverengungen durch eine Aufdehnung der Arterien mit einem Ballon oder den Einsatz von Stents behandelt werden. Diese Eingriffe erfolgen schonend mit Kathetern und meist unter örtlicher Betäubung.
„In fortgeschrittenen Fällen, bei denen minimalinvasive Verfahren nicht ausreichen, führen wir auch größere Operationen durch“, so Dr. Krahl. „Dazu gehört die Freilegung der Gefäße und das Entfernen von Verkalkungen oder das Anlegen von Bypässen, um die Durchblutung wiederherzustellen. Dank unserer langjährigen Erfahrung und modernster Technik können wir hier eine hohe Behandlungsqualität bieten.“
Neben der Schaufensterkrankheit gibt es viele weitere Gefäßerkrankungen, die das Team des Klinikums behandelt. „Wir kümmern uns um sämtliche Gefäßverschlüsse und -erweiterungen und sind besonders bei komplizierten Gefäßerkrankungen versiert“, sagt Dr. Krahl. Dabei werden moderne, schonende Verfahren angewendet, innovative flexible Stents eingesetzt, die die Gefäße offen halten und stabilisieren. Selbst komplizierte Eingriffe an der Bauch- oder Beckenschlagader sowie anderen Bereichen führen die Chirurginnen und Chirurgen zum Großteil minimal-invasiv, also ohne offene Operationen, durch. Mehr als 1.500 Eingriffe pro Jahr zählen die Gefäßspezialisten im Klinikum Görlitz.
Görlitz, 01.10.2024. Sina Ulrich, Leitende Oberärztin Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Katharina Möbius, Psychotherapeutin und Leiterin der Traumaambulanz beleuchten in ihrem Vortrag am 9. Oktober, 17:30 Uhr, im Klinikum Görlitz, wie Gewalterfahrungen seelische Wunden hinterlassen und welche modernen Ansätze helfen, diese Wunden zu heilen.
Für viele Betroffene bedeutet eine traumatische Erfahrung nicht nur einen kurzfristigen Schock, sondern oft auch langanhaltendes Leiden. Sie haben nach einer erlittenen Gewalttat mit physischen und vor allem mit den psychischen Folgen zu kämpfen. Oft dauern diese Beschwerden Monate, manchmal sogar Jahre an.
Seit dem 1. Januar 2024 bietet die Traumaambulanz für Erwachsene am Städtischen Klinikum Görlitz schnelle und qualifizierte Unterstützung. Sie richtet sich an Menschen, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, sowie an deren Angehörige und nahestehende Personen. Das Angebot der Traumaambulanz umfasst bis zu 15 Therapiestunden, in denen eine intensive psychologische und psychotherapeutische Betreuung stattfindet. Psychotherapeutin Katharina Möbius, die die Ambulanz leitet, betont die Notwendigkeit der schnellen Hilfe: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Betroffene rasch Zugang zu Unterstützung erhalten, um das Risiko zu minimieren, dass Beschwerden chronisch werden und langwierige Behandlungen folgen.“ Dabei steht die unbürokratische und zügige Hilfe im Vordergrund, um die seelischen Narben so früh wie möglich zu behandeln.
Die Traumaambulanz am Klinikum Görlitz ist Teil des sächsischen Netzwerks für Traumaambulanzen und gehört seit 2024 zu den insgesamt sechs Kompetenzzentren im Freistaat Sachsen.
Im Rahmen des Vortrags wird detailliert auf die verschiedenen Formen von Traumata, die Betroffene von Gewalttaten erleben können, eingegangen und erläutert, welche therapeutischen Ansätze zur Verfügung stehen, um diesen Menschen zu helfen. Darüber hinaus erfahren Sie, wie die Traumaambulanz im Städtischen Klinikum Görlitz arbeitet, welche Behandlungsoptionen Betroffenen zur Verfügung stehen und wie Angehörige unterstützt werden können.
Görlitz, 30.09.2024. Seit August kommt der neue, hochmoderne OP-Roboter in der Wirbelsäulenchirurgie im Görlitzer Klinikum zum Einsatz. Das Team um Chefarzt Dr. Marcus Eif behandelt auf diese Weise Patienten, die z. B. unter Wirbelgleiten und Verengungen des Spinalkanals leiden.
Der Roboter wurde gezielt für komplexe Eingriffe an der Wirbelsäule entwickelt. „Es ist wichtig zu betonen, dass da kein Roboter eigenständig am Patienten operiert. Es handelt sich um ein hochmodernes Assistenzsystem. Die Eingriffe werden weiterhin vom Arzt durchgeführt werden“, sagt Dr. Eif. Die jahrelange menschliche Erfahrung und Expertise in der Wirbelsäulenchirurgie der Operateure bleiben entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von robotisch-assistierten Verfahren.
So erfolgte z. B. bei einem der ersten Patienten in Görlitz die Operation durch eine sogenannte Fusion, bei der instabile Wirbelkörper mithilfe von Schrauben und Stäben fixiert wurden. Der Roboter unterstützte den Chirurgen durch präzise Bewegungsführung und Echtzeit-Bildgebung, was eine besonders genaue und schonende Durchführung des Eingriffs ermöglichte. Dank dieser Technologie konnte der Eingriff minimalinvasiv über kleinere Schnitte erfolgen, was zu weniger Schmerzen und einer schnelleren Genesung des Patienten führte.
Dieser Roboter wurde speziell für komplexe Wirbelsäuleneingriffe entwickelt. Das Görlitzer Klinikum hat ihn mit Fördermitteln in Höhe von 1,76 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen sowie einem Eigenanteil von etwa 75.000 Euro angeschafft. Damit ist er der zweite Roboter, der Chirurgen im Klinikum unterstützt. Zusammen mit dem bereits in der Urologie, Frauenklinik und Allgemeinchirurgie eingesetzten „da-Vinci®“-Operationssystem erweitert dieser neue Roboter das Angebot an hochmoderner Medizintechnologie im Städtischen Krankenhaus.
Solche technologischen Fortschritte bringen sowohl für die Patienten als auch für die Ärzte erhebliche Vorteile. Die Investition in diese moderne Technik unterstreicht das Engagement des Klinikums, die bestmögliche Versorgung für die Menschen in der Lausitz sicherzustellen und gleichzeitig die Attraktivität des Standorts weiter zu steigern.
Görlitz, 30.09.2024. Auch in diesem Jahr sind die pink-blauen „EINE von Neun“-Anhänger in vielen Praxen und Geschäften in Görlitz zu sehen. Diese Aufklärungskampagne des Mammazentrums Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz feiert ein besonderes Jubiläum: Vor zehn Jahren wurde sie ins Leben gerufen.
Im Rahmen des internationalen Brustkrebsmonats, der jedes Jahr im Oktober stattfindet, setzt sich das Mammazentrum am Klinikum für die Früherkennung und Selbstvorsorge ein. Die Kampagne „Eine von Neun“ weist darauf hin, dass statistisch gesehen eine von neun Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt. Auch 2024 kooperiert das Mammazentrum mit regionalen Geschäften und Gesundheitseinrichtungen, um Frauen für die Selbstuntersuchung der Brust zu sensibilisieren – eine wichtige Maßnahe zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs.
Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Programms ist der Vortrag „Brustrekonstruktion: Stärkung, Aufklärung und Unterstützung bei Brustkrebsoperationen“ am 16. Oktober 2024. Dr. Steffen Handstein, Chefarzt der Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie und Leiter des zertifizierten Mammazentrums, referiert um 17:30 Uhr im Konferenzzentrum des Klinikums zu verschiedenen Ansätzen der Brustkrebsoperation, insbesondere der Brustrekonstruktion.
Brustkrebs bringt oft tiefgreifende körperliche Veränderungen mit sich. Neben der onkologischen Therapie ist die Rekonstruktion der Brust ein wichtiger Schritt, um das körperliche und seelische Wohlbefinden der Patientinnen wiederherzustellen. Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen Optionen, von der Rekonstruktion mit Implantaten bis hin zu Eigengewebstransplantationen. Dabei werden sowohl die Vor- als auch die Nachteile der jeweiligen Verfahren ausführlich dargestellt.
„Die Entscheidung für oder gegen eine Brustrekonstruktion ist individuell und von vielen Faktoren abhängig. Wir legen großen Wert darauf, unsere Patientinnen umfassend zu beraten und sie in ihrem Entscheidungsprozess bestmöglich zu begleiten“, betont Dr. Handstein. In seinem Vortrag wird er auch auf die ästhetischen Aspekte und die psychologischen Auswirkungen der Rekonstruktion eingehen.
Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Görlitz, 26.09.2024. Nach mehr als 18 Jahren als Chefarzt der Frauenklinik des Städtischen Klinikums Görlitz geht Dr. Torsten Nadler zum 1. Oktober 2024 in den wohlverdienten Ruhestand. Mit großem Engagement und fachlicher Expertise hat er in dieser Zeit die Frauenklinik weiterentwickelt und zukunftsorientiert aufgestellt.
Dr. Nadler begann seine medizinische Laufbahn mit dem Studium der Humanmedizin und erwarb nach seiner Facharztausbildung in Gynäkologie und Geburtshilfe wertvolle Erfahrungen an verschiedenen Kliniken. Seit dem 1. Juni 2006 führte er erfolgreich die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums. Dr. Nadler hat die Klinik in dieser Zeit nicht nur maßgeblich weiterentwickelt, sondern auch entscheidende Veränderungen angestoßen – unter anderem die Umbenennung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in „Frauenklinik“. Dieser Schritt verdeutlicht seinen patientenorientierten Ansatz. Besonders hervorzuheben sind seine Leitung des Mammazentrums Ostsachsen und die Einführung des Da-Vinci-Operationssystems in der Gynäkologie. Darüber hinaus engagierte sich Dr. Nadler in zahlreichen Projekten des Klinikums. Er etablierte z. B. die Girls’ Days - Aufklärungsveranstaltungen für Teenager, hielt Bürgervorträge und war regelmäßig an den Tagen der offenen Tür dabei, um medizinische Themen einem breiten Publikum näherzubringen. Ein prägender Moment seiner Laufbahn war die Einweihung des Frauen-, Mutter- und Kindzentrums im Jahr 2020.
Mit Herrn Michal Tomczyk übernimmt ab dem 1. Oktober 2024 ein erfahrener und engagierter Nachfolger die Leitung der Frauenklinik. Herr Tomczyk, geboren 1979 in Breslau, ist seit vielen Jahren fest in der Region verwurzelt. Nach seiner Facharztausbildung in Görlitz und Oberarzttätigkeit in Riesa kehrte er 2022 an das Klinikum zurück. Mit seiner ruhigen und effizienten Arbeitsweise hat er sich schnell als verlässliche Führungspersönlichkeit etabliert. Herr Tomczyk setzt sich besonders für den Ausbau der onkologischen Versorgung und die Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationstechniken ein.
„Wir danken Herrn Dr. Nadler herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm für seinen Ruhestand alles Gute. Herrn Tomczyk wünschen wir viel Erfolg in seiner neuen Position und freuen uns, gemeinsam mit ihm die hohe Qualität unserer Frauenklinik weiter zu stärken“, sagt Geschäftsführerin Ines Hofmann.
Görlitz, 20.09.2024. Das Städtische Klinikum Görlitz freut sich über eine besondere Spende für die Frühchenstation. Die Görlitzerin Verona Harm hat eine Vielzahl handgefertigter, gehäkelter Kraken übergeben. Diese kleinen Tintenfische sind weit mehr als bloßes Spielzeug. Ihre weichen, langen Tentakel sollen Frühgeborene an die Nabelschnur erinnern und ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.
Verona Harm, die auch im Görlitzer Frauenbund aktiv ist und bereits Herzkissen für Brustkrebspatientinnen des Görlitzer Mammazentrums genäht hat, entdeckte die Kraken auf der Plattform Pinterest. „Ich fand sie sofort wunderschön“, berichtet sie. Auch Ivonne Weber, Stationsleiterin der Frühchenstation C2b, zeigt sich begeistert: „Die Kraken sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern leisten einen wertvollen Beitrag zur Beruhigung und zum Wohlbefinden unserer kleinsten Patientinnen und Patienten.“ Das Greifen der Tentakel kann dabei helfen, Stress abzubauen und die Entwicklung der Frühgeborenen positiv zu beeinflussen.
Seine Bestimmung fand ein erster Krake bereits einen Tag nach der Übergabe. Er flog mit einem frühgeborenen Zwillingsjungen ins Herzzentrum nach Leipzig. Dem Jungen geht es gut und der Kuschel-Krake kommt bestimmt bald mit nach Hause.
Die Idee, gehäkelte Kraken in der Frühchenversorgung einzusetzen, stammt ursprünglich aus Dänemark und hat sich inzwischen in vielen Kliniken verbreitet. Bereits im April erhielt die Station zudem 500 gehäkelte "Sorgenwürmchen". Diese farbenfrohen Würmchen mit liebevollen Botschaften werden an die Eltern der Frühgeborenen verteilt und sollen in schwierigen Zeiten Trost und Hoffnung spenden.
Diese ehrenamtlichen Aktionen zeigen, wie wichtig Solidarität und Fürsorge für die kleinsten Patientinnen und Patienten und ihre Familien sind. Das Städtische Klinikum Görlitz ist dankbar für diese berührende Unterstützung.