Wenn Menschen unsere Notaufnahme aufsuchen, steckt dahinter oft eine belastende Situation: eine plötzliche Erkrankung, ein Unfall, starke Schmerzen oder die Sorge, dass etwas Ernstes dahinterstecken könnte.

In unserer Zentralen Notaufnahme werden jedes Jahr mehr als 26.000 Patientinnen und Patienten versorgt. Dafür stehen nicht nur Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte bereit. Auch moderne Diagnostik wie Computertomographie, Röntgen und Laboruntersuchungen müssen jederzeit verfügbar sein, um Erkrankungen und Verletzungen schnell abzuklären und die passende Behandlung einzuleiten.

Dabei gleicht kein Tag dem anderen. Niemand kann vorhersagen, wann Notfälle eintreten, wie viele Menschen gleichzeitig Hilfe benötigen oder welche Erkrankungen und Verletzungen behandelt werden müssen. Deshalb muss die Notaufnahme jederzeit auf sehr unterschiedliche Situationen vorbereitet sein.

Damit Menschen in Notfallsituationen schnell und zuverlässig Hilfe erhalten, arbeiten Rettungsdienst und Notaufnahme eng zusammen – vom ersten Notruf bis zur weiteren Behandlung im Krankenhaus.

Jeder Notfall ist anders. Was gleich bleibt, ist unser Anspruch, Patientinnen und Patienten in medizinischen Notsituationen sicher, kompetent und verlässlich zu versorgen.

Viele Menschen erleben in der Notaufnahme, dass Patientinnen oder Patienten, die nach ihnen angekommen sind, früher behandelt werden. Das kann zunächst irritierend sein.

Der Grund dafür ist einfach: In einer Notaufnahme entscheidet nicht die Reihenfolge des Eintreffens über die Behandlung, sondern die medizinische Dringlichkeit. Dieses Verfahren nennt sich Triage (französisch für „Sortieren“ oder „Sichten“). Dabei wird eingeschätzt, wie schwer eine Erkrankung oder Verletzung ist und wie schnell medizinische Hilfe benötigt wird.

Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen oder besonders schweren Erkrankungen oder Verletzungen müssen sofort versorgt werden. Menschen mit weniger dringlichen Beschwerden können deshalb trotz früherer Ankunft länger warten. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass diejenigen zuerst behandelt werden, die am dringendsten Hilfe benötigen.

Dringlichkeit entscheidet!

Das Städtische Klinikum Görlitz erfüllt die Anforderungen der umfassenden Notfallversorgung – der höchsten Stufe im deutschen System der stationären Notfallversorgung. Für die Versorgung stehen rund um die Uhr spezialisierte Fachbereiche, die Intensivmedizin, moderne Diagnostik wie CT und MRT sowie weitere technische und personelle Ressourcen zur Verfügung. In der interdisziplinären Notaufnahme werden jährlich rund 26.000 Patientinnen und Patienten versorgt. Damit können auch schwere und komplexe Notfälle jederzeit umfassend behandelt werde

Die Notaufnahme ist für Menschen da, die aufgrund einer akuten Erkrankung oder Verletzung dringend medizinische Hilfe benötigen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Brustschmerzen oder Verdacht auf Herzinfarkt
  • Symptome eines Schlaganfalls (z. B. Lähmungen, Sprachstörungen)
  • Atemnot
  • Bewusstseinsstörungen
  • schwere Verletzungen
  • starke Blutungen
  • schwere Verbrennungen
  • plötzlich auftretende starke Schmerzen

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Notfall vorliegt, wählen Sie im Zweifel den Notruf 112 oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Mit dem Rettungsdienst

Bei akuten Notfällen werden Patientinnen und Patienten durch den Rettungsdienst in unsere Notaufnahme gebracht. Bereits während des Transports werden wichtige medizinische Informationen an das Krankenhaus übermittelt, sodass wir uns auf die Ankunft vorbereiten können.

Nach dem Eintreffen werden die Patientinnen und Patienten direkt an unser medizinisches Team übergeben und umgehend weiter versorgt.

Selbstständig oder auf Einweisung

Viele Menschen kommen selbstständig, mit Angehörigen oder auf Empfehlung ihrer Haus- oder Facharztpraxis in die Notaufnahme.

Bitte melden Sie sich zunächst an der Patientenaufnahme der Notaufnahme. Dort werden die notwendigen persönlichen Daten erfasst. Anschließend erfolgt eine erste medizinische Einschätzung Ihrer Beschwerden (Triage), um die Dringlichkeit der Behandlung festzustellen.

Auf dieser Grundlage wird festgelegt, wie schnell eine ärztliche Untersuchung erfolgen muss.